Pubertät bei Mädchen: Erste Anzeichen erkennen und verstehen

Pubertät bei Mädchen

Kinder werden so schnell groß – dieser Aussage würden wohl die meisten Eltern zustimmen. Wenn Kinder nicht mehr nur Kinder sind und sich langsam zu Teenagern entwickeln, sind Veränderungen am deutlichsten. Dieses Stadium der körperlichen und geistigen Entwicklung wird in der Medizin Pubertät genannt. Bei Mädchen beginnt die Pubertät generell früher als bei Jungen. Sie befinden sich etwa vom 10. bis zum 18. Lebensjahr in der entscheidenden Entwicklungsphase, Jungen hingegen erst zwei Jahre später. Die wichtigsten Anzeichen dafür, dass Mädchen vor der Pubertät stehen oder diese gerade beginnt, sind im Folgenden übersichtlich zusammengefasst.

Anzeichen dafür, dass Mädchen in die Pubertät kommen:

Die U11 Untersuchung richtet sich an Kinder zwischen neun und zehn Jahren. In diesem Alter ist die körperliche und geistige Entwicklung bereits so weit fortgeschritten, dass die Pubertät bevorsteht. Vor diesem erneuten Entwicklungsschub werden das Leistungslevel und die körperliche Konstitution der Kleinen untersucht. Für Eltern gilt es also, die eigenen Kinder richtig einzuschätzen und sich zu fragen, ob neun oder zehn Jahre das passende Alter ist.

  1. Wachstum
  2. Die äußerlichen Veränderungen sind für Eltern und die Personen im nahen Umfeld besonders deutlich zu sehen. In erster Linie läutet ein Wachstumsschub die Pubertät ein. Dabei ist es unerheblich, wie groß Kinder vorher gewesen sind. Wer im Kindesalter eher zu den Kleineren gehört, ist jedoch manchmal stärker vom Wachstum betroffen und hier fällt es dann auch deutlicher auf. Eine plötzliche Zunahme bei der Größe von rund 5-8 cm in wenigen Monaten ist keine Seltenheit. Diese Schübe gehen manchmal auch mit Knochen- und Gelenkschmerzen einher.

  3. Brustentwicklung
  4. Bei Mädchen sind körperliche Veränderungen nicht nur an der Körpergröße zu sehen. Die Brüste beginnen, sich zu Beginn der Pubertät ebenfalls auszubilden. Dies liegt vor allem daran, dass im Gehirn Hormone ausgeschüttet werden. Gonadotropin-Releasing-Hormone heißen die betreffenden Botenstoffe, die in der Hirnanhangdrüse für die Ausschüttung von Geschlechtshormonen zuständig sind. Durch diese Hormone beginnt das Brustgewebe zu wachsen, Milchdrüsen bilden sich aus und auch die Brustwarzen vergrößern sich allmählich. Dieses Wachstum bedingt, dass das Volumen der Brust sichtbar zunimmt. Eltern sollten dieses Brustwachstum zum Anlass nehmen, ihren Töchtern den ersten BH oder Bustier zu kaufen.

  5. Beckenstellung
  6. Ähnlich sichtbar ist die Ausbildung des Beckens. Mit Beginn der Pubertät werden Mädchen geschlechtsreif – sie sind also in der Lage, selbst Kinder zu bekommen. Zu diesem Zweck ändert sich Stellung des Beckens. Es wird etwas breiter, damit Kinder später einfacher durch den Geburtskanal gelangen. Zu Beginn dieser Entwicklungsphase passen vielen Mädchen dadurch ihre Hosen und Röcke nicht mehr. Insgesamt bildet sich rund um die Hüften mehr Fettgewebe. Dies bedeutet nicht, dass Mädchen zunehmen, weil sie zu viel oder falsch essen. Für Eltern gilt es, ihren Töchtern die Pubertät zu erklären. Sie müssen verstehen, dass die körperlichen Veränderungen ganz normal sind. Sie dürfen sich in dieser Zeit auch nicht mit ihren Freunden vergleichen, denn die Pubertät läuft bei jedem ganz verschieden ab.

