Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit beim Warentransport

Die Logistik ist ein Einflussfaktor für das Nachhaltigkeitsmanagement der METRO GROUP. Für real und die anderen Vertriebslinien der Gruppe koordiniert die METRO GROUP Logistics (MGL) alle Abläufe rund um Belieferung und Transport. Durch die Schaffung effizienter Lagerstrukturen und Transportprozesse sowie die Umsetzung ressourcenschonender Maßnahmen leistet das Logistikunternehmen einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der spezifischen Treibhausgasemissionen des Konzerns.

Beschaffungslogistik

Seit 1995 ist das selbst entwickelte Konzept der MGL-Beschaffungslogistik eine zentrale Säule für den Erfolg. Unter der zentralen Verantwortung der MGL werden beim Hersteller die für die Vertriebslinien bestimmten Waren abgeholt und unmittelbar in die einzelnen Märkte gesteuert. Die Warenversorgung der Märkte erfolgt in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Eine Zwischenlagerung des Transportgutes entfällt dabei. Gleichzeitig werden auch die Bevorratung der Waren in den Märkten und die damit verbundenen Lagerhaltungskosten reduziert. Zudem sinkt die Zahl der Liefervorgänge an den Laderampen der Märkte, wodurch ebenfalls Einsparungen bei den Vertriebslinien erreicht werden.

Neben den wirtschaftlichen Erfolgen kennzeichnet das MGL-Konzept auch eine positive ökologische Bilanz. Erzielt wird diese durch stark reduzierte Kilometer pro transportierte Tonne, nahezu voll ausgelastete Lkw, eine Minimierung von Leerfahrten und stark reduzierte Standzeiten.

Schadstoffreduzierung durch Eigenfuhrparks

Entgegen den allgemeinen Trends wurde der Eigenfuhrpark der MGL in Deutschland nicht aus dem Konzern ausgelagert. Im Gegenteil: Das Unternehmen modernisiert ihn permanent und setzt ihn effizient ein. Mit 156 ziehenden und 263 gezogenen Fuhrparkeinheiten wickelt die MGL mit ca. 2,7 Millionen Paletten rund 50 Prozent der von den eigenen Foodstandorten ausgehenden Distributionstouren selbst ab und legt dabei jährlich um die 19 Millionen Kilometer zurück. Der Einsatz moderner, umweltschonender Technologien zur Entlastung von Mensch und Umwelt ist dabei eine Selbstverständlichkeit.

Durch die Beschaffung von Euro-5-Lkw reduzierte sich der Schadstoffausstoß des Fuhrparks erheblich.

Papierlose Kommissionierung

Durch die digitale Übermittlung von Lieferscheinen, Tourdaten und Leergutmengen entfällt die manuelle Erfassung der Informationen in der Zentrale. Überdies reduziert der Wegfall manuell zu bearbeitender Dokumente die Wartezeiten der Lkw-Fahrer beim Verlassen des Lagerstandortes, bei den Vertriebslinien sowie der Rückkehr zum Lager. Die elektronisch übermittelten Dokumente erreichen real nicht nur schneller und umweltfreundlicher, sondern es wird auch eine bequeme und einfache Ablage und ggf. Weiterleitung ermöglicht. Die MGL ist durch das digitale System in der Lage, den Warenfluss vom Lager bis zum Kunden lückenlos und permanent verfolgen und bei Abweichungen schneller handeln zu können. Dies ist vor allem bei der Einhaltung von Qualitätsstandards in der Kühlkette von wesentlicher Bedeutung.

CO2-Berechnungstools

2010 hat die MGL die Bilanzierung des Schadstoffausstoßes ihrer Beschaffungslogistik mit einem eigenen CO2-Berechnungstool weiter professionalisiert: Das CO2-Berechnungstool der MGL berechnet die realen CO2-Emissionen im Bereich der externen Speditionssysteme auf Basis von tagesgenauen Sendungsdaten und saldiert diese auf Jahresebene. Damit findet eine Bewertung des tatsächlichen Weges der Sendungen durch die Transportnetze statt. Gleichzeitig unterstützen die Ergebnisse der Berechnungen das Logistikunternehmen bei der Aufdeckung und Realisierung weiterer Optimierungs- und Nachhaltigkeitspotenziale.