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Lagerfeuer - Essen unter freiem Himmel

Essen am Lagerfeuer bedeutet Genießen in schöner Atmosphäre.

1. Lagerfeuer-Essen: Klassiker und raffinierte Gerichte

Lagerfeuer bringen nicht nur einen Hauch von Freiheit und Abenteuer in Ihren Alltag, sie eignen sich auch hervorragend, um Essen darüber oder darin zuzubereiten. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, wie Sie ganz leicht raffinierte Grillgerichte sowie echte Klassiker am urig flackernden Feuer zaubern können, zum Beispiel…

  • … knuspriges Stockbrot,
  • … herzhafte Pizza Calzone,
  • … saftige Maiskolben und bunte Grillspieße,
  • … herzhaftes gegartes Grillgemüse und delikater Fisch oder auch
  • … Süßes wie Marshmallows.

Für fortgeschrittene Kochbegeisterte haben wir außerdem noch einige Profi-Tipps vorbereitet. Was Sie generell beachten sollten, wenn Sie am Lagerfeuer Essen zubereiten möchten, erklären wir Ihnen ebenfalls – immerhin soll der „Outdoor-Herd mit Natur-Flamme“ so schnell und unkompliziert wie möglich angefeuert und am Ende wieder sicher gelöscht werden.

1.1 Rezept für Stockbrot

Stockbrot ist der Lagerfeuerklassiker schlechthin. Es ist leicht vorzubereiten und auch für Kinder prima geeignet. Wir zeigen Ihnen im folgenden Rezept, wie ein Stockbrot aus Hefeteig gelingt!

Rezept: Stockbrot

Knuspriges Stockbrot ist ein Klassiker am Lagerfeuer.

Zutaten für den Hefeteig

  • 500 g Mehl
  • 1/2 Hefewürfel oder 1 Pck. Trockenhefe
  • 250 ml Milch oder Wasser
  • 100 ml Öl oder vergleichbare Menge Butter
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Prise Zucker

Zubereitung

1. Verkneten Sie die Zutaten zu einer glatten Masse; am besten geht dies mit einem Handmixer mit Knethaken.

2. Lassen Sie den Stockbrotteig etwa 60 Minuten zugedeckt gehen.

3. Nehmen Sie einzelne Portionen des Teiges und rollen Sie sie zu Rollen.

4. Umwickeln Sie die rindenlosen Enden der Stöcke mit den Teigrollen und achten Sie darauf, auch die Spitze zu bedecken, damit das Holz über dem Feuer nicht anbrennt.

5. Backen Sie das Stockbrot über dem Feuer, bis es hellbraun ist; drehen Sie den Stock dabei kontinuierlich, damit der Teig gleichmäßig backt.

6. Lassen Sie das fertige Brot etwas abkühlen und essen Sie es direkt vom Stock.

Welche Stöcke für Stockbrot und wie bereitet man sie vor?

Ein Grillrohr erleichtert die Zubereitung von Stockbrot am Lagerfeuer.

Am besten nehmen Sie gerade Äste eines ungiftigen Baumes, wie zum Beispiel Hasel. Befreien Sie eine Hälfte mit einem Taschenmesser von der Rinde und spitzen Sie das Ende dieser Seite ein wenig an. Eine andere Möglichkeit stellen Stockbrot- oder Grillrohre aus Metall dar. Da sie im Gegensatz zu Holzstöcken feuerfest sind, müssen Sie die Spitze nicht mit Stockbrotteig bedecken.

Darüber hinaus können Sie auch pikante Varianten von Stockbrot zubereiten und so Abwechslung in Ihr Lagerfeuer-Essen bringen. Verfeinern Sie den Teig beispielsweise mit:

  • Kräutern und Gewürzen
  • Geschnittenen Oliven
  • Speckwürfeln
  • Käse

Naschkatzen kreieren sich einen Leckerbissen, indem sie das Rezept leicht variieren und Butter statt Öl nehmen, ein Ei zugeben sowie ein Päckchen Vanillezucker unterkneten.

Was kann man zu Stockbrot essen?

Zu Stockbrot bieten sich viele Beilagen an. Neben Fleisch wie Stockwurst, Lammwürstchen und klassischer Bratwurst stellen vor allem cremige und frische Speisen perfekte Ergänzungen dar, wie Krautsalat, Soßen und Dips. Doch auch Feuerkartoffeln schmecken zu Stockbrot hervorragend, während Fächerkartoffeln gleichzeitig ein optisches Highlight sind.

