Optimaler Start in die Kindergartenzeit - so klappt´s

Optimaler Start in die Kindergartenzeit - so klappt´s

Auch wenn es schon Stunden gab, an denen Sie als Eltern ihren Nachwuchs in die liebevollen Hände der Großeltern oder eines Babysitters gegeben haben, ist das Gefühl, einen ganzen Tag ohne einander zu verbringen für beide Seiten doch sehr befremdlich. Einige Kleinkinder reagieren recht gelassen, andere hingegen klammern sich an ihre Eltern und weinen. Dabei wünschen sich die meisten Eltern nichts mehr, als dass der Übergang und die Eingewöhnung an den Kindergarten harmlos und mit möglichst wenig Stress für das eigene Kind verbunden sind. Schließlich soll der Nachwuchs die Zeit mit anderen Kindern genießen und nicht verängstigt allein in einer Ecke sitzen.

Der erste Schritt in die richtige Richtung beginnt bei den Eltern selbst. Stellen Sie sich Ihren eigenen Gefühlen. Kinder haben einen feinen Sinn für die Gefühle und Empfindungen der Eltern. Negative, auch unbewusste Gefühle, machen den Kleinen den Abschied schwerer. Deshalb ist es wichtig, dass sich die jungen Eltern bewusst machen, ob und was sie eventuell stört oder an diesem Schritt belastet. Die eigenen Ängste und Sorgen aufzuspüren und sich mit ihnen zu befassen, erleichtert es auch, dem eigenen Kind gegenüber offen und ehrlich zu sein. Junge Eltern müssen genauso wie ihr Kind lernen, loszulassen. Eventuell passen die Verhaltensregeln oder Erziehungsrichtlinien des Kindergartens nicht in ihr eigenes Erziehungsbild. Oder den jungen Eltern wird das Herz schwer, weil mit dem Start in die Kindergartenzeit ein Lebensabschnitt beginnt, in dem nicht mehr ausschließlich die Eltern die Nummer eins sind. Welche Gründe es auch gibt - ihr Kind wird einen besseren Start erleben, wenn die Eltern entspannt und bewusst an diesen neuen Schritt herangehen. Deshalb ist es wichtig, alle Vorbehalte zu klären oder ein intensives Gespräch mit den Erziehern des Kindergartens zu führen. Viele Erzieher können die Gefühle der Eltern verstehen und sie beruhigen. 

Ein schöner Start - Tipps für den optimalen Einstieg

Bevor es richtig losgeht für die Kleinen, bieten viele Kindergärten Schnupper- oder Besuchertage an. Nach den ersten Vorgesprächen, die meist zwischen der Kindergartenleitung, den Erziehern und den Eltern stattfinden, sind diese Schnuppertage ideal, um gemeinsam mit dem Kind die neue Umgebung zu erkunden. Vielen Kindern fällt das Loslassen der Eltern leichter, wenn diese sie freudig an die neue Situation gewöhnen. Umso entspannter die Eltern sind, desto gelassener reagiert das Kind. Oftmals treffen die Kleinen hier andere Kinder, die sie bereits aus einer Spielgruppe kennen. Auch diese Begegnungen sollten die Eltern nutzen, um die Vorfreude des eigenen Kindes zu steigern. Es kann hilfreich sein, nach dem Schnuppertag mit dem Kind die Tage bis zum Wiedersehen mit dem Spielkameraden zu zählen oder dem Nachwuchs zu erklären, wie der Tag in einem Kindergarten abläuft.

Dann kommt der große Tag. Angelehnt an das Berliner Modell bieten viele Kindergärten deutschlandweit inzwischen einen leichten Einstieg in den Kindergarten. Das bedeutet, dass der erste Tag in vielen Fällen noch gemeinsam verbracht wird und meist nur um die zwei Stunden dauert. Das hilft dem Kind, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Am ersten Tag können Eltern ihr Kind beobachten und mit ihm spielen - wichtig aber ist, das Kind auch alleine spielen zu lassen. Aufmunternde Worte oder die ersten gemeinsamen Schritte auf andere Kinder zugehen, erleichtern dem eigenen Kind die Kontaktaufnahme und fördern die Freude auf den Kindergarten. Schrittweise wird dann die Zeit im Kindergarten verlängert. In den nächsten zwei Tagen wird das Kind in die festen Abläufe im Kindergarten eingeführt. Es wird gemeinsam gefrühstückt oder gespielt. Jetzt beginnt auch die aktive Kontaktaufnahme des Erziehers zu den Kindern. Nach drei oder vier Tagen verlassen die Eltern zum ersten Mal während des Besuchs den Kindergarten. Meist bleiben sie in der Nähe, um jederzeit wieder bei ihrem Kind sein zu können und dann das Gefühl von Sicherheit zu unterstreichen, sodass keine Verlustängste aufkommen. Die Eingewöhnungszeit kann je nach Kind und Charakter ein bis zwei Wochen dauern. Dann haben sich die meisten Kinder an den neuen Alltag gewöhnt und freuen sich auf die vielen Spielkameraden. 

Tipps für den Notfall - wenn das Kind nicht in den Kindergarten möchte

Manchmal hilft es dennoch nicht: Das Kind sträubt sich und möchte einfach nicht in den Kindergarten. Jetzt heißt es für die Eltern: Ruhe bewahren. Druck und Zwang helfen nicht. Oft hilft es, ruhig mit dem eigenen Nachwuchs zu sprechen. Direkte Fragen zu seinem Kummer, den Sorgen oder Ängsten können den Knoten platzen lassen. Sie sollten die Hintergründe auch selbst beleuchten. Gibt es familiäre Schwierigkeiten oder sonstige Besonderheiten? Auch ein Gespräch mit den Erziehern kann hilfreich sein. Sie beobachten und analysieren das eigene Kind aus einer neutralen Perspektive und bemerken beispielsweise Aspekte im Verhalten des Kindes, die die Eltern durch den engen Bezug nicht bewusst wahrnehmen. In Gesprächen mit den Erziehern können Lösungsansätze gefunden werden.

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