Mode mit gutem Gewissen - Unsere Eigenmarken

real setzt sich für mehr Nachhaltigkeit bei Textilien ein und verfolgt unter anderem das Ziel, alle baumwollhaltigen Textilien unter Eigenmarke bis 2025 mit einem Nachhaltigkeitssiegel, wie z.B. GOTS oder OCS - Biobaumwolle zertifizieren zu lassen.

Nachhaltig zertifizierte Textilien

Wir bei real setzen uns dafür ein, die Lebensbedingungen für Menschen und Tiere in der Textilkette zu verbessern und zur Verringerung des Wasser-, Pflanzenschutzmittel- und Chemikalieneinsatzes beizutragen. Hierfür haben wir verschiedene Maßnahmen entlang der Lieferkette von Textilien definiert. Unter anderem möchten wir unser Sortiment an Textilien mit Nachhaltigkeitsstandards stetig erweitern.

Unser Ziel ist es, dass bis 2025 100% der baumwollhaltigen Textilien aller real Eigenmarken einen Nachhaltigkeitsstandard tragen.

Bereits heute haben wir Textilien mit den Logos: GOTS- und Ökotex Standard 100 im Sortiment. Zusätzlich dazu bieten wir Textilien mit Biobaumwolle an. Helfen Sie uns noch nachhaltiger zu werden und greifen Sie zu zertifizierten Textilien.

Der Global Organic Textile Standard (GOTS)

Der Global Organic Textile Standard (GOTS) garantiert eine umwelt- und sozialverantwortliche Fertigung von Textilien über die gesamte textile Produktionskette. Nur Textilien, die mindestens aus 70% biologisch erzeugten Naturfasern bestehen, können mit dem Logo GOTS gekennzeichnet werden.

Ökotex 100

Bei dem Siegel Ökotex Standard 100 werden Textilien umfassenden Schadstoffprüfungen unterzogen. Es gelten strenge Grenzwerte für sämtliche gesundheitsgefährdende Substanzen, sodass Fabrikate mit diesem Aufdruck als hautfreundlich und gesundheitlich unbedenklich einzustufen sind.

100% Bio-Baumwolle

100% Bio-Baumwolle bedeutet, dass die Produkte frei von Pestiziden, Insektiziden und anderen toxischen Materialien sind. Bei dem Anbau und der Produktion von Bio-Baumwolle wird zudem bedeutend weniger Wasser verbraucht als es bei herkömmlicher Baumwolle der Fall ist. Die Bio-Landwirtschaft ist ein Produktionssystem, bei der die Gesundheit der Böden, Ökosysteme und Menschen im Mittelpunkt steht. Es werden ausschließlich natürliche, unbehandelte, GVO-freie Samen eingesetzt.

Sozialaudits für Fabriken

Wussten Sie, dass real Gründungsmitglied der Business Social Compliance Initiative, kurz BSCI ist? Die BSCI ist ein Zusammenschluss europäischer Handelsunternehmen und Markenhersteller, der sich zum Ziel gesetzt hat, entlang der gesamten Produktions- und Lieferkette gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter sicherzustellen. real fordert schon seit 2015, dass für alle Produktionsstätten in Risikoländern (z.B. China und Bangladesch), in denen unsere Eigenmarken-Textilien hergestellt werden, ein ausreichend gutes und natürlich gültiges BSCI Audit vorliegt.

Ebenfalls ist real Mitglied im Bangladesh Accord - einem Abkommen über Brand- und Gebäudeschutz in der Bekleidungsindustrie in Bangladesch. Mehr Transparenz sowie sichere Arbeitsplätze in den Nähfabriken in Bangladesch sind Inhalte des Abkommens.

Ausschluss kritischer Produkte

Besonders kritische Produkte oder Rohstoffe schließen wir schon heute konsequent aus unserem Sortiment aus. So verbieten wir Baumwolle aus Usbekistan, da der Baumwollanbau dort mit einem extrem hohen Wasserverbrauch verbunden ist, der dazu führt, dass weite Teile des Aralsees austrocknen. Zudem werden für die Ernte der Baumwolle in Usbekistan häufig Kinder aus der Schule genommen, um auf den Feldern zu helfen.

Auch die sogenannte „Sandblasting Methode“ schließen wir aus. Sandblasting ist ein Verfahren, um den Used-Look bei Jeans zu erzeugen. Dies ist mit Gesundheitsgefahren für die Arbeiter verbunden, da sich die kleinen Sandpartikel, mit denen die Jeans abgestrahlt werden, in der Lunge festsetzen und so schwere Erkrankungen auslösen können.

Darüber hinaus ist Tierschutz ein wichtiges Anliegen von real. Im Bereich Textilien distanzieren wir uns daher deutlich von Praktiken wie dem Lebendrupf von Gänsen, Enten und Angorakaninchen und verpflichten unsere Lieferanten vertraglich dazu, keine derartigen Produkte an uns zu liefern. Auch die sogenannte „Mulesing-Methode“ bei Merino-Schafen schließen wir aus. Beim Mulesing wird die Haut rund um den Schwanz von Schafen entfernt, häufig ohne diese zu betäuben. Die Methode wird vor allem bei Merino-Schafen in Australien und Neuseeland angewandt, um den Befall mit Fliegenmaden zu verhindern.

Unsere 10 goldenen Regeln für Eigenmarken-Textilien

  1. Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit
  2. Verbesserung der Transparenz in der textilen Lieferkette
  3. Unterstützung sozialer Bündnisse wie BSCI und dem Bangladesh Accord
  4. Forderung eines guten Sozialaudits für alle Fabriken in Risikoländern in denen Eigenmarken-Textilien hergestellt werden
  5. Ausschluss von Tierquälerei (z.B. Lebendrupf, Mulesing Methode)
  6. Ausschluss von Baumwolle aus Usbekistan
  7. Ausschluss der Sandblasting Methode bei Jeans
  8. Ausweitung der Textilien mit Nachhaltigkeitssiegel (z.B. GOTS und Biobaumwolle)
  9. Durchführung eigener Qualitätsüberprüfungen (z.B. Farbechtheit, PH Wert)
  10. Unterstützung des Recyclings alter Textilien (Container auf Parkplätzen der Real Märkte)