Frühe Schwangerschaft: Junge Mütter brauchen den Rückhalt ihrer Familie

Frühe Schwangerschaft

Eine frühe Schwangerschaft ist für die Familie des Mädchens und des jungen werdenden Vaters eine große Herausforderung. Der Teeniemutter sollte ein vertrauensvolles Umfeld geboten werden, das ihr unterstützend und vorbehaltlos zur Seite steht. Wenn das Mädchen von ihrer frühen Schwangerschaft erfährt, scheint sich ihre Lebens- und Karriereplanung in Luft aufzulösen. Lebensträume platzen, die eigenen Eltern sind häufig traurig und enttäuscht. Vorschnelle Entscheidungen sollten jedoch in dieser Phase vermieden werden. Wer sich mit der Unterstützung der Familie auf eine frühe Schwangerschaft einlässt und sich auf das Leben mit dem Neugeborenen einstellt, kann sehr viel gewinnen. Gespräche mit den Eltern, dem Kindsvater, seiner Familie oder der besten Freundin helfen der werdenden Mutter, die Lage objektiver zu beurteilen.

  • Wie stelle ich mir die weiteren Monate vor? Ist die Partnerschaft stark genug, um die Belastungen zu überstehen? Möchte ich das Kind austragen?
  • Wie lassen sich Schwangerschaft und Schule oder Ausbildung miteinander vereinen?
  • Wie verändert sich die Wohnsituation?

Auch der Besuch einer Schwangerenberatung kann helfen, sich über eigene Gefühle und Vorstellungen klar zu werden und sich auf das bevorstehende Ereignis vorzubereiten. Eine Vertrauensperson, die mit an der Beratung teilnimmt, ist häufig eine große Unterstützung. Sie kann Mut machen und helfen, wichtige Informationen zu sondieren.

Den Tagesablauf strukturieren

Eine frühe Schwangerschaft verändert den körperlichen Zustand des jungen Mädchens. Der Körper produziert vermehrt Hormone, Schwangerschaftserbrechen und Abgeschlagenheit können die Folge sein. Eine liebevolle Begleitung durch die Eltern bietet jungen werdenden Müttern emotionalen Rückhalt in einer Zeit, in der sich alles zu verändern scheint. Das Leben in der gewohnten Umgebung des Elternhauses funktioniert nur, wenn sich Eltern und Tochter voneinander emanzipieren. Die Schwangere ist nicht länger ein Kind. Sie wird große Verantwortung übernehmen und sollte dementsprechend auch als verantwortungsbewusste junge Frau behandelt werden. Um sich an die Umstellung im Alltag zu gewöhnen, ist ein geregelter Tagesablauf eine wichtige Voraussetzung. Denn jetzt gibt es viel zu erledigen: Vorsorgeuntersuchungen müssen absolviert, ein Name für das Kind muss gefunden, das Babyzimmer eingerichtet und die Erstlingsausstattung gekauft werden. Je besser Sie auf das Baby vorbereitet sind, desto besser werden Sie sich in der neuen Situation zurechtfinden. Um ihre Zukunft im Auge zu behalten, sollten Teenager, solange es in der Schwangerschaft körperlich möglich ist, weiterhin die Schule besuchen oder ihre Ausbildung fortsetzen. Das verhindert eine spätere Abhängigkeit von Partner, Eltern oder dem Staat. Versäumen Sie nicht, Ihr Kind rechtzeitig bei einer Kinderkrippe anzumelden. Denn mit einer guten Kinderbetreuung fällt es Ihnen leichter, Abschlüsse nachzuholen und in den Beruf einzusteigen.

Nach der Geburt: Hilfe zur Selbsthilfe

Nach der Geburt erweitert sich das Aufgabenspektrum des Teenagers. Neben Schule, Ausbildung und Partnerschaft fordert nun ein Baby die ganze Aufmerksamkeit. Die unbeschwerte Jugendzeit ist durch die frühe Schwangerschaft mit einem Schlag beendet. Im Umgang mit dem Neugeborenen fehlt den Mädchen oft die Erfahrung. Sie sollten sich nicht scheuen, auf die Sachkenntnis erfahrener Mütter und die Hilfe von Freunden und Verwandtschaft zurückzugreifen. Junge Mütter sind vielen Belastungen ausgesetzt und deshalb manchmal überfordert. Das Baby quengelt ständig, die Nächte scheinen zu kurz, die Partnerschaft bleibt auf der Strecke, das pubertäre Gefühlschaos ist noch nicht vorbei – zusätzlich wird das Mädchen vielleicht mit Vorwürfen aus der Familie konfrontiert. In diesem Fall sollte es sich Hilfe holen, zum Beispiel bei Sozialpädagoginnen oder der Familienhebamme. Manchmal ist es sinnvoll, mit der jungen Familie in eine eigene Wohnung zu ziehen. So lernt die kleine Einheit, in schwierigen Situationen über sich hinauszuwachsen. Alleinstehende junge Mädchen können bei Schwierigkeiten mit der Familie schon zu Beginn der Schwangerschaft in ein Mutter-Kind-Heim ziehen. Ein Netz aus Betreuerinnen und der Erfahrungsaustausch mit anderen jungen Müttern helfen der Betroffenen in ihrer Situation. Mit einer liebevollen Unterstützung meistern auch Teenager frühe Schwangerschaften und bauen eine intensive Mutter-Kind-Beziehung auf. Sie lernen, ihr Kind selbstständig zu versorgen und ihren Alltag zu gestalten.

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