Gummitwist - das alte Kinderspiel neu entdecken

Kinder, die mit dem Smartphone in der Hand auf dem Schulhof sitzen, sind kein seltenes Bild. Schon Grundschüler spielen in der Pause mit Handys und Tablet PCs. Auch nach der Schule ruft oft erst einmal der Fernseher, anstatt mit Freunden draußen zu spielen. Darunter leiden die Motorik, das Gleichgewicht und die Geschicklichkeit. Bewegungsspiele wie Gummitwist machen Kindern seit Generationen Spaß und fördern die koordinativen Fähigkeiten und das Miteinander. So lernen Kinder spielerisch, dass Bewegung an der frischen Luft Freude macht. Zudem knüpfen Kinder durch gemeinsames Gummitwist-Spielen Kontakte und gewinnen an Selbstvertrauen. Das uralte Spiel ist nach wie vor beliebt – zurecht, denn es bietet viele Möglichkeiten zur abwechslungsreichen Gestaltung. Die Regeln variieren von Region zu Region und von Schulhof zu Schulhof. Die Grundregeln sind aber meist von den Eltern oder älteren Geschwistern überliefert und werden von den Kindern immer wieder neu erfunden und ergänzt.

Gummitwist – so einfach kann es losgehen

Ein Pluspunkt beim Gummitwist ist, dass keine teuren Spielgeräte angeschafft werden müssen. Ein langes Gummiband genügt. Früher wurden Hosengummis oder andere elastische Bänder zweckentfremdet. Heute gibt es Gummitwist-Bänder in leuchtenden Farben, die sofort Lust auf Hüpfspiele machen. Das perfekte Gummitwist-Gummi ist mindestens drei Meter lang. Damit kann jederzeit draußen gespielt werden. Am besten spielt es sich mit mindestens drei Personen. Zwei Kinder spannen das Gummi um Beine, Po oder Hüften und die anderen Kinder springen abwechselnd. Als Alternative können die Gummis auch an Stühlen, Bäumen, Haken oder Straßenschildern befestigt werden. Der Springer wechselt immer dann, wenn ein Kind einen Fehler gemacht hat. Was genau ein Fehler ist, hängt ganz von der Spielvariante ab – und davon gibt es unzählige. Die Kinder springen mit geschlossenen Beinen zwischen den Bändern, grätschen außerhalb des Gummis die Beine, springen auf das Band und an den Seiten heraus. Das macht Spaß, kostet Energie und steigert die Kondition. Ein perfektes Fitnessprogramm für Kinder. Das gemeinsame Aushandeln und Einhalten der Regeln, das Gewinnen und Verlieren sowie das spielerische Messen mit den anderen fördern die soziale Kompetenz und tun dem Selbstbewusstsein weitaus besser, als das Konsolenspielen alleine zu Hause.

Verschiedene Schwierigkeitsgrade – Ehrgeiz entwickeln und über sich hinauswachsen

Kinder lernen bekanntlich schnell und die einfachen Sprünge werden auf Dauer langweilig. Beim Gummitwist gibt es viele Möglichkeiten, die Schwierigkeit zu erhöhen. So gewinnen die Kinder einfach Erfolgserlebnisse und neuen Ehrgeiz. Durch einfaches Verstellen der Sprunghöhe kann der Schwierigkeitsgrad beim Gummitwist leicht verändert werden. Zu Beginn wird das Gummi um die Knöchel gespannt, später kann es unter dem Po oder an der Hüfte befestigt werden. Absolute Gummitwist-Profis unter den Kindern wagen Sprünge über Bänder auf Achselhöhe. Auch mit der Beinstellung können die Hüpfabfolgen erschwert werden. Je enger die Beine gestellt werden, desto kleiner ist das Trittfeld für die Sprünge - alles seine Frage der Körperbeherrschung. Kinder brauchen Abwechslung und Herausforderung – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Lustige Verse geben den Rhythmus vor und helfen den Kindern, sich die Schrittfolgen zu merken. Viele der beliebten Gummitwist-Reime kennen die Erwachsenen noch aus ihrer eigenen Kindheit. Die Gummitwist-Verse sind eingängig, rhythmisch und bleiben immer in der Erinnerung. Trotzdem denken sich die Kinder fleißig neue Verse aus und prägen den Gummitwist so für ihre Generation. Anhand der lustigen Zeilen können sich die Kinder die Sprünge und Abläufe leichter merken - Konzentrationstraining mit Spaßfaktor, das sich so manches Mal auch bei den Schulaufgaben bezahlt macht. Die Klassiker kennen die meisten Eltern ganz sicher: „Teddybär, Teddybär, dreh dich um, Teddybär, Teddybär mach dich krumm, Teddybär, Teddybär auf einem Bein, Teddybär, Teddybär, das wär fein „… oder „Die Wis-sen-schaft hat fest-ge-stellt, dass Co ca Co-la Gift ent-hält“.

Wer sich noch erinnern kann, wie es damals war - Gummitwist wird mit seinen Regeln, Versen, Sprüngen von einer Generation zur nächsten überliefert. Also sind die Eltern oder Geschwister gefragt, wenn die Kleinen wieder mit dem Handy spielen oder zu Hause vor dem Fernseher sitzen. Ab nach draußen und Gummitwist hüpfen. Der Kombination aus Bewegung, Spiel und Lachen kann kein Kind lange widerstehen. Die Nachbarskinder und Schulfreunde schließen sich bestimmt an, um abends müde ins Bett zu fallen – ohne noch ein bisschen fernzusehen.

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