Mönchengladbach - Reyerhütte, 20.9.2018
Teller statt Tonne – Aktiv gegen Lebensmittelverschwendung

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Die Düsseldorfer real Märkte sind ab sofort „Too Good To Go“-Partner

Die Vereinten Nationen haben das Ziel formuliert, die Lebensmittelverschwendung bis zum Jahr 2030 zu halbieren. Denn weltweit landen jährlich 1,3 Milliarden Tonnen essbarer Lebensmittel im Müll. Ein großer Teil wäre vermeidbar – und das entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Als großes Handelsunternehmen ist sich real seiner Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft bewusst. So plant grundsätzlich jeder real Markt die Bestellungen möglichst so, dass größere Warenüberhänge überhaupt gar nicht erst entstehen können, um somit auch die Vernichtung von Lebensmitteln zu verhindern. Das gelingt jedoch in der Praxis nicht immer. Lebensmittel, die noch nicht abgelaufen, aber überschüssig sind, werden regelmäßig an lokale karitative Einrichtungen wie die Tafel abgegeben. Seit kurzem arbeiten nun auch alle Düsseldorfer real Märkte zusätzlich mit „Too Good To Go“ zusammen und bieten in der mobilen App Ware zu einem vergünstigten Preis an. Zunächst werden ausschließlich Produkte aus der Obst- und Gemüseabteilung angeboten.

„Wir fangen erst einmal nur mit einer Abteilung an, um zu prüfen, wie gut das Angebot von unseren Düsseldorfer Kunden angenommen wird“, sagt Kersten Rausch, real Regionalleiter Region West. „Wenn es gut läuft, bauen wir diesen Service aus und nehmen zum Beispiel Pro-dukte aus unserer Hausbäckerei mit auf.“ Für drei Euro bekommt der Kunde eine Tüte vollgepackt mit leckerem Obst und Gemüse. Der eigentliche Warenwert ist aber deutlich höher. Der Kunde selbst weiß nicht, was genau in die Tüte kommt. Das können Äpfel, Bananen, Gurken oder auch Kartoffeln sein. Die überschüssige oder nicht dem Standard entsprechende Ware kann in einem bestimmten Zeitfenster, das beim Kauf in der App mitgeteilt wird, im real Markt abgeholt werden.

Minimaler Aufwand - große Vorteile

real arbeitet bereits in der Markthalle Krefeld mit „Too Good To Go“ zusammen. „Als uns die App vorgestellt wurde, waren wir sofort begeistert. Denn jedes Produkt, das wir wegwerfen müssen, ist eins zu viel. Mit diesem neuen Serviceangebot können wir gemeinsam mit unseren Kunden der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken“, erklärt Kersten Rausch. Bereits die ersten Wochen waren ein voller Erfolg. Mittlerweile kommen viele Kunden regelmäßig in die Markthalle, um sich ihre „Too Good To Go“-Tüte abzuholen. „Wir haben uns in den ersten zwei Monaten eine richtige „Too Good To Go“-Stammkundschaft aufgebaut. Das sind zum einen nicht nur die typischen Sparfüchse, sondern vor allem Leute, die etwas gegen die Lebensmittelverschwendung unternehmen wollen. Von Jung bis Alt ist alles dabei“, so Rausch. Aufgrund des guten Zuspruchs bieten nun auch weitere real Märkte überschüssige Ware in der „Too Good To Go“-App an. So auch die real Märkte in Düsseldorf-Bilk und Düsseldorf-Heerdt und in der Emmas Enkel Filiale an der Schlüterstraße sowie die real Märkte in Mönchengladbach und Grevenbroich.

Und so geht’s: Programm herunterladen, Angebot auswählen, über die App bezahlen und mit dem Kaufbeleg die fertig gepackte Ware im jeweiligen real Markt abholen. Das Warenangebot kann real variabel in der Anwendung anpassen – je nachdem, wie viel Ware an dem jeweiligen Tag übrig ist. „Mit der App können wir aktiv etwas gegen Lebensmittelverschwendung unter-nehmen und viele unserer Kunden freuen sich, dass sie zusätzlich auch noch sparen können“, sagt real Regionalleiter Region West Kersten Rausch.

Too good to go - Start-up auf Erfolgskurs

Die App „Too Good To Go“ gibt es bereits in neun Ländern. In kurzer Zeit ist „Too Good To Go“ zu einem der vielversprechendsten Start-ups in Europa geworden. Aktuell beteiligen sich insge-samt über 10.000 gastronomische Betriebe und über fünf Millionen Nutzer. Dadurch wurden bereits knapp 7 Millionen Mahlzeiten gerettet. Umgerechnet konnten somit 14.000 Tonnen CO2 eingespart und wertvolle Ressourcen geschont werden.

© real GmbH

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