Kinderkrankheiten: vorbeugen, erkennen, behandeln

Kinderkrankheiten sind zwar unangenehm, verlaufen aber meist glimpflich. Hat das Kind die Krankheit überstanden, ist es oft ein Leben lang immun, beispielsweise bei Mumps, Masern, Drei-Tage-Fieber oder Röteln. Allerdings können Kinderkrankheiten auch zu ernsten Gesundheitsschäden führen – vor allem, wenn man im Erwachsenenalter daran erkrankt. Welche Kinderkrankheiten es gibt und was Sie dagegen tun können, zeigt Ihnen "Meine Familie".

Was Sie tun können

Der erste Schutz gegen Kinderkrankheiten ist die Impfung. Diese regt die Bildung von Antikörpern an und führt zu einem jahre- oder lebenslangen Schutz. So muss Ihr Kind die Krankheit meist nicht durchmachen.

Bei Verdacht auf eine Kinderkrankheit suchen Sie Ihren Kinderarzt auf. Bestätigt sich der Verdacht, informiert Ihr Arzt Sie über weitere Maßnahmen und verschreibt die nötigen Medikamente.

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind ausreichend Bettruhe hat. Bei Fieber senken Wadenwickel und kühle Waschlappen auf der Stirn die Temperatur. Wenn es den Kindern etwas besser geht und ihnen langweilig wird, vertreiben ruhige Beschäftigungen wie Lesen, Malen oder kleine Spiele die Zeit.

Kinderkrankheiten werden über Tröpfcheninfektion übertragen und sind hochansteckend. Deshalb ist es äußerst wichtig, den Kontakt zu erkrankten Kindern zu vermeiden, wenn man selbst nicht immun gegen die Krankheit ist.

Um die Ansteckung innerhalb von Familien so gering wie möglich zu halten, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Nur diejenigen Familienmitglieder, die die Kinderkrankheit bereits hatten, sollten in direktem Kontakt zum erkrankten Kind stehen. Die anderen tragen zur Vorsicht besser einen Mundschutz.
  • Desinfizieren Sie die Gegenstände, die das kranke Kind angefasst hat. Denn Viren und Bakterien überleben auch außerhalb des Körpers für einige Zeit und können durch Kontakt andere Familienmitglieder anstecken.
  • Einige Familien schicken ihre Kinder zu sogenannten „Ansteckungspartys“, bei denen die Kleinen die Krankheit bekommen sollen, um sie einmal durchgemacht zu haben. Dies birgt mehr Risiken als Nutzen, also machen Sie einen hohen Bogen um solche Partys!

Die gängigsten Kinderkrankheiten im Überblick

  • Mumps, auch als Ziegenpeter bekannt, ist eine Viruserkrankung, die meist mit Unwohlsein und erhöhter Temperatur einhergeht. Danach schwellen Ohrspeicheldrüse und Wangen an.
  • Ein Ausschlag mit hellroten Flecken am ganzen Körper ist das typische Zeichen für Masern. Diese Krankheit beginnt meist mit Schnupfen, Husten und Fieber.
  • Auch Röteln gehen mit einem fleckigen Ausschlag am ganzen Körper einher. Am Anfang der Erkrankung stehen grippeartige Symptome, Unwohlsein und Fieber.
  • Im Gegensatz zu den anderen Kinderkrankheiten, die durch Viren übertragen werden, ist Keuchhusten eine bakterielle Erkrankung der Atemwege. Nach typischen Erkältungssymptomen werden die Kinder von Hustenattacken geplagt. Überstandener Keuchhusten führt zu einer jahrelangen, aber nicht lebenslangen Immunität.
  • Windpocken zeichnen sich durch Bläschen am ganzen Körper aus, die stark jucken. Häufig beginnt die Krankheit mit Kopf- und Gliederschmerzen und erhöhter Temperatur. Auch wenn man nach überstandenen Windpocken lebenslang immun ist, kann die Erkrankung im Erwachsenenalter als sogenannte Gürtelrose wiederkehren.
  • Wie der Name Drei-Tage-Fieber schon vermuten lässt, haben Kinder bei dieser Erkrankung ein dreitägiges Fieber. Danach folgt ein fleckiger Hautausschlag, häufig am ganzen Körper.
  • Zwei ehemals verbreitete Kinderkrankheiten, Diphtherie und Kinderlähmung, sind durch fortschreitende Immunisierung in den Industrieländern nahezu bekämpft.

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