Gesichtspflege in der Schwangerschaft - Pigmentveränderungen im Gesicht!

Schwanger, Stillzeit

Vielen Frauen sieht man nicht nur am Bauch an, dass sie schwanger sind: Sie strahlen aus sich heraus. Die Haut wirkt rosig und glatt. Das liegt vor allem daran, dass hormonell bedingt in der Schwangerschaft mehr Flüssigkeit eingelagert wird und sich damit kleinere Falten und Furchen der Haut füllen. Insgesamt wirkt die Haut gespannt und strafft und wirkt durch die gesteigerte Durchblutung rosig. Doch tatsächlich bewirken die Veränderungen im Körper während einer Schwangerschaft nicht bei allen Frauen dieses positive Hautbild, sondern Hautprobleme. Die vermehrte Wassereinlagerung kann ebenso gut ein verquollenes Gesicht erzeugen. Durch die vermehrte Durchblutung können Wangen ständig gerötet und das Antlitz damit leicht fiebrig wirken. Pigmentflecken, die bereits vor der Schwangerschaft bestanden haben, können durch diese Effekte betont und stark sichtbar werden. Pigmentveränderungen im Gesicht und im Bereich des Halses werden als Chloasma bezeichnet. Im Volksmund werden diese Hautprobleme in der Schwangerschaft auch „Schwangerschaftsmaske“ genannt. Ein typisches Kennzeichen dafür sind bräunliche Flecken, die vorwiegend auf der Stirn, an den Wangen und am Hals auftreten. Bei dunkelhäutigen Frauen zeigen sich diese Flecken als helle Verfärbungen. Die Flecken werden ausgelöst vom sich vermehrt produzierenden Melanin. Melanin wird auch als Pigmenthormon bezeichnet; es schützt die Haut vor der Einwirkung von ultraviolettem Licht.

So schützen Sie Ihre beanspruchte Haut während der Schwangerschaft

Es gibt einige Dinge, die Sie tun sollten, um diese Hautprobleme in der Schwangerschaft zu minimieren. Dazu zählt vor allem, dass Sie als Schwangere die direkte Sonneneinstrahlung am besten meiden sollten. Ausgiebige Sonnenbäder fördern Pigmentflecken und sorgen dafür, dass diese dunkler und sichtbarer werden: Die Sonneneinstrahlung bewirkt eine Zunahme der Produktion von Melanin, um Sie vor der UV-Strahlung zu schützen. Dies wiederum führt dazu, dass Ihre Haut pigmentiert; sie erhält einen bronzefarbenen oder braunen Schimmer, zugleich werden aber alle Pigmentflecken ebenfalls dunkler. Während des Hochsommers lässt sich der Kontakt mit der Sonne jedoch kaum vermeiden. Empfehlenswert ist es deshalb ein Sonnenschutzmittel zu verwenden. Besonders für Ihr Gesicht ist eine Tagescreme mit UV-Schutz empfehlenswert. Der Lichtschutzfaktor sollte bei dieser Pflege mindestens bei 15 liegen. Zusätzlich ist es ratsam, einen Sonnenhut, der das Gesicht gut verschattet, zu tragen. Wenn Sie bereits Pigmentflecken haben und diese als störend empfinden, können getönte Tagescremes helfen, diese zu kaschieren. Cremes mit Farbpigmenten gibt es auch mit gleichzeitigem UV-Schutz. Die dunklen oder hellen Pigmentflecken verschwinden nach der Geburt von allein. In den meisten Fällen werden Sie innerhalb der ersten drei Monate nach Geburt unsichtbar.
Nicht nur mit äußerlicher Pflege können Sie auf Hautprobleme reagieren: Eine Ernährung mit genügend Folsäure kann Pigmentflecken unter Umständen sogar verhindern. Folsäure kommt beispielsweise in Vollkorn und grünem Blattgemüse vor, das in der Schwangerschaft reichlich auf dem Speiseplan stehen sollte.

Unreine oder stark trockene und empfindliche Haut – was hilft?

