Grillen deluxe: das amerikanische Barbecue

In Deutschland versteht man unter dem Begriff „Barbecue“ meist das Grillen selbst oder eine Grillparty ‒ man lädt zum Barbecue ein. Es gibt jedoch große Unterschiede zwischen „Grillen“ und einem Barbecue. Beim Grillen liegt das Fleisch oder anderes Grillgut dicht über der Hitzequelle. Die Hitze gart das Grillgut bei hohen Temperaturen ab etwa 150 Grad in kurzer Zeit und meist unter mehrfachem Wenden. Beim Barbecue-Verfahren liegt das Grillgut dagegen nicht direkt an der Hitzequelle. Es wird vielmehr bei Temperaturen ab 90 Grad langsam gegart, und zwar durch heiße Luft oder durch Holzkohlerauch, die von der Hitzequelle zum Grillgut gelangen. Beim Barbecue muss das Grillgut außerdem nicht gewendet werden.

Während Geräte zum Grillen meist nach oben offen sind und dabei Hitze und Rauch in die Umgebungsluft abgeben, haben Barbecue-Grills eine geschlossene Form, in der der Rauch beziehungsweise die heiße Luft eingeschlossen werden. Kugelgrills sind Geräte, in denen man Fleisch und anderes Grillgut mit der Barbecue-Methode garen kann. Das Grillgut liegt hier so hoch wie möglich über der Hitzequelle. Holzkohle oder Briketts werden seitlich in die Grillschale gelegt, während das Grillgut mittig auf dem Rost liegt. Der Deckel des Kugelgrills wird geschlossen, sodass die Hitze nicht entweicht, wie es auch in einem Backofen der Fall ist.

Barbecue: Grillen für Genießer

Ein Barbecue-Grill ist ein geschlossenes System, er hat also immer einen Deckel. Die Vorteile eines solchen Grillgerätes liegen auf der Hand:

  • Großes Grillgut, wie ganze Hähnchen oder Braten, können ohne Wenden gegart werden.
  • In einem Barbecue-Grill kann zunächst unter großer Hitze kross angebraten werden. Im Anschluss wird die Hitze herunter geregelt.
  • Das Grillgut wird in heißem Dampf sanft und gesund gegart. Es bleibt saftig und zart, die Nährstoffe bleiben erhalten.
  • In einem Barbecue-Grill ist praktisch ausgeschlossen, dass die Ränder des Grillguts verbrennen, während es im Inneren noch roh ist.

Weil die Temperaturen nicht so hoch sind wie beim direkten Grillen, braucht das Barbecue seine Zeit. Die Ergebnisse sind geschmacklich jedoch so überzeugend, dass man sich und dem Grillgut diese Zeit gönnen sollte. Und auch wenn die Neugier zu groß wird und man einmal nach dem Grillgut sehen will: Bitte nicht nachschauen! Durch das Öffnen der Garkammer entweicht die Hitze, und der Garvorgang verlängert sich um etwa 15 Minuten.

Die Krönung des Barbecues: die Saucen

Barbecue-Saucen bekommt man in zahlreichen Geschmacksrichtungen. Kreationen nach eigenen Rezepturen und aus frischen Zutaten verleihen dem Grillgut die Geschmacksnote, die man haben will. Es werden zwei Arten von Barbecue Saucen unterschieden: Die erste Art wird zum Ende des Grillvorgangs auf das Grillgut gegeben, während die zweite Variante während des Garvorgangs immer wieder auf das Grillgut gestrichen wird. Die erste Art Sauce ist dickflüssig und enthält meist viel Zucker, Honig oder andere süße Bestandteile, die dem Grillgut eine Art Karamellschicht geben. Diese Barbecue-Saucen reicht man auch zum anschließenden Verzehr der gegrillten Köstlichkeiten.

Die Soßen zum wiederholten Einstreichen des Grillguts, in Amerika „Mops“ genannt, sind flüssig und sollten keine Süßstoffe enthalten, da diese verbrennen und den Geschmack beeinträchtigen können. Barbecue-Soßen mit Wein oder Bier, Essig oder Worcestershire-Sauce mit Gewürzen wie Knoblauch, Chili, Pfeffer und Zwiebeln verleihen dem Grillgut herzhafte Noten.

Mit diesen Informationen zum Barbecue können Sie Freunde und Familie überraschen und wie in Amerika grillen. Viel Spaß und guten Appetit!

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