Noch einmal Vater mit 50: Pro und Contra

Vater mit 50

Eine eigene Familie ist für viele ein großer Wunsch. Damit dieser Traum in Erfüllung geht, müssen jedoch viele verschiedene Rädchen ineinandergreifen. Man braucht den richtigen Lebenspartner, die finanzielle Situation sollte stimmen und man muss sich bereit für ein Kind fühlen. Bei vielen Männern ist vor allem Letzteres in jungen Jahren noch nicht der Fall. Sie möchten sich lieber auf ihre Karriere konzentrieren, frei sein und vielleicht viel reisen.

Vater werden: Die Tendenz geht zu reiferen Papas

Damals wurden viele Männer schon Mitte Zwanzig Väter. Man war mit der Ausbildung fertig und stand im Beruf. Oft wurde auch geheiratet und das Leben schien - wie man so schön sagt - in geregelten Bahnen zu verlaufen. Ein Baby schien dann gut in die Lebensplanung zu passen. Heute entscheiden sich viele erst ab dem 35. Lebensjahr für ein Kind. Auch eine erste Vaterschaft mit 40 oder 50 ist nicht mehr ungewöhnlich.

Vater werden mit 50 – Fluch oder Segen?

Pro-Argumente für eine späte Vaterschaft:

  1. Wer sich im Alter von 50 Jahren für ein Kind entscheidet, blickt auf viel Lebenserfahrung zurück.
  2. Oft sind Männer in diesem Alter ruhiger, da sie einfach schon einiges erlebt haben. Sie haben sich sprichwörtlich die Hörner abgestoßen und sind gereift.
  3. Das Einkommen spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Herren in den 50ern stehen in der Regel fest in ihrem Beruf und verfügen über ein gutes Einkommen. Ersparnisse sollten sich in diesen Jahren ebenfalls angesammelt haben.
  4. Wenn Sie sich lange ein Kind gewünscht haben, spielt das Alter für Sie keine Rolle. Sobald Sie dann endlich die freudige Nachricht bekommen, wird das Glück keine Grenzen kennen.
  5. Ausreichend Zeit für die Familie ist ein weiterer wichtiger Aspekt. In den 50ern Vater zu werden bedeutet nämlich auch, dass in wenigen Jahren der Eintritt ins Rentenalter ansteht. Junge Väter sind häufig in ihrem Beruf stark eingespannt. Sie möchten vielleicht sogar noch ein paar Positionen aufsteigen und müssen für die Arbeit viel Zeit investieren. Wenn Sie Ihren Karriereweg bereits gegangen sind, können Sie sich mehr auf Ihr Wunschkind konzentrieren und sind spätestens während der Pubertät voll für die Kinder da.

Vater werden mit 50: Contra

  1. Wer bereits 50 ist, möchte doch nicht mehr von vorne anfangen? So lautet oft die Meinung zu einer späten Vaterschaft: Ein Baby ist ein enormer Einschnitt und verändert das ganze Leben. Gewohnte Strukturen und Verhaltensweisen müssen neu bedacht werden. Ob Sie mit 50 Jahren noch zu einem so großen Lebenswandel fähig und bereit sind, müssen Sie für sich selbst entscheiden.
  2. Gesundheit: Im Alter von 50 fangen bei manchen Männern die ersten Krankheiten an. Es ist dann auch die Zeit, in der man sich über sein Leben Gedanken macht. Wer nun noch ein Baby bekommt, muss sich die schmerzliche Frage stellen: Wie lange kann ich für mein Kind da sein?
  3. Mit 50 verstehen viele nicht mehr, was die Jugend heute mag, gut findet oder für cool hält. Wenn Sie sich für ein erstes oder für ein weiteres Kind entscheiden, müssen Sie allerdings bereits sein, sich noch einmal auf neue Themen und Trends einzulassen.
  4. Die körperliche Fitness und der Vitalzustand sind heute bei Männern um die 50 viel besser als noch vor ein paar Jahren. Dennoch sollten Sie sich fragen, ob Sie noch mit Ihrem Kind auf dem Spielplatz toben und Fußball spielen können.
  5. Kinder bedeuten, neben viel Freude, auch Stress. Im fortgeschrittenen Alter fehlt einigen Männern die Geduld, die für die Kindererziehung unabdingbar ist.

Betrachten Sie diese Pro- und Contra-Aspekte als Grundlage für eigene Überlegungen. Gehen Sie die Punkte für sich durch und fragen Sie sich ganz ehrlich, was auf Sie zutrifft und welche Punkte Sie vernachlässigen können. In jedem Fall gilt jedoch: Ein Kind ist ein Geschenk- und für dieses Glück gibt es keine Altersgrenze.

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