Wie viele Süßigkeiten dürfen Kinder naschen?

Süßigkeiten

Kinder lieben Süßigkeiten. Für Eltern ist der Konsum von Süßigkeiten oft ein schwieriges Thema, denn es ist nicht immer einfach, das richtige Maß zu finden. Lesen Sie hier Tipps, wie viele Süßigkeiten für Kinder in Ordnung sind und wie Familien mit dem Hunger nach Süßem am besten umgehen.

Warum lieben Kinder Süßigkeiten?

Warum Kinder Süßigkeiten ganz besonders gerne mögen, ist wissenschaftlich noch nicht endgültig geklärt. Sicher ist aber, dass die Vorliebe für Süßes bei jedem Menschen angeboren ist und sich erst im Laufe der Zeit weitere Vorlieben für verschiedene Geschmacksrichtungen herausbilden. Forscher vermuten, dass die Prägung bereits im Mutterleib erfolgt, denn sowohl das Fruchtwasser als auch später die Muttermilch haben einen leicht süßlichen Geschmack. Darüber hinaus wachsen vor allem Kleinkinder sehr schnell und brauchen dementsprechend viele Kalorien. Auch deswegen ist der Hunger nach Süßigkeiten bei jüngeren Kindern besonders groß. Wie bei den meisten Lebensmitteln gilt deshalb auch für Süßigkeiten: In Maßen genossen, gehört Süßes zu einer ausgewogenen Ernährung dazu.

Süßigkeiten nur in Maßen genießen

Wie viele Süßigkeiten ein Kind naschen darf, hängt unter anderem vom Alter der Kinder ab. Je nach Alter variiert auch der Kalorienbedarf. So brauchen Kinder zwischen vier und sechs Jahre beispielsweise 1.800 Kilokalorien (kcal) pro Tag. Bei Teenagern zwischen 13 und 14 Jahren liegt der Bedarf bereits bei 2.200 kcal für Mädchen und rund 2.500 kcal für Jungen.

Für eine ausgewogene Ernährung sollten Kinder ihren Kalorienbedarf vor allem mit gesunden Lebensmitteln wie Gemüse, Obst oder Getreideprodukten decken. Einen guten Anhaltspunkt bietet die Ernährungspyramide. Süßigkeiten sollten immer nur als „Sahnehäubchen“ obendrauf kommen. Die folgende Aufstellung gibt einen guten Überblick, wie viele Kilokalorien in beliebten Süßigkeiten versteckt sind:

  • Kartoffelchips (50 Gramm): 270 kcal
  • Marmorkuchen (70 Gramm): 265 kcal
  • Vollmilchschokolade (1 Riegel): 64 kcal
  • Nuss-Nougat-Creme (2 Teelöffel): 105 kcal
  • Butterkeks (1 Stück): 20 kcal
  • Marzipankartoffeln (1 Stück): 25 kcal

Versteckten Zucker mit einbeziehen

Neben den Lebensmitteln, in denen ganz offensichtlich Zucker enthalten ist, gibt es viele weitere Produkte, denen man einen hohen Zuckergehalt nicht auf den ersten Blick ansieht. Vermeintlich gesunde Fruchtjoghurts gehören ebenso dazu wie Müsliriegel oder der bei Kindern so beliebte Tomatenketchup. Auch diesen versteckten Zucker sollten Eltern bei den Überlegungen, wie viel das eigene Kind naschen darf, mit einbeziehen. Oft hilft dabei ein Blick auf die Zutatenliste auf der Packung. Besonders Kinderlebensmittel enthalten oft deutlich mehr Zucker als normale Lebensmittel für Erwachsene.

Klare Regeln statt Verbote

Nicht nur für Kinder gilt: Was verboten ist, wird erst recht interessant. Deswegen sollten Eltern ihren Kindern Süßigkeiten auch nicht gänzlich verbieten. Besser ist es, klare Regeln aufzustellen, wann und wie viele Süßigkeiten pro Tag erlaubt sind. Denn die Erfahrung zeigt: Dürfen Kinder zu Hause überhaupt nicht naschen, stopfen sie sich bei Freunden, Großeltern, im Kindergarten oder in der Schule erst recht mit den begehrten Naschereien voll.

Sind die Kinder bereits ein bisschen älter, kann man sie bei der Suche nach Regeln mit einbeziehen, damit sie einen eigenverantwortlichen Umgang mit den Süßigkeiten lernen. Auch beim Naschen haben Eltern eine Vorbildfunktion. Sie sollten sich also möglichst selbst an die Regeln halten, die auch für die Kinder gelten. Wer also lieber Schokolade nascht, statt einen Apfel zu kauen, der darf sich nicht wundern, wenn die Kinder es nachmachen.

Tipps für den Umgang mit Süßigkeiten

  • Süßigkeiten sollten niemals ganze Mahlzeiten ersetzen. Deswegen gilt: Süßigkeiten ja, aber erst nach dem Essen. Nach dem Essen ist der Magen bereits voll. Anstelle der ganzen Tafel Schokolade isst das Kind fast von selbst nur einen Riegel.
  • Legen Sie eine Wochenration fest und bewahren Sie diese in einer speziellen Dose oder Tüte auf. Aus dieser Wochenration darf sich das Kind einmal am Tag etwas aussuchen. Größere Kinder können auch schon selbst entscheiden, wann und wie viel sie von ihrer Wochenration pro Tag naschen wollen. So lernen sie den bewussten Umgang mit Süßigkeiten.
  • Süßigkeiten vor dem Fernseher sind tabu, denn dabei nascht man sozusagen „nebenher“ und merkt am Ende gar nicht, wie viele Süßigkeiten man gegessen hat. Das gilt für Kinder ebenso wie für Erwachsene.
  • Halten die Kinder sich nicht an die vereinbarten Regeln, muss es altersgerechte Konsequenzen geben. Dazu kann gehören, dass es am nächsten Tag beispielsweise keine Süßigkeiten gibt.
  • Süßigkeiten sollten nur in Ausnahmefällen als Trost oder Belohnung eingesetzt werden.

Gesunde Süßigkeiten als Alternative

Haben Kinder Hunger auf Süßes, kann man ihnen statt Schokolade auch gesunde Snacks anbieten, die den Heißhunger auf Süßes stillen. Besonders geeignet sind süße Obstsorten wie Wassermelonen oder Weintrauben. Auch Honig- oder Marmeladenbrote stillen den „Süßhunger“ und sind deutlich gesünder als Schokolade und Co.

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