Mit dem Feuer spielt man nicht. Oder doch? (Richtiger Umgang mit Feuer)

"Mit dem Feuer spielt man nicht." Über Feuererziehung. Feuer leuchtet. Feuer ist warm. Feuer macht Geräusche. Kein Wunder, dass Minis Feuer so spannend finden. Um so wichtiger, dass Kindern früh der richtige Umgang mit dem Feuer vermittelt wird. "Meine Familie" hat ein paar Hinweise gesammelt, wie Sie das spielerisch tun können.

Feuer begleitet die Menschheit seit Tausenden von Jahren. Es ist nützlich, wärmt uns und erhitzt Essen. Aber leider ist es auch gefährlich. Nach Statistiken werden ein Drittel der Brandschäden in Deutschland von Kindern verursacht. Deshalb sollten Kinder frühzeitig Umgang mit Feuer haben, Respekt lernen und Sicherheit gewinnen. Verbote, sich ganz vom Feuer fernzuhalten, bringen erfahrungsgemäß nicht viel. Dann kommt zum Spannenden auch noch der Reiz des Verbotenen hinzu. Und wenn man dann mal vergisst, die Streichhölzer wegzupacken, zündeln die Kinder um so lieber.

Wann mit der Feuerziehung beginnen?

Das Kindergartenalter ist ein gutes Alter, um mehr über das Feuer zu erfahren. Wahrscheinlich steht irgendwann auch im Kindergarten das Thema Feuer auf dem Programm. Aber es kann ja nicht schaden, sich auch im Familienkreis damit zu beschäftigen. Wenn Eltern und Kinder sich gemeinsam mit Feuer beschäftigen, kann das auch allen viel Spaß machen. Welches Alter genau das richtige für eine kleine Feuererziehung ist, hängt natürlich vom Entwicklungsstand des Kindes ab. 

Mit Feuereifer am Küchentisch

Kerzen kennen die Kinder ja schon von Weihnachten und von ihren Geburtstagskuchen. Und der Umgang mit einer Kerze ist auch einer besten Starts für die Feuererziehung. Setzen Sie sich doch einfach mit Ihrem Kind an den Küchentisch, auf dem sie schon alles bereitgelegt haben. Vielleicht einige Kerzen, Streichhölzer, einen Kerzenständer, ein Glas Wasser. ein tiefer Teller, ein kleines Stück Papier. Machen Sie von Anfang an klar, dass das Kind nur in Begleitung von Erwachsenen Umgang mit Feuer haben darf. Das kann man gar nicht oft genug betonen. 

Selber machen macht klug

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über das Feuer. Was bringt es für den Menschen? Wie gefährlich ist es? Warum ist Vorsicht so wichtig? Wenn Sie alle Fragen beantwortet haben, kann es losgehen.
Jetzt kann das Kind die Flamme entzünden. Doch am Anfang steht das Basteln. Als erstes kann es die Kerze in den Kerzenständer stecken. Wenn die Kerze fest sitzt, kann das Kind den Kerzenhalter in den tiefen Teller stellen. So ist für noch mehr Sicherheit gesorgt. Jetzt kann die Kerze angezündet werden, mit Streichhölzern oder einem Feuerzeug, vielleicht auch mit beiden.
Machen Sie alles vorsichtig vor und erklären Sie dabei, wie Streichhölzer und Feuerzeug überhaupt funktionieren. Jetzt kann das Kind es ausprobieren. Wenn es nicht auf Anhieb klappt, können Sie ja ein wenig nachhelfen, indem Sie z. B. das Streichholz mit dem Feuerzeug entzünden, damit das Kind dann die Kerze anmachen kann und auf jeden Fall ein Erfolgserlebnis hat (das nächste Mal funktioniert es bestimmt besser).
Wenn die Kerze brennt, können Sie anhand des Stück Papiers zeigen, wie gefährlich Feuer sein kann – das Papier steht z.B. für Gardinen, Tischdecken und Malsachen im Kinderzimmer. Mit dem Glas Wasser können Sie das das Kind das Mini-Feuer auch sofort wieder löschen lassen. Gut, dass der Kerzenständer in einem tiefen Teller steht. Auspusten geht natürlich auch.

Sachgemäßer Umgang

Ganz gleich, wie Sie es anfangen: Achten Sie darauf, von Anfang an den richtigen, sachgemäßen Umgang mit dem Feuer einzuüben. Das beginnt schon damit, dass die Kerze im Kerzenständer nicht wackeln darf und dass das Streichholz an der geschlossenen Streichholzschachtel vom Körper weg angerissen wird. Und was auch geschieht: Lassen Sie das Kind niemals unbeaufsichtigt bei offenem Feuer zurück.

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