Namensfindung: So finden Sie den passenden Namen für Ihr Kind

Namensfindung Baby

„Namen sind Schall und Rauch“ heißt es zwar in einem bekannten Sprichwort, doch vor allem für werdende Eltern sind Namen alles andere als das. Schließlich begleitet der von den Eltern gewählte Vorname das Kind ein Leben lang und sollte deswegen zum Kind passen. Der rechtliche Rahmen für die Namensgebung ist recht weit gesteckt, sodass Eltern ihrem Einfallsreichtum freien Lauf lassen können. In Deutschland ist lediglich geregelt, dass Eltern bei der Namensfindung für ihr Kind darauf achten müssen, dass der Vorname eindeutig männlich oder eindeutig weiblich ist. Passt der gewählte Vorname sowohl für einen Jungen als auch für ein Mädchen, muss ein zweiter Vorname das Geschlecht des Kindes eindeutig festlegen. Allerdings gibt es immer wieder Namen, die von den Standesbeamten trotz aller Wahlfreiheit abgelehnt wurden, wenn die Namen allzu kreativ ausgefallen waren. Eltern, die ihr Kind nach dem Fischhändler der Asterix-Comics „Verleihnix“ nennen wollten, scheiterten ebenso wie die Vorschläge „Grammophon“ oder „Lenin“.

Wer sich an die Namensfindung für seinen Nachwuchs macht, der wird nicht nur von persönlichen Vorlieben, sondern auch von äußerlichen Faktoren geleitet. Dominierten in Deutschland beispielsweise lange Zeit christliche und germanische Vornamen, hat sich der Geschmack mittlerweile geändert. Beliebt sind ausländische Namen, vor allem aus dem angelsächsischen Raum. Auch die Namen international bekannter Berühmtheiten spielen bei der Namensfindung für viele Eltern eine zunehmend wichtige Rolle. Auch regionale Unterschiede spielen bei der Namensfindung eine Rolle, was dazu führt, dass in Norddeutschland „Lasse“ oder „Jette“ beliebter sind als beispielsweise „Franz“, der in Süddeutschland beheimatet ist.

Namensfindung: Worauf sollten Eltern unbedingt achten?

Kündigt sich in einer Familie Nachwuchs an, sind Verwandte mit Namensvorschlägen schnell zur Stelle. Unabhängig davon, ob die Namensvorschläge den werdenden Eltern gefallen, sollten aber unbedingt einige Regeln beachtet werden. Der Vorname sollte zum Nachnamen passen - klingt banal, ist aber eine Regel, die nicht von allen Eltern beherzigt wird. Wer Bond mit Nachnamen heißt, sollte es beispielsweise vermeiden, sein Kind James zu nennen, und auch die Namenskombination Mira und Bellenbaum oder Karl und Marx vertragen sich eher weniger. Am ehesten lassen sich solche Fettnäpfchen vermeiden, indem man bei der Namensfindung die gewünschten Namen laut ausspricht. So merken werdende Eltern schnell, ob Vor- und Nachname gut zusammenklingen oder sich ungewollt komische Konstellationen ergeben.

Ein weiterer Tipp für die Namensfindung: Je kürzer der Familienname, desto länger sollte der Vorname des Kindes sein und umgekehrt. Auch betonte und unbetonte Silben sollten sich nach Möglichkeit abwechseln, damit der Name des Kindes nicht zum Zungenbrecher wird. Während es zu Anfang des 20. Jahrhunderts nur wenige Hundert Vornamen gab, aus denen die Eltern bei der Namensfindung für ihr Kind auswählen konnten, sind es heute viele Tausend. Trotzdem gibt es weiterhin Vornamen, die beliebter sind als andere. Wer also nicht möchte, dass sein Kind genauso heißt, wie fünf andere Kinder in der Kindergartengruppe, der sollte einen Blick auf die Liste der beliebtesten Vornamen werfen, die jährlich veröffentlicht wird. So wissen werdende Eltern immer, welche Vornamen gerade „in“ sind.

Auch bei ausgefallenen Vornamen ist Vorsicht geboten. Zwar garantieren außergewöhnliche Vornamen ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. Das kann allerdings schnell lästig werden, wenn Kinder ihren Vornamen immer wieder buchstabieren oder die Aussprache korrigieren müssen, weil ihr Name hierzulande wenig oder gar nicht bekannt ist.

Namensfindung: Ein Blick ins Lexikon klärt Missverständnisse

Bevor Eltern sich für einen Namen entscheiden, sollten Sie sich gründlich darüber informieren, was der Name bedeutet und wie andere den Wunschnamen empfinden. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl psychologischer Untersuchungen, wonach Kinder mit bestimmten Vornamen als attraktiv und intelligent, mit anderen Vornamen dagegen als weniger intelligent und vorlaut gelten. Die beste Strategie zur Namensfindung ist, sich nicht verrückt machen zu lassen, sondern ganz in Ruhe verschiedene Wunschnamen auszusuchen und dann zu überlegen, ob der Name auch tatsächlich passt. Denn trotz aller potenzieller Fettnäpfchen: Die meisten Eltern haben ein hervorragendes Gespür dafür, welcher Name zu ihnen und ihrem Kind passt.

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