Drei-Tage-Fieber: Virusinfektion mit leichtem Verlauf

Fieber

Ob ein Kind unter einer ernsthaften Krankheit leidet oder vielleicht doch nur einen harmlosen Schnupfen hat, ist für Eltern nicht immer einfach zu erkennen. Viele Kinderkrankheiten beginnen zunächst mit vergleichsweise harmlosen Symptomen. Wer den Verdacht hat, dass sich sein Kind mit einer Kinderkrankheit angesteckt haben könnte, sollte deswegen so schnell wie möglich einen Kinderarzt aufsuchen. Schließlich sind Kinderkrankheiten, die in den meisten Fällen durch eine Vireninfektion ausgelöst werden, meist hoch ansteckend. Und anders als der Name suggeriert, sind Kinderkrankheiten auch nicht immer harmlos. Sie können massive Komplikationen verursachen und bei extrem schweren Krankheitsverläufen sogar zum Tod führen. Daher empfehlen Kinderärzte entsprechende Vorbeugeimpfungen bereits bei Säuglingen und Kleinkindern, denn Impfungen sind der einzige wirksame Schutz gegen Kinderkrankheiten.

Eine Ausnahme von dieser Regel bildet das Drei-Tage-Fieber, für das es keine vorbeugende Schutzimpfung und auch sonst keine prophylaktischen Maßnahmen gibt. Da bei dieser Krankheit aber kaum Komplikationen zu befürchten sind, ist eine Vorbeugung für die kleinen Patienten auch nicht unbedingt notwendig. Wie viele andere Kinderkrankheiten wird auch das Drei-Tage-Fieber durch eine Virusinfektion ausgelöst. Die bösen Buben sind zwei Typen des humanen Herpesvirus. Anfällig sind besonders Säuglinge und Kleinkinder im Alter zwischen sechs Monaten und drei Jahren. Im Frühjahr und Herbst leiden die Kinder besonders häufig unter den Symptomen dieser Krankheit. Drei-Tage-Fieber ist weltweit verbreitet und gilt als eine der häufigsten Kinderkrankheiten überhaupt. Bei rund zehn Prozent der kleinen Patienten entwickeln sich Fieberkrämpfe, die in der Regel aber ebenfalls harmlos verlaufen. Übertragen wird das Drei-Tage-Fieber über eine Tröpfcheninfektion, also Husten, Niesen oder Spucken. Die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Krankheitsbeschwerden, die so genannte Inkubationszeit, liegt zwischen fünf und zehn Tagen.

Drei-Tage-Fieber: Das können Sie tun

Charakteristisch für das Drei-Tage-Fieber ist die Tatsache, dass die Symptome die Kinder sehr plötzlich und sozusagen „aus heiterem Himmel“ treffen. Zu den typischen Symptomen der Krankheit gehört hohes Fieber. Dies kann bis zu 40 Grad Celsius oder sogar darüber steigen und hält zwischen drei und vier Tagen an. Vor allem für kleine Kinder ist diese Zeit sehr unangenehm, so dass die kleinen Patienten viel Aufmerksamkeit durch die Eltern benötigen.

In der zweiten Krankheitsphase sinkt das Fieber wieder, bis die Normaltemperatur erreicht ist. Die Kinder erholen sich zusehends, aber dafür zeigt sich nun ein Hautausschlag, der entfernt an Röteln erinnert. Dieser Ausschlag bildet sich am gesamten Körper, außer im Gesicht, das nur in sehr seltenen Fällen betroffen ist. Nach zwei bis drei Tagen ist auch dieser Ausschlag wieder verschwunden. Wichtig zu wissen: Sobald der Hautausschlag auftritt, ist das Drei-Tage-Fieber nicht mehr ansteckend und die Kinder können wieder problemlos die Kita oder die Tagesmutter besuchen. In einigen wenigen Fällen kann das Drei-Tage-Fieber auch völlig ohne Symptome verlaufen. Dann kann der Kinderarzt nur durch eine Blutuntersuchung feststellen, ob die Krankheit wirklich ausgebrochen ist.

Auch wenn das Drei-Tage-Fieber meist nach einer guten Woche überwunden ist, sollten Eltern ihrem Kind in dieser Zeit ein wenig Erleichterung verschaffen. In der Fieberphase gehört dazu beispielsweise die Gabe fiebersenkender Mittel in Absprache mit dem Kinderarzt. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder reagieren auf Medikamente mitunter deutlich anders als Erwachsene auf das gleiche Medikament. Leidet das Kind unter Fieberkrämpfen, können unter Umständen auch antiepileptische Medikamente zum Einsatz kommen. Wer auf Hausmittel statt auf Medikamente zurückgreifen möchte, der sollte dem Kind Wadenwickel anlegen, um das Fieber zu senken. Vor allem ist in dieser Zeit aber viel Aufmerksamkeit gefragt, um das Kind zu beruhigen. Ganz besonders wichtig ist, dass Kinder in der akuten Phase des Drei-Tage-Fiebers viel trinken, da der Körper durch das Fieber viel Flüssigkeit verliert. Außerdem sollten Eltern darauf achten, dass die gegebenen Medikamente keine Acetylsalicylsäure enthalten. Dieser Inhaltsstoff kann bei Kindern zu ernsten Komplikationen führen und beispielsweise das so genannte „Reye-Syndrom“ auslösen. Dabei kann es zu schweren und irreparablen Schädigungen der Leber und des Gehirns kommen.

Drei-Tage-Fieber: problematisch für Schwangere

Da nahezu alle Kinder innerhalb der ersten 12 Lebensmonate am Drei-Tage-Fieber erkranken, tritt diese Kinderkrankheit bei Erwachsenen sehr selten auf. Der Grund: Das Immunsystem bildet Antikörper gegen die auslösenden Viren, die lebenslang erhalten bleiben. Stecken sich Erwachsene dennoch mit Drei-Tage-Fieber an, verläuft diese meist harmlos. Vorsicht geboten ist allerdings für Schwangere. Tritt in ihrem Umfeld die Kinderkrankheit Drei-Tage-Fieber auf, sollten sie sich in jedem Fall mit ihrem Arzt besprechen, denn die Krankheit stellt ein gewisses Risiko für das ungeborene Kind dar. Ansteckung von Schwangeren tritt jedoch recht selten auf.

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