Mein Kind will nicht in den Kindergarten gehen - was tun?

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Kinder werden so schnell groß! - Diese Aussage ist für viele Eltern nicht nur so dahingesagt, sondern birgt tatsächlich ein wenig Wahrheit in sich. Es sind nämlich vor allem die ersten drei bis vier Lebensjahre, in denen sich die Kleinen sehr schnell entwickeln - und ehe Eltern sich versehen, kommen die Kleinen bereits in den Kindergarten. Kinder treffen neue Freunde und gibt viele neue Spiele zu entdecken. Aus diesem Grund gehen die meisten Kinder in der Regel gerne in den Kindergarten. Dennoch sind die ersten Tage oftmals etwas schwierig, denn von nun an müssen Kinder eine Zeit lang ohne ihre Eltern sein. Einige Tränchen sind hier kein Einzelfall, doch diese trocknen auch schnell wieder. Das kann allerdings auch anders aussehen: Manche Kinder scheuen sich vor dem Kindergarten und können die Zeit ohne Mama und Papa nur schwer ertragen. Grundsätzlich gilt: Nehmen Sie Ihre Kinder ernst. Selbst wenn der Grund für die Unlust auf den Kindergarten banal erscheint, ist er für Ihr Kind wichtig und bedarf der Aufklärung. Probleme mit anderen Kindern können dabei ebenso Unlust auf den Kindergarten auslösen wie Spannungen mit den Betreuern. Sollten Kinder noch zu klein sein oder aus einem bestimmten Grund selbst keine Erklärung dafür liefern können, warum sie nicht mehr in den Kindergarten möchten, ist ein Gespräch mit den Erziehern der richtige Lösungsansatz. Vergegenwärtigen Sie sich aber gleich zu Beginn, dass es keine allgemeingültige Lösung für das Problem Ihres Kindes gibt. Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks kommt der Spaß am Kindergarten aber meistens schnell wieder zurück.

Warum möchte mein Kind nicht in den Kindergarten?

Die Gründe, warum ein Kind nicht in den Kindergarten gehen möchte, sind vielfältig und hängen stark mit der Persönlichkeit der Kleinen zusammen. Dabei ist der häufigste Faktor in der Trennung von den Eltern zu sehen. Die Kleinen sind es gewohnt, den ganzen Tag in einer vertrauten Umgebung zu sein und dort von Mama und Papa begleitet zu werden. Manchmal sind es zugleich die Großeltern oder gute Freunde, die auf die Kinder aufpassen, aber auch zu diesen Personen besteht eine enge Bindung. Im Kindergarten sind die Kinder dann zum ersten Mal auf sich allein gestellt und müssen sich an eine neue Umgebung gewöhnen. Dieser Umstand löst Ängste aus: Angst vor dem Unbekannten und Verlustängste kommen hier sehr häufig vor. Sollte dies der Grund für die Unlust auf den Kindergarten sein, können Sie beispielsweise eine Zeit mit in der Kindergartengruppe bleiben. Darüber hinaus sollten Sie herausfinden, ob Ihr Kind gut mit den Erziehern der Gruppe zurechtkommt. Manchmal besteht zwischen Kindern und Gruppenleitern einfach keine gute Chemie; ein einfacher Wechsel der Gruppe kann das Problem bereits lösen. Natürlich spielen ebenfalls die anderen Kinder eine große Rolle. Vor allem Einzelkinder haben gelegentlich Schwierigkeiten, sich in bestehende Gruppen einzufügen und mit fremden Kindern zu spielen. Hier ist es jedoch nur eine Frage der Zeit, bis sich die Kleinen an den neuen Umstand gewöhnen. Zudem ist das Spiel mit anderen Kindern wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung. Sollten Sie eines dieser Probleme bei Ihrem Kind bemerken, können Sie ein paar Tage mit in den Kindergarten kommen, bis dieser zu einem vertrauten Umfeld geworden ist. Sprechen Sie außerdem regelmäßig mit den Kindergärtnern und fragen Sie, ob es vielleicht zu Schwierigkeiten oder anderen Problemen gekommen ist.

Was Sie als Eltern tun können

Manche Kinder gehen eine ganze Zeit lang sehr gern in den Kindergarten. Von einem Tag auf den anderen kann es allerdings passieren, dass sie sich plötzlich dagegen wehren. Tränen am Morgen sind dabei ebenso ein Anzeichen für Probleme wie Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen. Fragen Sie Ihr Kind ganz direkt, warum es nicht in den Kindergarten möchte. Sprechen Sie mit den Kleinen über die Zeit, in der sie Freude am Kindergarten hatten. Wenn die Kinder sich nicht öffnen möchten, müssen Sie ein bisschen Detektiv spielen. Sprechen Sie zunächst mit den Erziehern und fragen Sie nach Zwischenfällen. Ein Streit mit einem anderen Kind oder eine Aufgabe beim Basteln, die nicht bewältigt werden konnte, sind beispielsweise mögliche Auslöser. Weiterhin kann es aber auch sein, dass sich Kinder im Kindergarten unterfordert oder gelangweilt fühlen. Insbesondere bei älteren Kindern führt dieser Umstand oft dazu, dass sie nicht mehr in den Kindergarten gehen möchten. Gibt es vielleicht hauptsächlich jüngere Kinder in der Gruppe? Werden kaum gemeinsame Aktivitäten angeboten? Oder sind es möglicherweise nur noch ein paar Wochen, bis die Kinder in die Schule kommen? In allen Fällen ist das Gespräch die richtige Lösung. Erklären Sie Ihrem Kind, warum die unbeschwerte Zeit im Kindergarten so wichtig ist. Bei einer Unterforderung hilft auch ein Einstufungstest beim Kinderarzt. Hier zeigt sich sehr schnell, ob Kinder eventuell schon bereit für die Schule sind und deshalb nicht mehr in den Kindergarten wollen. In allen Fällen gilt es aber, auf die Sorgen der Kinder einzugehen und diese ernst zu nehmen. Der Kindergarten ist für die Entwicklung eine sehr wichtige Zeit. Deshalb sollte diese von allen Kindern nicht nur genutzt, sondern auch genossen werden.

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