Wenn Babys alles in den Mund nehmen

Ob der Holzklotz, die eigene Hand oder gar die Stubenfliege – in der oralen Phase stecken Babys alles in den Mund, was nicht niet- und nagelfest ist. Was für Eltern mitunter einen unschönen Anblick bietet, ist für Babys ein notwendiger Schritt in ihrer Entwicklung. Warum die orale Phase so wichtig ist und was sie in dieser Zeit beachten sollten, zeigt "Meine Familie". 

Wichtig für Babys Entwicklung

Ab etwa dem sechsten Lebensmonat erkunden Babys ihre Umgebung dadurch, indem sie Dinge in den Mund stecken. Ihre anderen Sinne, wie Seh- oder Gehörsinn, sind noch nicht so gut entwickelt– Zunge und Lippen sind in dieser Phase die wichtigsten Sinnesorgane. Indem Babys an Gegenständen lutschen oder auf ihnen kauen, erhalten sie Informationen und lernen bereits, wie Dinge beschaffen sind: weich oder hart, glatt oder genoppt, kalt oder warm. In der oralen Phase machen Babys somit bedeutende Sinneserfahrungen.

Orale Phase:

Das sollten Sie beachten Die orale Phase ist für Eltern manchmal gar nicht so leicht: Sie möchten Gefahren von Babys fernhalten, aber gleichzeitig auch ihre Entwicklung unterstützen. Mit unseren Tipps bewerkstelligen Sie beides. 

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Babysichere Wohnung

Sobald Babys krabbeln können, wird ihr Entdeckungsdrang größer und das eigene Zuhause ausgiebig erforscht – vieles davon mit dem Mund. Beseitigen Sie mögliche Gefahrenquellen wie Medikamente, Putzmittel, giftige Pflanzen oder verschluckbare Kleinteile. Tipps für ein babysicheres Zuhause finden Sie im Artikel „Entdecker unterwegs: Machen Sie Ihre Wohnung babysicher“.

Sauber ja – steril nein

Forscher sind sich weitestgehend einig, dass die meisten Keime, mit denen Babys in Berührung kommen, die Abwehrkräfte der Kleinen stärken. Somit ist etwas verschluckte Erde oder gar die Stubenfliege völlig unbedenklich. Zwar ist eine hygienische Umgebung wichtig für die gesunde Entwicklung Ihres Kindes, Sterilität und Desinfizieren jedoch überflüssig. Was Sie für die Hygiene tun können: etwa einmal im Monat die Lieblingskuscheltiere waschen, regelmäßig genutztes Spielzeug reinigen und Schnuller bzw. Sauger im Wasserbad auskochen.

Mehr Spaß am Essen

Gerade in der oralen Phase gewinnt Essen mehr an Bedeutung: Babys befinden sich nun in einem Alter, in dem sie allmählich von Muttermilch zu fester Nahrung wechseln und auch diese mit großer Leidenschaft erforschen. Brötchen oder Gemüsescheiben aus Karotten, Gurken oder weichem Kohlrabi unterstützen den Kau- und Knabberdrang der Kleinen. Verzichten Sie auf kleinere Lebensmittel wie Nüsse, Bonbons oder Weintrauben, da Babys sich daran verschlucken könnten.

Abwechslung beim Spielen

Unterstützen Sie die orale Phase Ihres Babys, indem Sie ihm abwechslungsreiches Spielzeug zur Verfügung stellen. Ob glatt, noppig, flauschig oder mit Rillen: Je mehr unterschiedliche sinnliche Unterschiede die Kleinen erfahren, desto mehr wird ihr Tastsinn geschult.

Achten Sie beim Kauf von Spielzeug, dass es mit ungiftigen Lacken oder Farben behandelt ist. Der Hinweis „speichelfest“ gibt grünes Licht für kleine Entdecker in der oralen Phase.

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