Geburtsvorbereitung: wissen, was passiert

Geburtsvorbereitung: wissen, was passiert

Die Geburt eines Kindes ist zweifellos eines der wichtigsten Ereignisse im Leben einer Frau. Aber auch für den Vater ist dies eine extrem aufregende Zeit. Gerade beim ersten Kind ist alles neu und die junge Familie weiß oft noch nicht genau, was auf sie zukommt. Kurse zur Geburtsvorbereitung helfen, sich körperlich und seelisch auf die Geburt und die Zeit danach vorzubereiten.

Was geschieht bei einer Geburt? Wer ist im Kreißsaal anwesend? Wie kann man mit den Schmerzen umgehen? Und wie kann der Partner die werdende Mutter bei der Geburt optimal unterstützen? Das sind nur einige der Fragen, die in Kursen zur Geburtsvorbereitung beantwortet werden. Erfahrene Fachkräfte, in der Regel Hebammen, bereiten Paare und vor allem Frauen auf die Geburt vor, machen sie mit allen wichtigen Vorgängen vertraut und nehmen mit viel Einfühlungsvermögen die Angst vor dem Unbekannten.

Ab Woche 25 geht es los

In der Regel beginnen die Kurse zur Geburtsvorbereitung in der 25. Woche der Schwangerschaft. Normalerweise werden sie für Paare angeboten. Doch genauso gibt es auch Kurse für Alleinstehende, für Frauen, deren Partner beruflich stark eingebunden sind oder „Auffrischungskurse“ für werdende Mütter, die bereits Kinder haben.

Schwangere lernen in den Kursen, auf ihren Körper zu hören und zu verstehen, welche Funktion Körperteile wie Muttermund oder Beckenboden während der Geburt übernehmen. So können sie sich besser auf die Geburt einstellen. Die Hebamme lehrt einfache Atem- und Entspannungstechniken, mit denen sich die Gebärende die Geburt nach Möglichkeit erleichtern und das Schmerzempfinden zu ihrem Besten beeinflussen kann. Der werdende Vater kann in diesen Kursen viel darüber erfahren, wie die werdende Mutter fühlt und wie er sie gezielt unterstützen kann – z. B. durch Massagen.

Besonders spannend wird es natürlich, wenn die werdenden Eltern beginnen, eine Beziehung zu ihrem ungeborenen Kind aufzubauen. Die ersten Bewegungen und das Füßchen, das von innen gegen die Bauchdecke presst – das sind Erinnerungen, die man nie mehr vergisst.

Und nach der Geburt?

Natürlich wird auch ein Blick auf die Zeit nach der Geburt geworfen: Wie hält man ein Baby richtig, wie funktioniert das Stillen und was ist bei der Pflege zu beachten? In den Stunden zur Geburtsvorbereitung gibt es auch immer Gelegenheit, die vielen Fragen zu stellen, die werdende Eltern beschäftigen. Die Hebammen, die diese Kurse geben, haben viel Erfahrung und fast immer die richtige Antwort parat. Und in der Regel gibt es zusätzlich auch jede Menge Info-Material zum Nachlesen.

Normalerweise wird die Frauenärztin oder der Frauenarzt schon frühzeitig darauf aufmerksam machen, dass man sich für einen Geburtsvorbereitungskurs anmelden möge. Das ist gerade dann wichtig, wenn einzelne Gemeinden nicht genug Plätze anbieten. Die Kurse sind oft schon früh ausgebucht. Auch Krankenhäuser bieten Informationen dazu an, wo Geburtsvorbereitungskurse angeboten werden. Je frühzeitiger man sich anmeldet, desto mehr Auswahl steht zur Verfügung. Es gibt fortlaufende Kurse, Intensivkurse an ein oder zwei Wochenenden, Kurse für Paare, für Frauen oder Kombikurse, an denen der werdende Vater nur dann und wann mitkommt.

Bis zu 14 Stunden der Kurse zur Geburtsvorbereitung zahlt in der Regel die Krankenkasse. Für weitere Stunden muss man selbst in die Tasche greifen. Der Partner freilich muss selbst für den Kurs aufkommen. Neben dem Lerneffekt solcher Kurse gibt es auch noch einen weiteren großen Vorteil: Werdende Eltern lernen Menschen kennen, die in genau der gleichen Situation sind wie sie. Aus den Bekanntschaften, die in Geburtsvorbereitungskursen gemacht wurden, sind oft schon Freundschaften fürs Leben entstanden. Generationenübergreifend – denn im besten Fall freunden sich später auch die Kinder miteinander an.

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