Kinder und Internet: der erste Einstieg

Kinder und Internet: Nur unter Anleitung!

In immer mehr deutschen Familien ist das Internet zu einem selbstverständlichen Teil des Alltags geworden. Vom weltweiten Einkaufsbummel über Tipps &Tricks rund um die Familie bis zur Planung des nächsten Urlaubs: Alles ist nur einen Mausklick entfernt. Auch für den Nachwuchs. "Meine Familie" gibt einige Tipps, was bei den ersten Schritten im Internet zu beachten ist.

Die ersten Schritte ins Internet - mit Sicherheit

Wahrscheinlich haben Sie mit Ihrem Kind schon öfter einen Ausflug in die Welt des Internets gemacht. Irgendwann kommt die Zeit, dass es sich auch alleine auf die Reise machen möchte. Und das ist auch gut so, denn in der Zukunft wird immer mehr Internet-Kompetenz eingefordert werden. Bei seinem Weg ins Internet können Sie Ihr Kind mit ganzer Kraft unterstützen und es gleichzeitig vor Gefahren schützen.

Grundsätzlich gilt, dass Sie Ihren Nachwuchs gerade am Anfang auf seinen Surf-Touren begleiten sollten und ihm dabei gleichsam nebenbei die wichtigsten Funktionen des Internet Browsers erklären können. Doch auch wenn das Kind selbstständig unterwegs ist, sollten Sie ab und zu mal einen Blick auf den Monitor werfen und immer wieder mit ihm über seine Online-Erlebnisse sprechen, um so auf dem Laufenden bleiben.

Das eigene Benutzerkonto

Betriebssysteme wie Windows oder Apple bieten die Möglichkeit, für unterschiedliche Nutzer eigene Benutzerkonten einzurichten. Damit können Sie gezielt eingeschränkte Zugriffsrechte an Ihr Kind vergeben, so dass Sie keine Angst haben müssen, dass etwas Grundsätzliches schief geht oder sich ein Computervirus auf Ihrem Rechner breit macht. Außerdem kann Ihr Kind nach Herzenslust Lesezeichen anlegen und Inhalte auf dem Desktop speichern. Wenn Sie das Passwort zum Einloggen für sich behalten, können Sie besser im Auge behalten, wann Ihr Kind ins Internet geht.

Einstiegsseite einrichten

Natürlich bietet das Internet jede Menge kindgerechter Seiten, die sich für einen Einstieg in die Surf-Session eignen. So gibt es z. B. mit "Blinde Kuh" (www.blinde-kuh.de) eine Suchmaschine, die nur kindgerechte Ergebnisse liefert. Das gleiche gilt auch für die Seite fragFINN.de (http://www.fragfinn.de/kinderliste.html), die nur Internetseiten mit kindgeeigneten Inhalten durchsucht. Vielleicht legen Sie einfach eine dieser Seiten als Startseite Ihres Internet-Browsers fest?

Wenn die Damen sich ins „Ruhezimmer“ zurückgezogen haben, widerstehen Sie der Versuchung, ständig nachzuschauen, ob alles in Ordnung ist (und falls Sie Ihr nachgeben: unbedingt vorher anklopfen!). Sagen Sie nur rechtzeitig Bescheid, wenn es ans Zähneputzen gehen soll. Vorher können Sie ja noch einen beruhigenden Kräutertee oder warme Milch mit Honig anbieten. Aller Voraussicht nach werden sich die Mädchen noch leise unterhalten, wenn das Licht gelöscht ist. Lassen Sie sie. Der Schlaf wird sie schon einholen - und am nächsten Tag können sie ausschlafen.

Beide Seiten bieten außer den Suchfunktionen auch noch viele weitere Möglichkeiten zum kindgerechten Einstieg ins Internet. Sie weisen auch den Weg zu geeigneten Online-Spielen. So machen die ersten Schritte ins Netz natürlich besonders viel Spaß.

Auf keinen Fall Namen und andere Infos preisgeben

Niemals Namen und persönliche Informationen preisgeben!

Ganz wichtig! Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass man im Internet sehr geizig mit persönlichen Daten wie Namen, Hobbys, Adresse usw. sein soll. Falls Ihr Kind von einer Internetseite aufgefordert wird, solche Daten einzugeben, sollten Sie auf jeden Fall dazu geholt werden. Passwörter müssen auf jeden Fall geheim gehalten werden.
Am besten richten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind eine eigene E-Mail-Adresse mit "Spitznamen" (Nickname) ein, die es im Internet verwenden kann. Betonen Sie, dass es auch in öffentlichen Chats auf keinen Fall mit eigenen Namen oder der echten Adresse auftreten soll. Und sagen Sie Ihrem Sprössling, dass er sich auf sein Gefühl verlassen soll. Wenn ihm etwas seltsam vorkommt und er misstrauisch wird, soll er nicht zögern, Sie darauf anzusprechen.

Wir empfehlen, den Klassenlehrer nach so genannten moderierten Chats zu fragen, in denen sich die "Kids" der Region treffen können. Hier hat eine Chat-Aufsicht ein Auge auf die Geschehnisse und verhindert diskriminierende und beleidigende Beiträge und eindeutige Belästigungen.

So hilft das Internet beim Lernen

Viele Seiten im Internet können Ihren Nachwuchs beim Lernen unterstützen. So werden z. B. gezielt Fragen nach Kinderbüchern gestellt, die gemeinsam in der Schule oder alleine "unter der Bettdecke" gelesen wurden. Damit lässt sich spielerisch das Leseverständnis kontrollieren und der Lerneifer anfachen. Natürlich gibt es auch für alle anderen Fächer Lern- und Übeseiten. Fragen Sie einfach den Klassenlehrer danach.

Wie lange dauert der Surf-Ausflug?

Das Internet lädt zu unendlichen Surf-Ausflügen ein. Schon Erwachsenen fällt es manchmal schwer, sich selbst Einhalt zu bieten. Für Kinder sollte man die Zeit im Internet klar begrenzen. Mehr als 60 Minuten sollten sie nicht vor dem Bildschirm verbringen, und das schließt schon die Zeiten ohne Surfen mit ein. Mit spezieller Kinderschutz-Software können Sie diese Zeiten schon im Rechner einprogrammieren und gleichzeitig Ihre Kinder vor dem Besuch schädlicher Seiten schützen.

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