Eine schwierige Entscheidung: Handys für Grundschulkinder?

Sollen Grundschulkinder ein Handy in die Hand bekommen oder nicht? Das ist eine Frage, bei deren Antwort sich bestimmt schon viele Elternpaare gestritten haben. Denn Vor- und Nachteile halten sich in etwa die Waage. Deshalb muss jede Familie für sich entscheiden, wie sie damit umgeht.
Kinder im Grundschulalter finden natürlich Handys ganz toll. Schließlich haben so gut wie alle Großen so ein Gerät. Doch das allein darf natürlich als Grund nicht ausreichen. Es gilt zu fragen, welche Vor- und Nachteile es haben kann, ein Handy in die Hände von Kindern zu geben. 

Ja zum Handy!

Im Alltag können Handys in Kinderhänden viele Vorteile haben. Ihr Kind kann Ihnen mal eben Bescheid sagen, wenn Schulstunden ausfallen und es eher nach Hause kommt. Sie können anrufen, wenn Sie sich selber verspäten, zum Beispiel, wenn Sie Ihr Kind von der Schule abholen möchten. Ihr Kind ist auch dann erreichbar, wenn es die Zeit beim Spielen mit Freunden vergessen hat. Und alleine dass das Kind ein Handy dabei hat, gibt vielen Eltern und ihren Kindern ein sicheres Gefühl. Dazu gehört auch, dass einige Kinderhandys mit einem Ortungssystem ausgestattet sind. 

Handy? Lieber nicht.

Noch vor einigen Jahren konnten die Handykosten schnell in ungeahnte Höhen steigen. Heutzutage lässt sich das mit einem Prepaid-Tarif leicht vermeiden. Eine andere, viel wichtigere Sorge ist, dass das Benutzen von Handys ein Gesundheitsrisiko für Kinder darstellen könnte: Der Körper könnte unter Umständen empfindlich auf die Mikrowellen der Handys reagieren. Zwar haben Studien ergeben, dass diese Gefahr statistisch nicht signifikant erhöht ist. Allerdings ist die Datenbasis noch nicht so groß, dass man es mit Sicherheit ausschließen könnte.

Welches Handy darf es denn sein?

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Kinder hätten wohl am liebsten ein modernes Smartphone, weil man damit auch spielen kann. Aber das ist wohl nicht der Sinn der Sache.
Einige Hersteller bieten mittlerweile ausgewiesene, besonders robuste Kinderhandys, die über nur ganz wenige (Direkt-)Tasten verfügen. Die Tasten können mit ganz bestimmten Nummern belegt werden: Mama, Papa, Oma usw.. Außerdem lassen sich diese Handys auch teilweise darauf programmieren, nur ganz bestimmte Nummern anzunehmen. Viele der Kinderhandys sind besonders bunt und/oder haben Tierformen. Außerdem weisen einige Handys ein GPS-Ortungssystem auf, über das Kinder in Notfällen gefunden werden können, wenn sie das Handy bei sich führen. Manche dieser Systeme geben sogar selbstständig Bescheid, wenn das Handy einen bestimmten Radius verlässt.
Eine andere Möglichkeit ist ein ganz einfaches Mobiltelefon, mit denen man im Prinzip nur telefonieren und SMS schreiben kann. Auch bei diesen Modellen ist es meistens möglich, einzelne Tasten mit Rufnummern zu belegen oder eine Notfallrufnummer einzurichten, für die dann einfach irgendeine Taste gedrückt werden muss. Fotoapparat im Handy, Bluetooth, Spiele usw., das ist alles nicht nötig.
Bitte recherchieren Sie noch einschlägige Tests, bevor Sie sich für ein Handy für Ihr Kind entscheiden. Sind die Strahlenwerte einigermaßen niedrig und wurden auch keine Weichmacher oder andere schädliche Stoffe verwendet?

Worauf ist beim Tarif zu achten?

Grundsätzlich empfiehlt sich ein Prepaid-Tarif für das Handy Ihres Kindes. Damit behalten Sie immer die volle Kostenkontrolle. Die Kosten pro Minute sind relativ gering. Und selbst wenn mal Unfug mit dem Telefon getrieben wird, bleibt das Risiko auf die letzte Vorauszahlung beschränkt. Nebenbei lernt das Kind damit etwas über den Umgang mit beschränkten Ressourcen. Einige Mobilfunk-Provider bieten zusätzlich zu Ihren Standard-Tarifen auch spezielle Kindertarife zu relativ günstigen Konditionen an – jedoch in vielen Fällen mit Mindestvertragslaufzeiten von 24 Monaten.

Die Schulregeln beachten

Was den Umgang mit Handys angeht, hat jede Schule ihre eigenen Regeln. Viele von diesen sind eine Selbstverständlichkeit: z. B., dass das Handy im Unterricht abgeschaltet oder mindestens stumm geschaltet sein sollte. Aber wie sieht es in den Pausen aus? Sprechen Sie am besten Klassenlehrerin oder Klassenlehrer darauf an.

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