Während bei der einen Schwangeren die Haut besonders rein und feinporig wird, reagieren andere Schwangere auf die höheren Hormonwerte mit einer Überproduktion an Sebum. Dieses körpereigene Öl sorgt dafür, dass die Haut elastisch und geschmeidig bleibt. Zugleich kann es aber auch die Ursache dafür sein, dass Poren verstopfen und sich Pickel bilden. Wenn Ihre Gesichtshaut zu einer vermehrten Rückfettung neigt, sollten Sie diese regelmäßig mit einem sanften Reiniger abtupfen und anschließend mit einer ölfreien Feuchtigkeitscreme behandeln. Verwenden Sie auch bei Hautproblemen in der Schwangerschaft keinesfalls Medikamente gegen Akne, die darin enthaltenen Bestandteile sind nicht in der Schwangerschaft zugelassen, da es keine Studien über deren Auswirkungen auf das Ungeborene gibt. Hautprobleme, die während der Schwangerschaft entstehen, verschwinden innerhalb weniger Wochen nach der Geburt wieder, sobald der Hormonspiegel sinkt. Ein anderes extrem ist trockene Haut, die häufig auch mit sehr sensiblen Reaktionen einhergeht. Auch das wird durch die höheren Hormonwerte bewirkt. Zudem ist vor allem die starke Dehnung der Haut dafür verantwortlich. Durch die Zunahme an Wasser, das im Gewebe eingelagert wird, und das besonders für die Geburt wichtig sein wird, sehnt sich die Haut auch im Gesicht. Die Haut wird dadurch dünner und empfindsamer. Dies kann zu Trockenheit führen. Seifen und Waschmittel können Reizungen auslösen und greifen die Haut mehr an, als wenn sie ihre gewohnt starke Schutzschicht hat. Besteht bereits ein Hautproblem wie etwa ein Ekzem oder eine Neurodermitis, kann dieses in der Schwangerschaft schlimmer werden. Versuchen Sie auf Produkte zu verzichten, die Ihre Haut stark reizen. Parfümierte Cremes, Waschpulver, Weichspüler und auch hartnäckige Make-up-Remover sind die Hauptverdächtigen, die Probleme an der Haut intensivieren. Pflegen Sie die Haut mit einer hochwertigen Feuchtigkeitscreme. Vermeiden Sie alles, das Ihre Haut austrocknet: Lange ausgedehnte Bäder in sehr heißem Wasser sollten Sie beispielsweise unterlassen. Sie trocknen damit nicht nur die Haut am gesamten Körper aus. Auch die empfindliche Gesichtshaut wird stark beansprucht, da der heiße Wasserdampf eine austrocknende Wirkung hat. Ein Zeichen für die Sensibilisierung der Haut ist auch vermehrter Juckreiz oder Ausschlag. Dieser tritt oft ohne erkennbaren Grund auf und verschwindet oft wieder, ohne dass Sie konkrete Maßnahmen getroffen haben. Durch den hohen Hormonspiegel während der Schwangerschaft kann es zu Unverträglichkeiten gegenüber von Stoffen kommen, die Ihnen sonst nichts ausmachen. Mindernd wirkt es, wenn Sie sich in nicht überhitzten und leicht feuchten Räumen aufhalten. Im Winter sollten Sie in jedem Fall Luftbefeuchter verwenden und regelmäßig die Fenster öffnen, um für Durchzug zu sorgen. Hört der Juckreiz auch nach zwei Tagen nicht auf, dann sollten Sie Ihren Arzt befragen, denn hinter diesem Hautproblem kann eine Erkrankung der inneren Organe stecken, die in der Schwangerschaft unbedingt abgeklärt werden sollte.

Unnormale Hautveränderungen in der Schwangerschaft

Als Faustregel gilt: Alles, was unnormal erscheint oder gar schmerzhaft ist, sollte ärztlich abgeklärt werden. Genau das gilt auch für alle Hautprobleme während der Schwangerschaft. Ein Warnzeichen ist, wenn die Haut entzündet ist und sich Blasen bilden. Ebenso bedenklich kann ein Juckreiz oder Hautausschlag sein, sofern dieser unveränderlich oder schlimmer werdend über mehrere Tage besteht. Schmerzhafte Pigmentveränderungen, Muttermale, die sich vergrößern oder gar berührungsempfindlich werden, sind ein Grund den Arzt aufzusuchen. Hautprobleme jeglicher Art können viele Ursachen haben, die nicht ausschließlich mit einer Schwangerschaft zusammenhängen. Einige Fälle sollten ärztlich abgeklärt werden, um adäquate Diagnose stellen und gegebenenfalls schnell eine Behandlung einleiten zu können.

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