Verdacht auf Ringelröteln? - lieber gleich zum Arzt

Fieber

Ist der Husten Vorbote einer ansteckenden Krankheit oder gehört er zum Schnupfen, der momentan in der Kita umgeht? Muss der Hautausschlag behandelt werden oder ist er harmlos und verschwindet nach ein paar Tagen von selbst? Für Eltern ist es häufig gar nicht so einfach, die ersten Anzeichen einer Kinderkrankheit von einem harmlosen Infekt zu unterscheiden. Denn gerade in der Anfangsphase ähneln sich die Symptome oft verblüffend. Um sicherzugehen, sollten Eltern deswegen unbedingt mit Ihrem Nachwuchs zum Arzt gehen, damit eine potenzielle Kinderkrankheit von Anfang an richtig behandelt werden kann. Kinderkrankheiten sind in der Regel hochansteckend und können schnell epidemieartige Ausmaße annehmen. Vor allem nicht geimpfte Kinder laufen dann Gefahr, dass die Krankheit einen schweren Verlauf nimmt. Wird bei einem kleinen Patienten die Krankheit aber rechtzeitig festgestellt, kann er während der Ansteckungszeit zu Hause bleiben und andere Kinder so schützen. Zu den Krankheiten, die von Eltern oft gar nicht erkannt werden, gehören die Ringelröteln. Dabei ist die Krankheit weltweit verbreitet und zählt zu den häufigsten Kinderkrankheiten. Laut Experten haben sich von 100 Vorschulkindern insgesamt fünf bis zehn schon einmal mit Ringelröteln infiziert. Am häufigsten tritt die Kinderkrankheit bei Patienten zwischen 6 und 15 Jahren auf. Erwachsene sind von Ringelröteln vergleichsweise selten betroffen, weil das Immunsystem bei einer Infektion Antikörper bildet, die gegen eine erneute Infektion mit dem Virus schützen. Ausgelöst werden Ringelröteln, die wissenschaftlich als „Erythema infectiosum“ bezeichnet werden, durch den humanen Parvovirus B19. Hat er sich einmal im Körper der kleinen Patienten eingenistet, vermehrt sich der Virus zunächst im Knochenmark, und zwar in den Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen, und breitet sich von dort aus. Übertragen werden die Ringelröteln über die sogenannte Tröpfcheninfektion, also über Husten oder Niesen. Besonders für Schwangere wichtig zu wissen: Steckt sich eine werdende Mutter in der Schwangerschaft mit Ringelröteln an, kann die Krankheit über die Plazenta auf das Kind übertragen werden, was zu schweren Komplikationen führen kann. Werdende Mütter sollten deshalb von ihrem Arzt regelmäßig auf Viren untersucht werden und Personenkreise meiden, in denen die Ringelröteln aufgetreten sind. Eine Impfung gegen Ringelröteln gibt es derzeit nicht.

So erkennen Sie die Kinderkrankheit Ringelröteln

Während andere Kinderkrankheiten bereits im Anfangsstadium zu typischen Symptomen führen, ist dies bei den Ringelröteln nicht unbedingt der Fall. In vielen Fällen zeigen die kleinen Patienten überhaupt keine Anzeichen. Bei rund 20 Prozent der Kinder tritt der für Ringelröteln typische Hautausschlag auf. Diese Phase wird auch „Exanthemstadium“ genannt. In dieser Zeit fühlen sich die Kinder allgemein unwohl und klagen über Kopf- und Gliederschmerzen. Bei vielen Kindern tritt auch leichtes Fieber auf. Der Hautausschlag wird von Eltern zunächst oft mit Masern verwechselt. Er breitet sich vom Gesicht her girlandenförmig auch auf Arme, Beine und Gesäß aus, oft sind auch Brust und Bauch betroffen. Für die Kinder ist der Ausschlag äußerst unangenehm, da er stark juckt. Nach ein bis zwei Wochen verschwindet der Ausschlag wieder. Bei einigen Patienten kann er innerhalb der folgenden sieben Wochen noch einmal auftreten.

Ringelröteln: So können Sie Ihrem Kind helfen

Wenn das Kind krank ist, sind die Eltern besonders gefragt, denn vor allem bei kleineren Kindern vermittelt die Nähe einer vertrauten Person Sicherheit. Daneben können Eltern ihren Kindern aber auch ganz konkret helfen, die Kinderkrankheit Ringelröteln gut zu überstehen. Allerdings geht das nicht mit einer medikamentösen Therapie. Da es sich bei den Ringelröteln um eine Viruserkrankung handelt, gibt es dagegen keine Medizin. Fühlen sich die Kinder besonders schlapp, weil sie unter Muskel- und Gelenkschmerzen oder unter Fieber leiden, hilft in vielen Fällen bereits Bettruhe, um die Symptome zu mildern. Besonders unangenehm für Kinder ist der anhaltende Juckreiz, der durch den Hautausschlag verursacht wird. In Absprache mit dem Arzt können die kleinen Patienten unter anderem den Juckreiz lindernde Antihistaminika einnehmen, wie sie auch bei Allergien verabreicht werden. Treten starke Kopf- oder Gliederschmerzen auf, können diese auch mit leichten Schmerzmedikamenten behandelt werden. Auch hier sollten Eltern aber unbedingt den Kinderarzt konsultieren, denn kleine Kinder reagieren auf bestimmte Wirkstoffe völlig anders als erwachsene Patienten.

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