Rund um den Adventskranz

In der Vorweihnachtszeit schmückt ein Adventskranz ganz viele Haushalte in ganz Deutschland. Doch wo kommt diese Tradition eigentlich her? Und wie kann man mit den Kindern gemeinsam einen Adventskranz basteln?  
Während gerade in der Vorweihnachtszeit Stress auf den Straßen herrscht, sorgt der Adventskranz in den eigenen vier Wänden für gemütliche Ruhe. So kann sich die ganze Familie auf Weihnachten einstimmen. Vielleicht mit dem Duft frischgebackener Weihnachtsplätzchen in der Nase. Die perfekte Ergänzung ist natürlich ein mit vielen kleinen, einfallsreichen Dingen gefüllter Adventskalender. 

Adventskranz selber basteln

Natürlich gibt es im Handel eine breite Auswahl von Adventskränzen in jeder Preisklasse. Prächtig geschmückt oder zurückhaltend und edel. Doch ist es nicht viel schöner, zusammen mit Ihrem Kind einen eigenen Adventskranz zu basteln. Vielleicht nicht ganz perfekt, aber dafür einzigartig und mit viel Herz. Es gibt natürlich viele Arten, einen Adventskranz zu basteln. Zum Beispiel mit Hilfe von fertigen Kränzen aus dem Handel, auf Grundlage eines ringförmigen Grundgerüsts aus Stroh, Weide oder Styropor oder einfach nur aus Tannenzweigen. Alles, was Sie zu einem einfachen Kranz aus Tannenzweigen brauchen, sind ein einfacher Strohkranz, Tannenzweige, Blumenbindedraht und Dekoration nach Geschmack. Die Dekoration gibt es fertig zu kaufen, aber vieles lässt sich auch selbst herstellen. Wenn Sie statt Tannenzweigen Fichtenzweige, Thuja oder Efeu bevorzugen, ist das natürlich auch ohne weiteres möglich. (Pssst, nicht weitersagen: auch solche einfachen Kränze sind im Handel erhältlich, wenn Sie sich die Arbeit ersparen möchten.) - Umwickeln Sie zunächst vorsichtig den Strohkranz unter Zuhilfenahme des Blumendrahts mit den Tannenzweigen (oder sonstigem). Achten Sie darauf, dass das Stroh nicht durchscheint, aber verwenden Sie auch nicht zu viele Tannenzweige.  

- Und jetzt kommt das Schönste: die Dekoration des Adventskranzes. Vielleicht gehen Sie mit Ihrem Kind in ein Geschäft für Bastelbedarf und lassen es selbst etwas aussuchen. Oder Sie besorgen eine kleine Auswahl und zaubern gemeinsam mit Ihrem Kind echte Weihnachts-Deko daraus. Aus Salzteig lassen sich kleine Engelchen formen. Im Backofen können Sie Orangen- oder Apfelscheiben trocknen, die Ihr Kind auf dem Kranz anordnen kann. Kleine Weihnachtskugeln, Walnüsse, Schleifchen und getrocknete Blüten können auch sehr schön aussehen. Lassen Sie der Kreativität Ihres Kindes und Ihrer eigenen einfach freien Lauf! Befestigt werden können die Sachen mit bunten Fäden oder auch mit Heißkleber. Im letzteren Fall ist natürlich besondere Vorsicht angebracht.  

- Und jetzt noch die Kerzen! Im Bastel- oder Floristikbedarf bekommen Sie Adventskranz-Kerzenteller, die sich in das "Strohherz" des Kranzes stecken lassen. Sie geben den Kerzen einen guten Stand und sorgen auch für mehr Sicherheit. Die Kerzen kann Ihr Kind natürlich auch mit aussuchen und fertig ist der ganz individuelle Adventskranz. Höchstwahrscheinlich muss es jetzt ein paar Tage lang ganz tapfer sein. Denn so verführerisch es ist, die erste Kerze sofort zu entzünden, es muss natürlich bis zum ersten Advent gewartet werden. Vielleicht sogar mit einem kleinen Lied auf den Lippen: "Advent, Advent, ein Lichtlein brennt …"

Den Kranz haltbar machen

Von der ersten bis zur letzten Kerze dauert es ja eine ganze Weile. Damit Sie und Ihre Familie möglichst lange am selbst gebastelten Adventskranz Freude haben, sollte er nicht immer im wärmsten Raum stehen. Stellen Sie ihn ab und zu an die frische Luft. Die Tannenzweige mögen keine trockene Heizungsluft, sie beginnen dann zu nadeln. Ein Geheimtipp ist es, ihn mit Haarspray, natürlich keinem parfümierten, einzusprühen, damit der Kranz länger einen frischen Eindruck macht.

Wer hat den Adventskranz erfunden?

Die Tradition mit dem Adventskranz ist viel jünger als man meint. Erst seit ca. 1910 ist er Teil des deutschen Brauchtums. Erfunden hat ihn 1839 der Hamburger Theologe und Erzieher Johann Hinrich Wichern. In einem alten Bauernhaus, dem "Rauhen Haus", betreute er arme Jugendliche. Zur Weihnachtszeit wollten diese wissen, wie lang es denn jetzt noch bis Weihnachten ist. Und da hatte er die Idee zu einem Adventskranz, mit dessen Hilfe sich die Tage bis Weihnachten abzählen ließen. Allerdings sah der Adventskranz damals noch ganz anders, als wir ihn heute kennen: Zum einen hat Wichern ihn aus einem alten Wagenrad mit 2 Meter Durchmesser gebastelt, der an der Decke aufgehängt wurde. Zum anderen hatte dieser Adventskranz insgesamt 25 Kerzen, vier große weiße und maximal 19 kleine rote (je nachdem, auf welchen Tag Weihnachten fällt). An jedem Tag der Adventszeit wurde dann ein Licht entzündet, an Werktagen eine rote Kerze und an den Sonntagen eine weiße. Aus dieser Idee hat sich der Adventskranz entwickelt, wie wir ihn heute kennen. Und seien wir ehrlich: Würde in Ihr Wohnzimmer ein Riesen-Wagenrad mit Kerzen passen?

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