Was sich für frisch gebackene Mütter so alles ändert

Frisch gebackene Mütter

Nach rund neun Monaten ist es geschafft: Frisch gebackene Mütter können sich an ihrem Kind meist gar nicht sattsehen und freuen sich auf die spannende Zeit, die nun vor ihnen liegt. Bei allen Glücksgefühlen schwingt dennoch meist ein kleines „Aber“ mit. Denn nicht nur Babys müssen nach der Geburt viel lernen und verarbeiten. Auch für frisch gebackene Mütter beginnt mit der Geburt ihres Kindes ein Lernprozess. Schließlich wirbelt ein Kind den gewohnten Alltag ganz schön durcheinander. Und auch körperlich durchlaufen frisch gebackene Mütter in der ersten Zeit nach der Geburt einige Veränderungen.

Nach der Geburt unbedingt Stress vermeiden

Dass nicht nur die Geburt selbst ganz schön anstrengend ist, sondern auch die Zeit danach, erleben die meisten Mütter. Schließlich muss das Leben mit einem Säugling komplett neu organisiert werden. Es ist daher für frisch gebackene Mütter besonders wichtig, sich nach der Geburt möglichst viel Ruhe zu gönnen und Stress weitgehend zu vermeiden. Um dies zu erreichen, sollten frisch gebackene Mütter möglichst die Familie und das unmittelbare Umfeld einspannen, zum Beispiel für Arbeiten im Haushalt oder die Erledigung von Formalitäten. Und auch Besuche von Freunden und Verwandten, die das neugeborene Baby natürlich sehen wollen, sollten in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt genau abgesprochen werden. Zu viele Besucher können nicht nur das Baby, sondern auch die Mutter überfordern.

Besonders wichtig sind entsprechende Ruhephasen für frisch gebackene Mütter, die unter dem sogenannten „Baby-Blues“ leiden, der meist vier bis fünf Tage nach der Geburt einsetzt. Er äußert sich unter anderem in plötzlichen Weinattacken. Gründe hierfür können Stillprobleme, Schlafentzug, Überforderung, aber auch eigene falsche Erwartungen sein. Für die meisten Mütter ist eine solche Phase, die in der Regel nicht länger als ein paar Tage anhält, normal. Leiden die frisch gebackenen Mütter jedoch länger unter dem Baby-Blues, kann es sich um eine Wochenbettdepression handeln, die in jedem Fall ärztlich behandelt werden muss.

Nachwehen, Wochenfluss und Stillen

Bei der Geburt eines Kindes leistet der Körper der Mutter Schwerstarbeit – und das macht sich in den ersten Tagen nach der Geburt deutlich bemerkbar. Erste Anzeichen sind die sogenannten Nachwehen, die bei frisch gebackenen Müttern unmittelbar nach der Geburt einsetzen und mehrere Funktionen erfüllen. Bei diesen Kontraktionen wird der Mutterkuchen abgestoßen und so die Gebärmutter Stück für Stück wieder auf ihre Normalgröße verkleinert. Bei Frauen, die ihr erstes Kind zur Welt gebracht haben, machen sich die Nachwehen meist nur durch ein leichtes Ziehen im Bereich des Unterbauches bemerkbar. Frisch gebackene Mütter, die bereits mehrere Kinder haben, spüren die Nachwehen meist deutlich heftiger. Eine weitere Funktion der Nachwehen ist es, bei den frisch gebackenen Müttern den sogenannten Wochenfluss in Gang zu setzen. Dabei handelt es sich um einen blutigen Ausfluss, der bis zu sechs Wochen anhält. Grund für diesen Wochenfluss ist die Wunde, die an der Gebärmutterschleimhaut entsteht, wenn sich dort nach der Geburt die Plazenta ablöst. Ist diese Wunde geschlossen, versiegt auch der Wochenfluss, der in den ersten Tagen nach der Geburt stärker sein kann als die gewohnten Regelblutungen.

War das Stillen des Neugeborenen für frisch gebackene Mütter vor noch nicht allzu langer Zeit in bestimmten Gesellschaftskreisen ein absolutes Tabu, gehört es heute ganz selbstverständlich dazu. Ganz so einfach ist Stillen allerdings nicht: Die frisch gebackenen Mütter und die Babys müssen sich beim Stillen erst einmal aufeinander „einspielen“. Da es sich aber um einen natürlichen Vorgang handelt, wissen sowohl die frisch gebackenen Mütter als auch die Babys meist instinktiv, was zu tun ist. Damit das Baby stets genau die Nährstoffe bekommt, die es braucht, verändert sich die Muttermilch in verschiedenen Phasen. In den ersten Tagen nach der Geburt produzieren die frisch gebackenen Mütter die sogenannte „Vormilch“, die reich an Abwehrkörpern, Eiweiß und Vitaminen ist. Sie dient unter anderem dazu, das Immunsystem des Babys zu unterstützen. Ungefähr am vierten Tag nach der Geburt verändert sich die Muttermilch der frisch gebackenen Mütter. Ab der zweiten Lebenswoche wird dann die sogenannte „reife Muttermilch“ gebildet. Sie enthält unter anderem wichtige Schutzstoffe, Präbiotika und LCP-Fettsäuren, die unter anderem für die Weiterentwicklung von Sehvermögen, Gehirn und Nervensystem wichtig sind.

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