Erkältung: Was Babys am besten hilft

Pickel auf der Babyhaut

Schnupfen, Husten und Gliederschmerzen suchen uns alle Jahre wieder und vor allem im Winter heim. Diese lästigen Symptome behandeln Erwachsene routiniert. Wenn sich aber – etwa ab dem dritten Lebensmonat – die erste Erkältung beim Baby einstellt, stehen den Eltern schlaflose Nächte bevor. Für Eltern sind die Krankheitstage oft ebenso belastend wie für die Kinder selbst. Bei einer Erkältungs- und Grippewelle sind Babys sehr viel häufiger von Krankheiten betroffen als Erwachsene. In einem Zeitraum, in dem Erwachsene etwa 1 bis 3 Krankheitsphasen durchlaufen, kann sich ein Baby bis zu 12 Mal erkälten. Bis zum dritten Lebensmonat sind die Kinder noch durch den sogenannten Nestschutz vor Krankheiten geschützt. Dieser mütterliche Schutz wird insbesondere durch das Stillen lange aufrechterhalten. Danach beginnen die Babys zu krabbeln und die Welt um sich herum zu entdecken.

Dabei stecken sie viele Dinge in den Mund und kommen so mit Krankheitserregern in Kontakt. Auch beim gemeinsamen Spielen mit anderen Kindern sind Babys einer erhöhten Belastung mit Keimen ausgesetzt. Einen umfassenden Schutz oder vorbeugende Maßnahmen, die Babys wirkungsvoll vor Erkältungen schützen, gibt es leider nicht. Achten Sie aber darauf, dass Sie mit Ihrem Baby den Kontakt zu Verwandten oder Freunden mit Erkältung meiden und Erwachsene sich gründlich die Hände waschen, bevor sie Ihr Kind berühren. Älteren Geschwistern sollten Sie erklären, dass sie das Baby nicht knuddeln oder gar anhusten sollten, wenn sie erkältet sind, da eine Erkältung für Babys wesentlich unangenehmer ist als für ältere Kinder oder Erwachsene.

Erkältung beim Baby: Worauf sollte man achten?

Für Erwachsene gibt es bei Erkältungen viele bewährte Mittel: heißer Tee, Bettruhe, Erkältungsmedizin, die eine oder andere schmerzlindernde Tablette. Die meisten Medikamente sind jedoch für Babys und kleine Kinder nicht geeignet. Auch wenn einige Arzneimittel für Kleinkinder ausgewiesen sind, sprechen Sie die Einnahme dieser Präparate immer zuerst mit einem Arzt ab. Eine Erkältung ist für Babys besonders unangenehm, da ihre Schleimhäute und Nasennebenhöhlen noch nicht vollständig entwickelt sind. Haben sich die Krankheitserreger erst einmal in den Nebenhöhlen eingenistet, schwellen diese in der Regel sehr schnell an. Babys atmen jedoch häufig nur durch die Nase ‒ die Umstellung auf die Mundatmung fällt ihnen wesentlich schwerer als Erwachsenen.

Achten Sie daher darauf, dass Sie Ihr Kind nicht zu lange unbeaufsichtigt im Bettchen liegen lassen. Jede halbe Stunde sollten Sie nach ihm sehen und überprüfen, ob es ruhig schläft. Achten Sie auch darauf, dass die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung nicht zu niedrig ist. Eine Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 70 % ist ideal, damit die Schleimhäute des Kindes nicht zusätzlich austrocknen. Und wie bei Erwachsenen auch, ist es wichtig, dass Babys bei einer Erkältung ausreichend trinken. Spezielle Salben für Babys, die ätherische Öle enthalten, befreien die Atemwege. Reiben Sie damit die Brust des Kleinen sanft ein.

Fieber senken und vorbeugen

Sollte die Erkältung bei Ihrem Baby mit Fieber einhergehen, ist besondere Vorsicht geboten. Die normale Körpertemperatur bei Babys liegt zwischen 36,5 und 37,5 Grad. In der Medizin gilt eine Temperatur ab 38,5 Grad als erhöht und als ein deutliches Anzeichen dafür, dass das Kind krank ist. Eine Körpertemperatur von 39 Grad liegt außerhalb des Toleranzbereiches ‒ und der sofortige Besuch beim Kinderarzt ist unumgänglich. Vor dem dritten Lebensmonat müssen Sie bereits bei einer Körpertemperatur von 37,6 Grad den Kinderarzt aufsuchen, da das Immunsystem bei Säuglingen noch sehr schwach ausgeprägt ist. Bei nur leichtem Fieber sind die bekannten Wadenwickel eine gute Hilfe. Die Wickel sollten aber mit lauwarmem Wasser gemacht werden, nicht mit kaltem Wasser; der Temperaturunterschied wäre für den geschwächten Körper des Babys zu groß und würde den Kreislauf belasten.

Legen Sie die Wadenwickel nicht länger als 30 Minuten an und entfernen Sie sie, sobald das Fieber auf rund 38 Grad gesunken ist. In seltenen Fällen kommt es bei sehr kleinen Kindern bei erhöhter Temperatur zu sogenannten Fieberkrämpfen, die aber meist nicht gefährlich sind. Bei Schüttelfrost sind wärmende Söckchen und eine Wärmflasche im Bett die richtige Wahl, um die Symptome der Erkältung zu lindern. Die Wärmflasche sollte jedoch nicht zu warm sein und den Körper des Kindes auf keinen Fall berühren. Sind Fieber und Erkältung etwas abgeklungen, dürfen Sie mit dem Kind an die frische Luft gehen. Die Luftfeuchtigkeit befreit die Atemwege und lässt die Kinder leichter atmen. Warme Kleidung ist selbstverständlich Pflicht ‒ insbesondere auf eine wärmende Kopfbedeckung sollte geachtet werden.

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