Mehrsprachige Erziehung von Kindern

Die Welt wächst immer mehr zusammen – da sind Fremdsprachenkenntnisse sehr erwünscht. Viele Eltern denken deshalb darüber nach, ihre Kinder zwei- oder sogar mehrsprachig zu erziehen oder erziehen zu lassen. "Meine Familie" informiert über bi- bzw. multilinguale Erziehung.

Kinder lernen Sprachen unterbewusst. Aus diesem Grund bereitet es ihnen relativ wenige Probleme, mehrere Sprachen gleichzeitig zu lernen. Psychologen gehen davon aus, dass Kids bis zum ca. zehnten Lebensjahr sehr empfänglich für mehrere Sprachen sind. Dennoch sollten Sie als Eltern bei der mehrsprachigen Erziehung einiges beachten.

Tipps zur multilingualen Erziehung:

  • Die wohl wichtigste Regel: Setzen Sie Ihr Kind nicht unter Druck! Kinder erlernen fremde Sprachen besonders gut, wenn sie eine emotionale Bindung zu ihnen haben. Spricht beispielsweise ein Elternteil nur Spanisch oder ist das Kindermädchen /die Erzieherin englische Muttersprachlerin, fällt es den Kindern leichter, die andere Sprache zu lernen, da sie positive Gefühle mit der fremden Sprache assoziieren. Von einer mehrsprachigen Erziehung aus rein intellektuellen Gründen wird daher von Experten eher abgeraten. Lassen Sie Ihre Kinder die Multilingualität spielerisch und aus sich selbst heraus entdecken.
  • 1 Person = 1 Sprache: Egal, ob Sie, Ihr Partner, die Erzieherin oder die Großeltern sich mit Ihrem Kind in einer Fremdsprache unterhalten – wichtig ist, dass eine Regelmäßigkeit entsteht und das Kind einen Ansprechpartner in der jeweiligen Sprache hat. Bleiben Sie bzw. die andere Person konsequent und sprechen Sie nur in dieser Sprache mit dem Nachwuchs. Auch wenn das Kind Sie in Deutsch ansprechen sollte, antworten Sie in der anderen Sprache.
  • Sprachmischungen vermeiden: Kleinkinder vermischen zunächst noch unterschiedliche Sprachen miteinander. Sätze wie „Mein Bauch hurts“ beispielsweise sind an der Tagesordnung. Das macht auch gar nichts, solange Sie selbst nicht einem Gemisch der Sprachen verfallen. Verbessern Sie Ihr Kind in einem solchen Fall auch nur insofern, als dass Sie den Satz korrekt in der richtigen Sprache wiederholen, also z.B.: „Dein Bauch tut weh? Soll Mama dir eine Wärmflasche machen?“. Berichtigungen wie „Es heißt: Mein Bauch tut weh“ machen keinen Sinn und sorgen nur dafür, dass Ihr Kind sich der anderen Sprache gegenüber verweigert.
  • Sprachverweigerer: Häufig ist es so, dass Kinder ganz gezielt eine bestimmte Sprache verweigern, um ihren Eltern zu trotzen. Lassen Sie sich davon nicht beirren und bleiben Sie konsequent bei Ihrer Sprache. Auch wenn Ihr Kind Ihnen nicht in der gewünschten Sprache antwortet, wird es sie trotzdem verstehen.
  • Nur Muttersprachler: Grundsätzlich sollten nur Muttersprachler Kindern eine bestimmte Sprache nahebringen. Ansonsten übernehmen die Kids die Fehler, die sich beim Sprechen der Fremdsprache einschleichen.

"Meine Familie" wünscht: Viel Spaß! Have fun! ¡que te diviertas! Buon divertimento!

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