Die Erziehung des Vaters komplettiert das Kind

Vater, Nach der Geburt allein zu Hause

Neun lange Monate freut man sich gemeinsam auf das neue Familienmitglied und das ganze Leben verändert sich. Auf einmal dreht sich alles um die Einrichtung des Kinderzimmers und den Besuch des Geburtsvorbereitungskurses. Zudem muss entschieden werden, welcher Partner nach der Geburt für einige Zeit zu Hause bleibt. Dann ist schließlich der Tag der Geburt da: Sobald die Wehen einsetzen, fahren Sie gemeinsam mit Ihrer Partnerin ins Krankenhaus und schon bald ist das Baby auf der Welt. Nach der Geburt bleiben Mutter und Kind in der Regel noch ein paar Tage im Krankenhaus und Väter fahren allein wieder nach Hause. Hier gilt es dann natürlich erst einmal, Freunde und Verwandte zu informieren und die Freude in vollen Zügen zu genießen. Spätestens am nächsten Tag kommen jedoch auch einige Pflichten und die Gewöhnung an ein neues Leben auf die Väter zu. Plötzlich steht das kleine Familienmitglied im Mittelpunkt und Sie sind daheim nicht mehr nur zu zweit. Dies ist nicht nur eine rein äußerliche Veränderung, sondern es setzt zugleich die einen oder anderen Emotionen frei. Auch wenn die Freude groß ist, kommen immer wieder Ängste auf. Im Folgenden finden Sie nützliche Tipps, wie Väter sich am besten auf das neue Leben einstellen.

Nach der Geburt allein zu Hause: die neue Rolle als Vater

Das häufigste Problem vieler Väter ist das Gefühl, nicht wirklich dazuzugehören. Nach der Geburt hört man immer wieder die Worte: Mutter und Kind geht es gut - doch was ist mit den Vätern? Zwar sind sie von der Geburt nicht körperlich betroffen, doch auch für sie beginnt mit der Geburt ein ganz neuer Lebensabschnitt. Nehmen Sie sich deshalb ausreichend Zeit, um sich an die neue Rolle als Vater zu gewöhnen. Wenn Sie sich nach der Geburt allein zu Hause nicht wohlfühlen, fragen Sie im Krankenhaus nach einem Familienzimmer. In immer mehr Kliniken ist dies Standard. Die gewonnene Zeit zu dritt ist ganz entscheidend.

Zudem ist wichtig, dass Sie über Ihre Gefühle und Empfindungen sprechen. Viele Männer scheuen sich davor, Schwächen oder Ängste einzugestehen und befürchten, belächelt zu werden. Bei einem guten Freund tut es aber gut, sich einmal alles von der Seele zu reden. Darüber hinaus sollte natürlich auch die Partnerin erster Ansprechpartner sein. Da dies aber nach der Geburt alleine zu Hause nicht möglich ist, sprechen Sie mit Freunden und Verwandten und fragen ruhig ganz direkt nach Hilfe. Wenn die Sorgen nicht ausgesprochen werden, kann sich nämlich auch bei Vätern eine Art Depression bilden. Anders als häufig angenommen wird eine Wochenbettdepression bei Frauen nämlich nicht nur durch die hormonelle Umstellung bedingt, sondern auch äußere Faktoren spielen eine Rolle - und diese betreffen Väter und Mütter gleichermaßen. Weiterhin ist es wichtig, vom ersten Tag an Zeit mit dem Baby zu verbringen. Nur durch den engen Kontakt entwickelt sich schnell eine Beziehung zwischen Vater und Kind. Wer die ersten Tage im Krankenhaus mehr neben dem Geschehen steht und das Kind selten selbst auf dem Arm hat, kommt sich schnell unbeteiligt vor.

Nach einem Tag im Krankenhaus sollten Sie sich außerdem zu Hause ein wenig Zeit gönnen, um das Erlebte auf sich wirken zu lassen. Manche Väter schalten bei einem Film ab, wieder andere spielen Videospiele am Computer und manch einer geht ins Fitnessstudio oder eine Runde joggen.

Was müssen Sie erledigen, bevor die Partnerin nach Hause kommt?

In den ersten Tagen nach der Geburt möchten viele Väter möglichst alles richtig machen und verspüren einen starken inneren Tatendrang. Nutzen Sie diesen Drang aber nach Möglichkeit nicht dazu, sich voll in die Arbeit zu stürzen. Väter haben oft das Gefühl, nach der Geburt mehr arbeiten zu müssen als vorher. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass sie nun oftmals allein für die Familie sorgen. Nehmen Sie sich nach der Geburt aber ruhig 14 Tage Urlaub und konzentrieren Sie sich zunächst nur auf das neue Leben mit der Familie.

Wenn Sie nach der Geburt allein zu Hause sind, haben Sie Zeit, um die Wohnung für Ihre Partnerin und Ihr Baby hübsch herzurichten. Hierfür bietet es sich an, ein paar frische Blumen zu kaufen und diese dekorativ zu platzieren. Auch im Kinderzimmer dürfen Sie noch ein wenig Hand anlegen und so Ihrer Partnerin eine kleine Überraschung bereiten: Das eine oder andere Stofftier oder ein Schlafsack für das Baby kommt da immer gut an. Nicht zuletzt bietet es sich auch an, schon bei Ämtern und Behörden vorstellig zu werden. Hier können Sie das Baby mit der Geburtsurkunde beim Einwohnermeldeamt registrieren oder die Aufnahme bei der Krankenkasse beantragen. Verbringen Sie die Zeit nach der Geburt alleine zu Hause nicht nur mit Erledigungen, sondern laden Sie auch Freunde ein, um die Geburt zu feiern. Schließlich sollten Sie sich auf den Tag freuen, wenn Ihr Kind endlich nach Hause darf und Sie ein neues Leben als Familie beginnen.

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