Bereit für die Schule?

Mit Schwung in die Schule

Die Kindergartenzeit neigt sich dem Ende zu und der Schulstart rückt näher. Ist Ihr Kind bereit für die Schule? Was müssen Sie jetzt tun und wie läuft das alles überhaupt ab? Wir helfen Ihnen, den Überblick zu behalten, und bieten Ihnen Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wann ist mein Kind schulpflichtig?

Dies wird mit einer sogenannten Stichtagsregelung entschieden. Das Datum ist für jedes Bundesland unterschiedlich. Vollendet Ihr Kind zum Stichtag das 6. Lebensjahr, so wird es im gleichen Jahr auch schulpflichtig. Kinder, die nach dem Stichtag im selben Jahr 6 werden, werden „Kann-Kinder“ genannt. Hier besteht die Möglichkeit, eine Einschulung zu beantragen. Wie genau das abläuft, können Sie bei der Grundschule direkt erfragen.

Was muss ich tun, wenn mein Kind schulpflichtig ist?

Wenn Ihr Kind schulpflichtig ist, meldet sich die Schulverwaltung Ihrer Gemeinde automatisch bei Ihnen. Sie werden dann ca. 10 bis 11 Monate vor Schulbeginn per Post dazu aufgefordert, Ihr Kind an einer Grundschule anzumelden. Ob Sie die Schule für Ihr Kind frei wählen können oder ob Sie sich z.B. an Schuleinzugsbezirke halten müssen, können Sie bei der Schulverwaltung erfragen.

Kann ich mein Kind vorzeitig einschulen?

Ihr „Kann-Kind“ ist jünger als 6, aber eigentlich schon bereit für die Schule? Wenn Sie eine vorzeitige Einschulung beantragen möchten, müssen Sie einen formlosen Antrag an die Grundschule stellen. Die Grundschulleitung wird sich dann mit Ihnen und Ihrem Kind zusammensetzen und einen Einschulungstest durchführen, den Ihr Kind bestehen muss. Zur Absicherung kann die Schulleitung noch eine schulärztliche Untersuchung durchführen lassen, in der dann die Schulreife bestätigt wird. Das Wohl Ihres Kindes steht hier an erster Stelle.

Wo findet die Anmeldung statt?

Die Anmeldung findet direkt in der Grundschule selbst statt. Termine hierzu werden von den Schulen individuell festgelegt. Nehmen Sie Ihr Kind am besten mit zur Anmeldung. So kann sich die Schulleitung selbst ein Bild machen. Aber Achtung: Angemeldet bedeutet nicht automatisch, dass Ihr Kind auch angenommen ist. Erst wenn das Anmeldeverfahren abgeschlossen ist, entscheidet die Schulleitung, ob Ihr Kind angenommen wird oder nicht.

Wie läuft das Anmeldeverfahren ab?

Beim Anmeldeverfahren werden sogenannte Einschulungstests durchgeführt. Dabei werden spielerisch die geistigen, emotionalen und körperlichen Fähigkeiten Ihres Kindes eingeschätzt. Hierbei geht es nicht darum, die meisten Punkte zu erreichen. Der Gesamteindruck entscheidet am Ende darüber, ob Ihr Kind bereit für die Schule ist.

Was mache ich, wenn der Einschulungstest schlecht ausfällt?

Sie kennen Ihr Kind am besten, deshalb werden Sie die Ergebnisse des Tests nicht überraschen. Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Falls Ihr Kind noch mehr gefördert werden muss, ist dies meist schon bei einer U-Untersuchung oder im Kindergarten aufgefallen. Grundsätzlich gilt, dass ein ärztliches Schreiben notwendig ist, um dann eine „verspätete“ Einschulung beantragen zu können. Aber dieser Fall ist in jedem Bundesland unterschiedlich geregelt. Das Schulverwaltungsamt kann Ihnen Auskunft geben, welche Regelungen für Ihren Bezirk zutreffen.

Was muss mein Kind können, um schulreif zu sein?

  1. Geistige Reife
    Um dem Unterricht folgen zu können, sollte Ihr Kind zuhören, Konzentration halten und in der Lage sein, Sachverhalte wiederzugeben. Gedächtnis und Sprache sind eng miteinander verknüpft, deshalb fällt Ihrem Kind mit diesen Fähigkeiten – auch zu Hause – das Üben und Lernen deutlich leichter.
  2. Emotionale Entwicklung
    Ihr Kind sollte ein gesundes Selbstbewusstsein besitzen und sich zutrauen, selbstständig kleine Aufgaben zu erledigen, wie z.B. die Schuhe binden. Damit es schnell neue Freunde findet, ist es außerdem wichtig, dass respektvoll und offen miteinander umgegangen wird. Auch wenn mal etwas nicht klappt, sollte sich Ihr Kind nicht sofort entmutigen lassen. Dranbleiben lohnt sich! Wenn man eine knifflige Aufgabe nach ein paar Versuchen endlich lösen kann, ist das Erfolgserlebnis noch größer!
  3. Körperliche Reife
    Damit der Schulalltag nicht zu anstrengend für Ihr Kind wird, muss es auch grobmotorisch fit sein. Es sollte z.B. seinen Schulranzen alleine tragen und einige Schritte rückwärtsgehen können. Gute feinmotorische Fähigkeiten hingegen machen nicht nur das Schreibenlernen einfacher, sondern auch das Nachmalen von Zahlen und das Basteln im Kunstunterricht.

Wie kann ich mein Kind auf die Schule vorbereiten?

Ganz einfach: Machen Sie Lust aufs Lernen! Fördern Sie die Neugier und den Wissendurst Ihres Kindes – z.B. mit unseren Tipps und Übungen für den Alltag. Reimen Sie los, basteln Sie gemeinsam oder helfen Sie Ihrem Kind, den richtigen Schwung zu finden. Einfach herunterladen, ausdrucken und loslegen!

Schwungübungen

Beim Schreibenlernen will der Stift zuerst oft nicht so, wie er soll. Da helfen ein paar „Schwungübungen“ zur Vorbereitung – ganz ohne Druck und mit lustigen Bildern.

Begleitende Übungen

Wir haben ein paar einfache Übungen zusammengestellt, mit denen Sie Ihr Kind ganz spielerisch auf den Einschulungstest vorbereiten können.

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