Nasenbluten bei Kindern ist meist harmlos

Nasenbluten

Bekommt ein Kind Nasenbluten, ist der Schreck bei Kindern und Eltern groß, zumal das Nasenbluten meist dramatisch aussieht. Immerhin reichen bereits fünf Milliliter Blut, um ein ganzes Taschentuch einzufärben. In den meisten Fällen ist das Nasenbluten jedoch harmlos und hört sehr schnell von alleine wieder auf. Trotzdem sollten sich Eltern über die Ursachen des Nasenblutens im Klaren sein.

Nasenbluten – das sind die häufigsten Ursachen

Weil die Blutgefäße in der Nase nur von einer vergleichsweise dünnen Hautschicht bedeckt sind, reicht bereits eine kleine Verletzung, um Nasenbluten auszulösen. Einer der häufigsten Gründe für Nasenbluten bei Kindern ist ein leichter Schlag oder Stoß auf die Nase, zum Beispiel beim Spielen oder Toben mit Kameraden. Eine weitere häufige Ursache ist das Nasebohren. Rutscht der Finger dabei ab, werden kleine Äderchen in der Nase verletzt.

Darüber hinaus können auch Erkältungen oder trockene Luft zu Nasenbluten führen. Bei einer Erkältung wird die Nase durch häufiges Naseputzen stark beansprucht, sodass es zu feinen Rissen kommen kann. Das Gleiche gilt bei trockener Luft. Die Nasenschleimhäute trocknen aus und werden empfindlich. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass auch ein Wachstumsschub häufiges Nasenbluten auslösen kann. Wenn die Gefäße nicht so schnell mitwachsen wie der übrige Körper, kommt es zu Bluthochdruck und damit zu erhöhter Blutungsgefahr.

Was tun bei Nasenbluten?

Tritt Nasenbluten auf, sollten Eltern die Kinder beruhigen und die Blutung stoppen. Beides lässt sich schon mit einfachen Hilfsmitteln erreichen:

  • Nehmen Sie das Kind auf den Schoß und reden Sie ihm gut zu. Das senkt den Blutdruck und verlangsamt den Blutfluss.
  • Drücken Sie beide Nasenflügel zu. Ihr Kind atmet dann automatisch durch den Mund, was ebenfalls den Blutfluss verlangsamt und dafür sorgt, dass beim Atmen kein Blut von der Nase in die Lunge gelangen kann.
  • Halten Sie den Kopf des Kindes nach vorn und legen Sie ein kaltes Tuch oder ein Coolpack in den Nacken. Die Kälte sorgt für eine verlangsamte Durchblutung und stoppt den Blutfluss.

Wann muss der Arzt konsultiert werden?

Auch häufiges Nasenbluten ist bei Kindern in der Regel kein Grund zur Beunruhigung, denn die Blutgefäße der Nase sind bei Kindern noch deutlich empfindlicher als bei Erwachsenen. Trotzdem gibt es Situationen, in denen man unbedingt einen Arzt konsultieren sollte:

  • Die Blutung kann nach 20 Minuten noch nicht gestillt werden.
  • Blutungen treten häufig ohne erkennbare Ursache auf.
  • Das Nasenbluten wird durch einen Fremdkörper in der Nase verursacht, der entfernt werden muss.

Das sollte man beim Nasenbluten auf keinen Fall tun

Noch vor einigen Jahren wurde den Eltern empfohlen, den Kopf des Kindes in den Nacken zu legen, um das Nasenbluten zu stoppen. Mittlerweile weiß man, dass diese Methode genau das Gegenteil erreicht. Wird der Kopf in den Nacken gelegt, steigt der Blutdruck und die Blutung lässt sich schwerer stoppen. Außerdem besteht die Gefahr, dass Blut in den Rachen läuft, was Übelkeit und Erbrechen erzeugt. Auch Taschentücher oder Watteröllchen sollte man den Kindern nicht in die Nase stecken. So wird das Blut lediglich gestaut, was im schlimmsten Fall zu Erstickungsanfällen führt. Werden Taschentücher oder Watteröllchen entfernt, kann die dünne schützende Kruste über der Blutung wieder aufreißen.

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