  7. Schambehaarung
  8. Ebenso beginnt mit dem Eintritt der Pubertät die Schambehaarung. Achselhaare und Haar im Intimbereich wachsen bei Mädchen etwa ab dem 10. Lebensjahr. Erklären Sie Ihren Töchtern auch hier, dass dies vollkommen natürlich ist. In der heutigen Zeit gehört es zur Aufklärung außerdem dazu, unterschiedliche Methoden der Haarentfernung zu besprechend. Bei jungen Mädchen ist das Rasieren am weitesten verbreitet. Kaufen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen eigenen Rasierer für Damen und den nötigen Rasierschaum. Wenn Mädchen die Schamhaare jedoch nicht entfernen möchten (dies gilt auch für die Beinbehaarung), ist es wichtig, sie bei dieser Entscheidung zu unterstützen.

  9. Die erste Periode
  10. Zugleich finden im Körperinneren in der Pubertät erste Veränderungen statt. Durch die Hormone wachsen die Eierstöcke und der Körper stellt sich langsam auf die erste Menstruation ein. Die Eileiter wachsen, schon bald folgt der erste Eisprung. Eltern haben nun die Aufgabe, ihren Kindern die Abläufe im menschlichen Körper zu erklären. Wer sich damit etwas schwer tut, sollte nicht davor zurückschrecken, einen Arzt um Hilfe zu bitten. Beim Gynäkologen bekommen Mädchen alle wichtigen Informationen rund um die erste Regel und verstehen so besser, was mit ihrem Körper geschieht. Für viele Mädchen ist es zu Beginn nicht leicht, über die Menstruation zu sprechen. Belächeln Sie die Scham davor nicht, sondern nehmen Sie Ihr Kind ernst. Mit der Zeit wird das Thema immer mehr zu einer Selbstverständlichkeit, doch der Umgang muss erst erlernt werden. Oft hilft auch der Austausch mit Gleichaltrigen und Freunden. Hier begegnen sich die Mädchen auf Augenhöhe. Eltern dürfen sich nicht zurückgewiesen fühlen. Mädchen machen nicht nur körperliche, sondern auch mentale Veränderungen durch – und diese bedingen auch die natürliche Abnabelung von den Eltern.

  11. Psychische Veränderungen und Entwicklung
  12. Die psychischen Veränderungen bereiten vielen Eltern die größten Schwierigkeiten. Mädchen in der Pubertät verhalten sich oftmals vollkommen anders, als man es noch aus Kindertagen gewohnt ist: Einige werden sehr schnell zickig, wieder andere sind eher aufgedreht und manche ziehen sich immer mehr zurück. All diese Verhaltensweisen sind vollkommen normal und sie auszuleben steht den Heranwachsenden zu. Sie müssen als Eltern ebenso wie die Pubertierenden lernen, damit umzugehen. Zum Prozess des Erwachsenwerdens gehört auch die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit. Bei fast jedem Mädchen kommt es auch zur "Eltern-sind-doof-Phase". Hier zeigt sich, dass sie sich nichts mehr sagen lassen. Weiterhin wissen sie alles besser und die Eltern können sie sowieso nicht verstehen. Der beste Umgang mit dieser Phase der Pubertät sind Ruhe und Gelassenheit – selbst wenn es noch so schwer ist. Setzen Sie klare Grenzen und stellen Sie Regeln auf, die einfach nicht überschritten oder verletzt werden dürfen. Dies gilt vor allem für die Ausgehzeiten, die Schule einschließlich der Hausaufgaben und die Zeiten mit der Familie. Auch wenn es dabei zu Streitigkeiten kommt, brauchen Mädchen in der Pubertät diese festen Strukturen – denn auch sie gehören zum Prozess des Erwachsenwerdens dazu.

    Für die gängigen Teenager-Lästereien oder das eine oder andere Augenverdrehen heißt es jedoch – Ruhe bewahren. Eltern helfen Ihren Kindern am besten durch die Pubertät, wenn sie Verständnis zeigen und nicht jedes Verhalten zu ernst nehmen.

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