Wie Babys schlafen lernen – das müssen Sie wissen

Nach der Geburt des Babys sind die Tage für frischgebackene Mütter und Väter neuartig und spannend – allerdings auch die meisten Nächte. Ringe unter den Augen und permanentes Gähnen werden ein fester Bestandteil des Elterndaseins. Das muss nicht unbedingt sein, denn Babys können schlafen lernen. Dies kann vielleicht eine Zeit lang dauern, aber die ruhigen Nächte sind es wert.

Schlafen will gelernt sein: Die ersten Wochen sind unruhig

Zwar schläft ein Baby im ersten Lebensjahr etwa zwischen 14 und 16 Stunden, einen geregelten Schlaf muss es allerdings noch lernen. Denn aus dem Mutterleib kennt es keine Tag- und Nachtphasen und muss sich nach der Geburt erst daran gewöhnen. Das kann zwischen drei und sechs Monaten dauern. Bis dahin ist es völlig normal, dass das Baby auch nachts einige Male wach wird und schreit. Eltern können ihr Kind aber dabei unterstützen, seinen Schlafrhythmus zu finden und gut zu schlafen.

Optimale Schlafbedingungen schaffen – so schlafen Babys am besten:

  1. Für einen ruhigen Babyschlaf ist ein geeignetes Umfeld besonders wichtig. Ideal ist eine Raumtemperatur zwischen 16 und 18 Grad. Bei dieser Temperatur kommen die Kleinen zur Ruhe und können sich entspannen.
  2. Gute Luft ist ebenfalls von Vorteil. Bei Babys ist es da nicht anders als bei Erwachsenen. In einem stickigen Zimmer fällt es schwer sich zu entspannen und man kann einfach nicht befreit durchatmen. Deshalb sollte das Fenster im Kinderzimmer oft genug geöffnet werden. Dabei gilt es jedoch unbedingt darauf zu achten, dass das Baby nicht im Durchzug liegt.
  3. Außerdem sollte das Bettchen nicht an warmen Bereichen stehen, wie etwa neben der Heizung. Durch die unnatürliche Hitze gerät die Körpertemperatur von Kindern schnell aus dem Gleichgewicht und sie werden unruhig.
  4. Darüber hinaus sollte der Schlafplatz ein Ort der Ruhe und Erholung sein. Das Bettchen sollte also nicht mit unzähligen Spielsachen, lauten Spieluhren oder Decken überfrachtet werden. Der Lieblingsteddy oder die Schmusedecke reichen als mögliche Einschlafhilfe völlig.

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Vor dem Einschlafen Rituale finden

Abendrituale helfen beim Einschlafen, denn Verlässlichkeit und immer wiederkehrende Rituale geben Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Deshalb sollte beim Übergang vom Tag in den Abend eine gewisse Routine einkehren, die sich allabendlich wiederholt. Füttern oder das gemeinsame Abendessen, waschen, umziehen, Zähne putzen sind gute Möglichkeiten, um für Struktur zu sorgen. Diese Abendrituale werden dann am besten zu festen Zeiten und immer in der gleichen Reihenfolge wiederholt.

Mit welchem Ritual das Baby in den Schlaf begleitet wird, ist seinen und den Bedürfnissen und Gewohnheiten der Eltern überlassen. Manche wollen in den Schlaf gesungen werden, andere möchten eine Geschichte hören, und wieder andere brauchen eine Extraportion Streicheleinheiten. Dabei sollte es sich aber um ruhige Aktivitäten handeln. Toben, Kitzeln oder andere Reize sorgen nur dafür, dass das Kind aufgedreht ist und erst recht nicht einschlafen kann. Außerdem ist es wichtig, dass das Ritual auch konsequent und eindeutig beenden wird, beispielsweise nach dem Lied oder der Geschichte das Kind zudecken, einen Gutenachtkuss geben, das Licht ausmachen und das Zimmer verlassen. So lernt das Baby, ohne die Hilfe seiner Eltern einzuschlafen.

Kleine Tipps zum Schluss: So lernen Kinder, schneller einzuschlafen

Auch der Tagesverlauf ist entscheidend dafür, ob das Kind abends gut einschlafen kann. Natürlich möchte man mit dem Kind tagsüber einiges erleben und der Alltag soll möglichst spannend sein. Aber es sollte stets darauf geachtet werden, den Tag nicht mit Terminen zu überladen, zu denen das Baby immer mitkommt. Denn dies hat oft zur Folge, dass das Kind von all den Eindrücken überdreht ist und abends nicht zur Ruhe kommt. Kinder verarbeiten vor dem Schlafen und vor allem in der Nacht die Ereignisse des Tages. Darin sind sie in den ersten Lebensjahren noch nicht gut "trainiert" und deshalb schnell überfordert. Es spricht übrigens nichts dagegen, das Baby in seinem ersten Lebensjahr in einem eigenen Bettchen im Elternschlafzimmer schlafen zu lassen. Die enge Bindung und die Nähe zu den Eltern geben dem Kind Sicherheit. So wird dem Baby das Gefühl vermittelt, dass es nie allein ist und sich auf die Eltern verlassen kann. Dies ist besonders wichtig, da auch Babys durchaus Verlustängste haben können.

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