Gute Nacht! Mit Schlafstörungen zurechtkommen

Gesunder Schlaf ist existenziell für die Entwicklung von Kindern. Doch Schlafstörungen wie Alpträume und Schlafwandeln hindern einige am Durchschlafen. "Meine Familie" weiß, woran es liegen kann, und hat Vorschläge, wie die Kleinen wieder besser schlafen können.
Kinder schlafen nicht "nur" in der Nacht, sie wachsen auch. Je ausgeschlafener sie sind, desto aufnahmefähiger und ausgeglichener sind sie am nächsten Tag. Von Lebensphase zu Lebensphase ändert sich das Schlafbedürfnis von Kindern. Babys brauchen gerade in den ersten Wochen 16 bis 18 Stunden Schlaf. Kleinkinder bis zwei Jahren kommen mit durchschnittlich 13 Stunden Schlaf aus. Kinder zwischen drei und fünf Jahren brauchen elf bis zwölf Stunden Schlaf pro Tag. Und wenn sie krank sind, brauchen sie natürlich noch mehr Schlaf.

Einige Gründe für Schlafstörungen

Schlafstörungen der Minis können viele Ausprägungen haben. Einige haben wir hier gesammelt.
Schlafwandeln. Da ist zum einen das Schlafwandeln, das schon mit dem aufrechten Sitzen im Bett beginnt und bis zum Umherstolzieren in der Wohnung reichen kann. Zuweilen sprechen sie auch im Schlaf. In der Regel „schlafwandeln“ sie in der Tiefschlafphase im ersten Drittel der Nacht. Am besten wecken Sie das Kind nicht auf und „reißen“ es aus dem Schlaf. Stattdessen helfen sie ihm, sich wieder bequem hinzulegen. Falls Ihr Kind des Öfteren wirklich regelrechte „Wanderungen“ unternimmt und sich in Gefahr begibt (Treppen, offene Balkontüren etc.), können Sie z. B. eine einfache Alarmanlagen installieren, eine Glocke an der Tür des Kinderzimmer oder einen einfachen akustischen Bewegungsmelder.
Panikattacken. Kinder, die Panikattacken in der Nacht haben und weinend aufwachen, wissen kaum noch, wo sie sich befinden. Sie lassen sich nur schwer wieder beruhigen. Dieser „Nachtschreck“ hat nichts mit Alpträumen zu tun, da er meistens am Ende der Tiefschlafphase stattfindet. Wenn das Kind eine Panikattacke oder einen Alptraum hat, sollten Sie natürlich trotzdem schnell bei ihm sein, es in den Arm nehmen und mit gutem Zureden beruhigen.
Alpträume. Auch Alpträume sind typische Ausprägungen von Schlafstörungen. So viel ist am Tag geschehen und nicht alles wurde verarbeitet! Im Schlaf erleben Kinder die schlimmsten Geschichten und sind beim Aufwachen zutiefst verunsichert. Denn ihnen geht es nicht anders als uns „Großen“: Traum und Wirklichkeit sind kaum zu unterscheiden. Erklären Sie in aller Ruhe, dass alles nur ein Traum war – und lassen Sie sich den Traum erzählen. Dann ist die Angst in den meisten Fällen schon vorbei.
Bettnässen. Ein Drittel der Kinder im Alter von vier Jahren sind Bettnässer. Schlafmediziner werten das erst als eine Schlafstörung, wenn es noch nach dem 5. Lebensjahr stattfindet. In der Regel wachsen viele Schlafstörungen sich jedoch mit den Jahren aus. Es braucht also vor allem Geduld.

Rituale helfen beim Schlafen

Rituale helfen Kindern, mit dem Alltag zurechtzukommen. Und das gilt auch für den gesunden Schlaf. Machen Sie schon aus dem Einschlafen ein Ritual. Bringen Sie das Kind immer zur selben Zeit ins Bett (Ausnahmen bestätigen die Regel) und bleiben Sie bei ihm. Vielleicht lesen Sie eine Geschichte vor, vielleicht erzählen sie von ihrem Tag, vielleicht erfinden Sie ein Märchen. Jede Familie kann ihre eigenen Rituale erfinden - und davon sollten Sie sich auch nicht abhalten lassen, wenn z. B. Freunde zu Gast sind. Wenn das Kind weiß, womit es jeden Abend zu rechnen hat, wird es auch ruhiger durchschlafen können.
Wilde Spiele vor dem Schlafengehen sind eher zu vermeiden, die halten nicht nur wach, sondern das Kind nimmt die Erinnerung daran auch mit in den Schlaf. Die Aufregung erschwert das Ein- und das Durchschlafen.
Achten Sie darauf, dass das Kind auch am Tage im Normalfall nicht zu viel schläft. Wenn der Mittagsschlaf zu lang zu werden droht, sollten Sie es sanft dem Schlummer entreißen.
Einige Kinder schlafen ruhiger im elterlichen Bett, nachdem sie nachts aufgewacht sind. Natürlich können Sie das dann und wann zulassen, aber Sie sollten immer wieder darauf aufmerksam machen, dass es nicht die Regel ist. 

Wann ist professionelle Hilfe nötig?

Wenn das Kind auf längere Zeit nicht gut einschlafen oder durchschlafen kann, sollten Sie vielleicht zum Arzt gehen. Ein Schlafmediziner bittet Sie, den Schlafrhythmus des Kindes über den Zeitraum von ein bis zwei Wochen aufzuschreiben. Weitere Untersuchungen werden in einem Schlafzentrum vorgenommen. Der Arzt wird Sie dazu natürlich ausführlich beraten.

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