Entdecken Sie auch unsere Rezepte für leckere Salate, wie Waldorfsalat, Rheinischen Nudelsalat und Couscoussalat.

1.2 Rezept für Pizza Calzone

Sie haben ein Grillrost und Lust auf ein italienisch angehauchtes Lagerfeuer-Essen? Dann verarbeiten Sie den Stockbrotteig einfach zu einer Pizza Calzone:

1. Formen Sie eine Portion Teig zu einem flachen Kreis.

2. Belegen Sie eine Hälfte mit Tomatensoße, Gemüse, Speckwürfeln, Käse oder anderen Zutaten nach Wunsch.

3. Klappen Sie die unbelegte Hälfte über die andere und drücken Sie die Ränder fest zu.

4. Legen Sie die Pizza auf den Grillrost und backen Sie sie, bis der Teig schön braun ist.

Den Rost können Sie entweder an einem Dreibein über die Flammen hängen oder auf Steinen ablegen und die Pizzataschen darauf backen.

1.3 Maiskolben, Fleisch und Gemüse: Leckeres vom Spieß

Geschnitzte oder mitgebrachte Spieße eignen sich keineswegs nur für Brot: Bohren Sie damit ein Loch in einen Maiskolben, können Sie ihn aufspießen und mit etwas Fett bestrichen über dem Feuer rösten. Oder Sie stellen bunte Grillspieße aus verschiedenen Gemüse- und Fleischstücken zusammen. Die Stöcke sollten hierfür etwas feiner angespitzt werden, damit sie leicht durch das Grillgut gleiten.

Ein Rezept für gegrillte Maiskolben mit Kräuterbutter finden Sie hier.

Aber Vorsicht: Trockene Holzstöcke oder -spieße können an- oder verbrennen. Am besten eignen sich Metallspieße mit isoliertem Griff, um über dem Lagerfeuer Essen zu braten.

1.4 Alufolie und Blätter statt Kochtopf

Am Lagerfeuer zu essen bietet Ihnen einige Vorteile – zum Beispiel benötigen Sie zum Kochen kein Geschirr und müssen sich auch nicht um den Abwasch kümmern. Viele Lebensmittel lassen sich prima in Alufolie garen:

1. Sie können Kartoffeln, Fisch, Käse, Gemüse oder Obst in Alufolie einwickeln und eventuell etwas Fett, Kräuter und Gewürze hinzugeben.

2. Das gut verschlossene Päckchen in die Glut legen.

3. Wenn die Speisen gar sind, können Sie sie direkt aus der Folie essen.

Alternativ können Naturliebhaber auf Alufolie verzichten und das Essen stattdessen in ungiftige Blätter einschlagen, etwa vom Huflattich.

Tipp: Wenn Sie die Kartoffeln zuhause vorkochen, können Sie am Lagerfeuer Zeit sparen, weil die Garzeit in der Glut ansonsten recht lang ist.

1.5 Nachtisch aus der Naturküche

Gegrillte Marshmallows sind bei Groß und Klein beliebt.
Marshmallows sind ein beliebtes Essen am Lagerfeuer.

Nicht nur Liebhaber würzig-deftiger Gerichte kommen am Lagerfeuer auf ihre Kosten, auch für Naschkatzen gibt es zahlreiche Leckereien vom Feuer. Süßes, das auf dem Speiseplan für die Outdoor-Küche stehen kann, ist unter anderem:

  • Marshmallows: Gegrillt sind die Zuckerschaum-Röllchen außen knusprig und innen schaumig-süß, vergleichbar mit Zabaione.
  • Gebackene Banane: Simpel und köstlich: Legen Sie die Banane samt Schale kurz in die Glut und öffnen Sie diese danach – nun können Sie die gebackene Frucht auslöffeln. Als besonderes Extra können Sie die Schale einschneiden und ein Stück Schokolade hineinschieben, bevor Sie die Banane in die Glut legen – ein himmlischer Genuss.
  • Gefüllte Teigtaschen: Stellen Sie einen süßen Stockbrotteig wie oben beschrieben her und füllen Sie runde, flache Portionen mit Obst-, Marzipan- oder Schokoladenstückchen. Auf einem Rost gebacken, erhalten Sie leckere Teigtaschen, die Teilchen vom Bäcker in Nichts nachstehen.

