Was dürfen Lehrer: Leitfaden für Eltern und Schüler

Mit dem Eintritt ins Schulalter beginnt für Kinder eine aufregende Zeit. Sie bekommen viele neue Aufgaben gestellt, lernen Lesen, Schreiben und natürlich auch viele neue Freunde kennen. Darüber hinaus werden sie in zahlreichen Fächern unterrichtet und es muss viel Neues erfasst werden: Wo liegt eigentlich Italien? Wie viel ist 5 und 8? Und wo kommen meine Nahrungsmittel her? Die unterschiedlichen Fächer werden dabei häufig von verschiedenen Lehrern unterrichtet, an die sich Kinder erst mit der Zeit gewöhnen müssen. In manchen Fällen sind insbesondere in der Eingewöhnungszeit oder bei der Vergabe der Noten kleinere Probleme vorprogrammiert. Kinder fühlen sich dann von einigen Lehrern ungerecht behandelt oder empfinden den Unterricht schlicht als schlecht. Eltern sollten sich hier viel Zeit nehmen und auf die Probleme und Sorgen ihrer Kinder eingehen. Falls sich herausstellt, dass es Schwierigkeiten mit einem bestimmten Lehrer gibt, ist ein klärendes Gespräch der richtige Ansatz. Doch in diesem Zusammenhang stellt sich vor allem für Eltern die Frage: Was dürfen Lehrer eigentlich? Fühlt sich mein Kind zu Unrecht schlecht behandelt? Und wie soll ich mit der Situation umgehen? Damit Sie nicht allein vor diesen Fragen stehen und ganz gezielt nach Lösungen suchen können, gibt es an so ziemlich jeder Schule Initiativen für Eltern und Vertrauenslehrer.

Probleme mit Lehrkräften: Wie helfe ich meinem Kind?

Die meisten Probleme gibt es in der Schule in Bezug auf die Notenvergabe und bei der Beurteilung des Verhaltens. Schüler haben hier oft das Gefühl, dass einige Lehrer manche Schüler bevorzugen oder andere bewusst schlechter benoten. Wenn Ihr Kind ein ähnliches Empfinden hat, sollten Sie zunächst das Gespräch mit den Kindern suchen. Setzen Sie sich gemeinsam hin und besprechen Sie die problematischen Situationen. Falls sich herausstellt, dass es wirklich ein Problem gibt, ist ein Treffen mit dem entsprechenden Lehrer der nächste Schritt. Vor dem Treffen gilt es aber, sich zu vergegenwärtigen, was Lehrer dürfen und was eben nicht. Sie dürfen Schüler nicht nach persönlichen Sympathien bewerten, sondern müssen stets objektiv bleiben. Um dies nochmals zu verdeutlichen: Für die Vergabe der Noten oder für die Bewertung des Verhaltens ist es unerheblich, ob ein Lehrer einen Schüler mag oder nicht. Kinder, die schlechte Noten bekommen, berichten sehr häufig, dass sie ein bestimmter Lehrer nicht mag. Um dem auf den Grund zu gehen, sollten Sie sich den aktuellen Unterrichtsstoff sowie Hausaufgaben, Aufgabenblätter und eventuell vorhandene Tests zeigen lassen. Wer hier keine Gründe für schlechte Noten erkennt, kann den betreffenden Lehrer im Gespräch gezielt danach befragen. Für die mündliche Mitarbeit werden ebenfalls Noten vergeben. Hier müssen Sie meistens auf das Urteil des Lehrers vertrauen, da nur er die Kinder im Unterricht sieht. Schüler, die jedoch in anderen Fächern mündlich sehr aktiv sind und nur bei einem Lehrer negativ auffallen, sind eine Ausnahme. Im Einzelfall ist es deshalb manchmal hilfreich, einen Vertrauenslehrer nach seiner Meinung zu befragen.

Was dürfen Lehrer: Thema „Bestrafung“

Jedwede Form der körperlichen Bestrafung ist Lehrern strikt untersagt und kann ein Berufsverbot zur Folge haben. Dies meint nicht nur, dass Kinder nicht geschlagen werden dürfen! Jegliche Form von Bestrafungen gegen den Körper, wie Schläge auf die Finger, ein Klaps in den Nacken oder das Ziehen am Ohr, ist strengstens untersagt. Sollte Ihr Kind einen Sachverhalt beschreiben, bei dem ein Lehrer diese Regeln missachtet hat, müssen Sie umgehend die Schulleitung informieren. Dabei brauchen Sie sich keine Gedanken um eine mögliche Beweispflicht machen, denn der Schutz der Kinder steht im Vordergrund und in diesem Fall reicht ein Verdacht. Darüber hinaus gibt es aber auch verschiedene vergleichsweise sehr kleine Probleme: Wenn ein Lehrer zum Beispiel feststellt, dass die Hausaufgaben nicht ordentlich erledigt wurden. Hier dürfen Lehrer eine Neuanfertigung verlangen. Fallen Schüler in der Klasse durch negatives Verhalten auf oder stören sie die anderen Kinder im Unterricht, sind Lehrer berechtigt, zusätzliche Aufgaben als Strafen aufzugeben. Darüber hinaus sind Lehrer angehalten, Eltern über das Betragen ihrer Kinder zu unterrichten. Ein guter Kontakt zum Klassenlehrer hilft Ihnen dabei, Probleme in der Schule unkompliziert zu lösen. Nicht zuletzt sind Elternsprechtage ebenfalls wichtig, um Lehrer kennenzulernen und um über mögliche Schwierigkeiten und die Notenvergabe zu sprechen.

 

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