Gute Nacht dank Familienbett

Gute Nacht dank Familienbett

Beim Thema Familienbett scheiden sich die Geister: Die einen legen Wert auf maximales Zusammengehörigkeitsgefühl, andere brauchen einen persönlichen Rückzugsort. Vor allem beim ersten Kind ist die Unsicherheit bei Eltern sehr groß: Menschen bewegen sich in der Nacht häufig hin und her und durchlaufen verschiedene Schlafphasen. Im Tiefschlaf bekommen wir nicht viel von unserer Umwelt mit. Ist die Sicherheit des Babys unter diesen Umständen gewährleistet?

Wenn Sie das Modell „Familienbett“ ausprobieren möchten, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Wenn die Eltern Raucher sind, sollten sie davon absehen, gemeinsam mit ihrem Kind im Familienbett zu schlafen.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Bett sicher ist. In einem Spalt könnte sich Ihr Baby einklemmen. Bei einem zu weichen Untergrund droht Erstickungsgefahr. Wählen Sie eine flache, feste Matratze mit Spannbettlaken.
  • Auch Neugeborene bewegen sich im Schlaf. Sichern Sie die Seite, auf der Ihr Baby liegt, mit einem Bettgitter.
  • Das Baby sollte direkt neben seiner Mutter schlafen. Eventuelle Störungen im Schlaf bemerkt sie auf diese Weise sofort.
  • Alkohol und Drogen trüben die Wahrnehmung und sind daher tabu, wenn im Familienbett geschlafen wird.
  • Bei übergewichtigen Eltern kann es im Bett zur Bildung von Mulden kommen, in die das Neugeborene rutschen kann. Gehen Sie auf Nummer sicher und legen Sie Ihr Kind in ein separates Bett.
  • Haarbänder, Schleifen oder Perlen an der Schlafwäsche können für das Baby gefährlich werden. - Haut und Atemwege von Babys sind noch sehr empfindlich. Um Reizungen zu vermeiden, ist es sinnvoll, im Familienbett auf parfümierte Cremes, Lotionen und Waschmittel zu verzichten.

Familienbett: mehr Bequemlichkeit für alle

Die Möglichkeit, das Baby ins Familienbett zu holen, nutzt ein Großteil der Eltern. Während zu Beginn praktische Gründe überwiegen, genießt die gesamte Familie mit wachsendem Alter des Kindes die Vorzüge, die ein Familienbett hat. Die Vorteile eines Familienbetts im Überblick:

1. Liebe und Geborgenheit

Wenn ein Baby schreit, ist dies ein Zeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist und es sich nicht selbst helfen kann. Ein Baby, das bereits früh zu jeder Tages- und Nachtzeit umsorgt wird, fühlt sich geborgen. Erfährt es von Anfang an Liebe und Unterstützung, kommen Gefühle wie Angst oder Einsamkeit auch in der späteren kindlichen Entwicklung seltener auf. Die Vermittlung von Sicherheit im frühen Kindesalter ist ein wichtiger Grundstein für die spätere Entwicklung und ein gesundes Selbstvertrauen.

2. Erleichterung beim Stillen

Babys haben kurz nach der Geburt noch keinen regelmäßigen Schlafrhythmus. Alle zwei bis drei Stunden wachen sie auf und verlangen nach dem Fläschchen oder der Brust der Mutter. Vor allem in den ersten Monaten gibt es nichts Besseres für Mutter und Kind, als das Stillen. Das Kleine wird mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt. Obendrein stärkt die Muttermilch den natürlichen Immunschutz. Für Mütter bedeutet Stillen vor allem Nähe zu ihrem Neugeborenen. Schlafen Baby und Mutter zusammen im Familienbett, wird die Nachtruhe in geringerem Maße gestört, da Mutter und Kind beim Stillen bequem im Bett liegen bleiben können.

3. Schutz vor plötzlichem Kindstod

Die Angst junger Mütter vor dem plötzlichen Kindstod ist groß. Babys, die im Familienbett nahe bei ihrer Mutter schlafen, gehören sehr selten zu den Betroffenen. Die Atemgeräusche der Mutter erinnern den Nachwuchs daran, regelmäßig Luft zu holen. Greift dieser Mechanismus nicht und es kommt zum Atemstillstand, sind die Eltern in unmittelbarer Nähe, um ihr Kind aufzuwecken.

4. Geschwisterliebe

Geschwister, die zusammen in einem Familienbett schlafen, entwickeln durch die Nähe eine tiefe Bindung zueinander. Das ältere Kind zeigt Fürsorge und beschützt seinen kleinen Bruder oder seine kleine Schwester.

Kinder, die bereits früh die Nähe und Wärme ihrer Eltern spüren, schlafen ruhiger. Beachten Sie die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen, dann steht einem unbeschwerten Schlaf nichts mehr im Wege.