1.6 Für Profis: Grillrost, Fischkorb, Eintopf und Pfanne

Sie möchten am Lagerfeuer Essen auf vielfältigere und anspruchsvollere Weise zubereiten als mit Stöcken und Spießen? Mit verschiedenen Hilfsmitteln können Sie die Möglichkeiten am Naturherd erweitern und dort zum Beispiel auch kochen:

  • Einen robusten Topf bzw. eine robuste Pfanne können Sie an einem Dreibein über das Feuer hängen oder mithilfe von Steinen sowie gusseisernen Gestellen über die Glut stellen. So können Sie darin leicht verschiedene Lebensmittel wie Eintöpfe kochen, garen und braten.
  • Für das Grillen von Fisch eignen sich spezielle aufklappbare Gitterkörbe an langen Stäben.
  • Ein Drehspieß erleichtert das Braten besonders großer Stücke Fleisch.

2. Das Lagerfeuer: So gelingt es mit Sicherheit

Feuer kann buchstäblich brandgefährlich werden, weshalb Sie einige Sicherheitsvorkehrungen treffen und Hinweise beachten sollten, wenn Sie ein Lagerfeuer machen und daneben essen möchten. Zusätzlich geben wir Ihnen nachfolgend einige Tipps zur Vorbereitung, etwa zum idealen Ort und zur richtigen Aufschichtung.

2.1 Der richtige Ort

Auf folgende Aspekte sollten Sie bei der Ortswahl für das Lagerfeuer achten:

  • Machen Sie kein Feuer im Wald und halten Sie genug Abstand zu Waldflächen.
  • Wählen Sie sandigen oder erdigen Untergrund. Steine können durch die Temperaturunterschiede bersten.
  • Stellen Sie sicher, dass keine brennbaren Gegenstände in der Nähe sind (Äste, Bäume, Reetdächer, Heuballen, Holzstapel usw.).
  • Umfassen Sie die Feuerstelle mit Steinen (Ziegelsteinen) oder einem Erdwall.
  • Stellen Sie Löschzubehör bereit (Feuerlöscher, Wassereimer, Löschdecke, Sand).

Tipp: Eine Feuerschale leistet Ihnen gute Dienste, wenn Sie auf dem Boden keinen geeigneten Feuerplatz finden oder die Lagerfeuer-Romantik bequem im eigenen Garten genießen möchten.

2.2 Das Feuer richtig aufschichten und anzünden

Die Sicherheit ist bei einem Lagerfeuer besonders wichtig.
Ein Lagerfeuer sollte nicht zu groß sein, um die Sicherheit nicht zu gefährden.

Mit den folgenden Tipps gelingt das Lagerfeuer ganz leicht:

1. Legen Sie Starter (trockene Flechten oder Zapfen, Gräser oder Baumrinde, da sie sehr brennbar sind) in die Mitte des Feuerplatzes.

2. Schichten Sie darüber pyramidenartig trockene Holzscheite und lassen Sie eine Lücke frei, um die Starter anzünden zu können.

3. Achten Sie darauf, dass das Lagerfeuer nicht zu groß wird; ein Durchmesser von unter einem Meter ist ein guter Richtwert. Ab einer bestimmten Größe müssen Feuer angemeldet werden.

4. Als Anzündhilfe eignen sich zum Beispiel Grillanzünder, die Sie etwa mit einem Stabfeuerzeug anzünden können.

Achtung: Verwenden Sie niemals Spiritus oder vergleichbare Brandbeschleuniger zum Anzünden des Feuers.

Das brennende Feuer müssen Sie immer beaufsichtigen. Achten Sie auch auf Wind und Funkenflug. Drohen Funken auf brennbare Materialien zu fliegen, löschen Sie das Feuer sicherheitshalber.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Kinder anwesend sind: Ein Kind kann die möglichen Gefahren eines Feuers oft noch nicht richtig einschätzen, weshalb Sie entsprechend wachsam sein sollten.

2.3 Das Lagerfeuer löschen

Um Unfälle zu vermeiden, sollten Sie beim Löschen des Lagerfeuers sorgfältig vorgehen:

  • Idealerweise sollte das Feuer komplett herunterbrennen. Legen Sie daher nicht bis zuletzt Holz nach.
  • Zum Löschen gießen Sie Wasser, zum Beispiel aus einem Eimer, über das Feuer, bis es nicht mehr zischt und qualmt.
  • Kleine Feuer können Sie auch mit Sand und Erde löschen. Sie sollten unbedingt darauf achten, dass es darunter nicht mehr brennt oder glimmt.
  • Bevor Sie die Feuerstelle verlassen, versichern Sie sich, dass das Feuer wirklich aus ist. Nutzen Sie einen Stock, um die Asche nach Resten von Glut und Qualm zu durchsuchen.