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So wird Keuchhusten ausgelöst

Kinderkrankheiten, Impfung, Antibiotika Kinder, Kinder Husten

Grund für den Ausbruch der Kinderkrankheit Keuchhusten ist eine Infektion mit dem Bakterium Bordatella pertussis. Dieses Bakterium kommt weltweit vor und wird von Kind zu Kind über eine Tröpfcheninfektion weitergegeben. Darüber hinaus hat das Bakterium die Fähigkeit, auch auf Plastikmaterial, Kleidern und Staub bis zu fünf Tagen zu überleben und so eine Infektion auszulösen. Das ist besonders wichtig für Eltern kleiner Kinder, denn gerade Säuglinge und Kleinkinder stecken öfter mal etwas in den Mund und können sich so infizieren. Einmal übertragen, setzt sich der Erreger auf den Schleimhäuten der Atemwege fest und löst so die typischen Symptome des Keuchhustens aus. Während sich das Bakterium auf den Schleimhäuten vermehrt, produziert es gleichzeitig das Pertussis-Toxin. Dieses Gift schädigt das umliegende Gewebe, schwächt die Abwehrkräfte und zerstört die Schleimhäute. Die Inkubationszeit von Keuchhusten liegt bei sieben bis 20 Tagen. Das höchste Risiko, sich mit Keuchhusten zu infizieren, liegt direkt im Anschluss an die Inkubationszeit. Erst nach der 6. Erkrankungswoche klingt das Ansteckungsrisiko langsam wieder ab und die kleinen Patienten haben den Keuchhusten überstanden. Wie hoch das Ansteckungsrisiko bei Keuchhusten ist, haben auch wissenschaftliche Studien gezeigt. Demnach entwickeln rund 80 % der Menschen, die mit dem Erreger in Kontakt kommen und nicht geimpft sind, dann auch Krankheitssymptome.

So verläuft die Kinderkrankheit Keuchhusten

Keuchhusten nimmt als Krankheit einen sehr langsamen Verlauf. Kinder haben also oft wochen- oder sogar monatelang mit den Symptomen der Krankheit zu kämpfen. Typischerweise verläuft Keuchhusten in mehreren Phasen, die alle durch eigene Symptome gekennzeichnet sind. Die Anfangsphase dauert rund ein bis zwei Wochen und geht mit erkältungsartigen Symptomen einher. Niesen, Schnupfen, Heiserkeit und leichtes Fieber gehören dazu. Mitunter entwickeln die Patienten auch eine Bindehautentzündung. Die meisten kleinen Patienten empfinden diese Symptome zunächst nicht schlimmer als einen normalen Schnupfen. An dieses Anfangsstadium schließt sich die zweite Phase an, die etwa vier bis sechs Wochen dauert und in denen sich die typischen Keuchhustensymptome entwickeln. Dazu gehören unter anderem krampfartige Hustenanfälle mit anschließendem keuchendem Einatmen, woraus der Name Keuchhusten entstanden ist. Fieber ist in dieser Phase eher selten, allerdings nehmen bei vielen Patienten die Beschwerden in der Nacht deutlich zu. Auch ein zäher, glasiger Auswurf oder Erbrechen können in dieser Phase als Symptome auftreten. Diese Phase ist für die Kinder besonders unangenehm. Vor allem die Hustenanfälle können auch Angstattacken auslösen, da die Kinder mitunter das Gefühl haben, keine Luft mehr zu bekommen. Umso wichtiger ist es in dieser Krankheitsphase, dass die Eltern in der Nähe sind, um zu beruhigen und zu trösten. Während ältere Kinder die typischen Hustenanfälle bekommen, kann Keuchhusten bei Säuglingen und Kleinkindern lebensbedrohliche Atemstillstände auslösen. Tritt Keuchhusten im ersten Lebensjahr auf, können außerdem schwere Komplikationen wie beispielsweise eine Lungen- oder Mittelohrentzündung, eine Gehirnentzündung oder eine krankhafte Ausweitung von Teilen des Bronchialsystems auftreten. Das letzte Stadium des Keuchhustens zieht sich etwa sechs bis zehn Wochen hin. In dieser Zeit klingen die Symptome in der Regel langsam ab.

So wird Keuchhusten behandelt

Im Gegensatz zu anderen Kinderkrankheiten gibt es bei Keuchhusten eine wirkungsvolle Medikamententherapie. Ist der Krankheitserreger bestätigt, sollte so früh wie möglich mit der Gabe eines Antibiotikums begonnen werden. So können Eltern ihren Kindern einen unnötig langen Krankheitsverlauf ersparen. Wie bei anderen Krankheiten gilt auch bei Keuchhusten: Je früher die Antibiotika-Therapie beginnt, desto schneller setzt die Heilung ein. Darüber hinaus sorgen die Antibiotika dafür, dass sich die Ansteckungszeit für Keuchhusten deutlich verringert, nämlich auf rund fünf Tage nach Beginn der Therapie. Auf die eigentlichen Keuchhusten-Symptome hat die Antibiotika-Therapie allerdings meist keinen Einfluss. Um die Beschwerden der kleinen Patienten zu lindern, sollten Eltern darauf achten, dass die Kinder in einer ruhigen Umgebung liegen. Auch kühle und feuchte Raumluft ist wichtig. Am besten gelingt das, indem man feuchte Handtücher im Raum aufhängt. Erhöhte Luftfeuchtigkeit sorgt für eine Beruhigung der Atemwege und damit auch für weniger heftige Hustenanfälle. Zusätzlich sollten die Kinder viel Flüssigkeit zu sich nehmen und viele kleine Mahlzeiten zu sich nehmen. Der einzig wirksame Schutz gegen Keuchhusten ist eine Impfung. Diese besteht aus der sogenannten Grundimmunisierung, die mehrere Impfdurchgänge umfasst und zwischen dem zweiten und dem 14. Lebensmonat durchgeführt wird. Danach sind Auffrischungsimpfungen notwendig, da der Impfschutz nicht lebenslang anhält. Die ergänzenden Impfungen finden bei Kindern und Jugendlichen zwischen fünf und 17 Jahren statt. Auch Erwachsene sollten ihren Impfschutz gegen Keuchhusten regelmäßig auffrischen, denn Kinderkrankheiten treten eben nicht nur bei Kindern auf.


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