Kinderkrankheit Masern: Das sind die Symptome

Kinderkrankheiten Impfen, Impfschutz, Röteln

Bekommt ein Kind die Masern, ist ein Krankheitsverlauf in zwei Phasen typisch. Die erste Phase, deren Inkubationszeit zwischen 10 und 14 Tagen liegt, dauert etwa drei bis vier Tage und wird als „Prodromalstadium“ oder auch als „Initialstadium“ bezeichnet. Typische Beschwerden während dieser Zeit sind Entzündungen der Augenbindehäute und der Schleimhäute. Mitunter ist auch der mittlere Atemtrakt betroffen, was sich in Form einer trockenen Bronchitis äußert. Die meisten Patienten leiden in diesem ersten Stadium der Masern darüber hinaus an Fieber, das bis auf 41 Grad Celsius steigen kann. Kopf- und Halsschmerzen sowie Übelkeit sind weitere Symptome. In selteneren Fällen zeigen sich an den Schleimhäuten der Wangen, unmittelbar gegenüber der vorderen Backenzähne, auch die so genannten „Koplikflecken“, also weiße Flecken auf gerötetem Untergrund, die etwa ein bis zwei Millimeter groß sind.

Das zweite Stadium der Masern beginnt am 12. oder 13. Tag und wird als „Exanthemstadium“ bezeichnet. Es beginnt meist mit einer Schleimhautrötung am Gaumen und setzt sich am 14. und 15. Tag mit einem fleckig-knotigen Ausschlag fort. Dieser Ausschlag beginnt in der Regel zunächst hinter den Ohren und breitet sich innerhalb von 24 Stunden flächendeckend über den gesamten Körper aus. Nach weiteren vier bis fünf Tagen sind die Masern in den meisten Fällen fast schon überstanden. Der Ausschlag bildet sich zurück, lediglich eine kleieförmige Schuppung kann noch für kurze Zeit bestehen bleiben. Nehmen die Masern einen unkomplizierten Verlauf, erholen sich die Patienten sehr schnell und sind danach ein Leben lang immun gegen die Kinderkrankheit Masern.

Kommt es dagegen zu einem untypischen Verlauf der Krankheit, können mehr oder weniger schwere Komplikationen auftreten. Zu den häufigsten gehören Durchfall, Mittelohrentzündung und Lungenentzündung.

Weil die Kinderkrankheit Masern einen potenziell sehr gefährlichen Verlauf nehmen kann, ist sie in Deutschland seit dem Jahre 2001 meldepflichtig. Bei wem der Verdacht auf Masern besteht oder bei wem die Krankheit bereits bestätigt ist, darf sich in Gemeinschaftseinrichtungen weder aufhalten noch tätig werden. Mit einer Masernerkrankung dürfen Kinder also weder zur Schule noch in den Kindergarten gehen. Die bei manchen Eltern beliebten „Masernpartys“, bei denen sich nicht infizierte Kinder bei infizierten Kindern anstecken sollen, sind in Deutschland übrigens gesetzlich verboten und können ein Strafverfahren nach sich ziehen.

Kinderkrankheit Masern Behandlung und Schutz

Gegen Masern gibt es nach einem Ausbruch der Krankheit keine wirksame Therapie. In der akuten Phase sollten die Patienten wegen der hohen Ansteckungsgefahr in jedem Fall isoliert werden und Bettruhe halten, möglichst in einem abgedunkelten Raum. Fiebersenkende Medikamente und Hustenmittel können dazu beitragen, die Symptome der Masern etwas abzumildern, sollten aber nur in Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Eltern sollten darauf achten, dass die Kinder viel trinken. Da der Verlauf mit hohem Fieber einhergeht, steigt auch der Flüssigkeitsbedarf des Körpers. Nebeninfektionen, wie beispielsweise eine Mittelohr- oder Lungenentzündung, werden in der Regel mit einem Antibiotikum behandelt.

Der wirksamste Schutz gegen die Kinderkrankheit Masern ist eine Impfung, die mit einem Kombinationswirkstoff durchgeführt wird und auch als „Masern-Mumps-Röteln-Impfung“ oder „Masern-Mumps-Röteln-Windpocken-Impfung“ bekannt ist. Bei diesem Impfschutz handelt es sich um eine so genannte „Lebendimpfung“. Das bedeutet, dass die Patienten mit einer abgeschwächten Form des Virus geimpft werden, das die Masern auslöst. Nach einer einmaligen Impfung sind rund 95 Prozent der Kinder lebenslang gegen eine Infektion mit dem Masernvirus ausreichend geschützt.

Da Deutschland eine Durchimpfungsrate von weniger als 95 % aufzuweisen hat, treten immer wieder sporadische Masernepidemien auf. Auch aus diesem Grund sollte, frühestens vier Wochen nach der ersten Impfung, eine zweite Impfung angeschlossen werden. 99 % der Patienten, die über beide Impfungen verfügen, sind laut wissenschaftlichen Studien damit lebenslang vor einer Maserninfektion geschützt. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfiehlt, die erste Impfung zwischen dem 11. und dem 14. Lebensmonat durchzuführen und die zweite Impfung zwischen dem 15. und dem 23. Lebensmonat anzuschließen. Durchgeführt werden können diese Impfungen in jeder Kinderarztpraxis im Rahmen der normalen Routineuntersuchungen.

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