Eine bunte Schultüte basteln für den ersten Schultag

Der ergonomische Kinderschreibtisch

Die Einschulung des Kindes ist etwas ganz Besonders, nicht nur für den Schulanfänger selbst, sondern auch für die Verwandten. Geplant wird der Tag bis ins kleinste Detail, da wäre es doch schade, wenn ausgerechnet dem Wichtigsten, der Schultüte, nicht genug Beachtung geschenkt würde. Schultüten gehören bereits seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland fest zur Zeremonie der Einschulung. Die Schultüten haben ihren Ursprung in Thüringen und Sachsen, wo Erstklässlern die Geschichte des Zuckertütenbaums erzählt wurde: An einem Baum wachsen Zuckertüten, und wenn diese groß genug sind, werden sie geerntet, um die neuen Schüler am ersten Schultag zu begleiten. Diese Geschichte erklärt, warum in einigen Grundschulen auch heute noch Bäume mit kleinen Zuckertüten für jedes Kind geschmückt werden. Der Brauch der Schultüte ist inzwischen so verbreitet, dass es zahlreiche Fertigtüten zu kaufen gibt. Das Angebot reicht von Motiven beliebter Filmfiguren bis hin zu märchenhaften Designs. So einzigartig und besonders wie das Kind sollte allerdings auch die Schultüte sein. Eine Schultüte zu basteln ist nicht schwierig und wird mit leuchtenden Kinderaugen entlohnt. In Vorfreude auf den ersten Schultag kann die Schultüte auch mit dem i-Dötzchen gemeinsam gebastelt werden.

Eine einzigartige Schultüte wird selbst gebastelt

Die Schultüte soll den ganzen ersten Schultag lang halten. Sie wird getragen von Kinderhänden, die vor Aufregung eventuell schwitzig sind. Damit die Tüte nicht aufweicht, sollten hochwertige Materialien verwendet werden. Für eine Schultüte brauchen Sie Folgendes:

  • 1 Bogen Tonkarton in dem Format DIN A1
  • Farbiges, stabiles Papier oder bunte Pappe
  • Krepppapier, ca. 1 m. Empfehlenswert ist eine zweite Farbe, um tolle Designs zu kreieren.
  • Schleifenband von der Rolle in 2m Länge
  • Kordel von der Rolle in 1m Länge
  • Kleine Artikel zum Dekorieren wie Moosgummifiguren, Sticker, Pailletten, Perlen, Wackelaugen
  • Einfache Pappe für Schablonen

Zum Basteln werden außerdem ein stark haftender Flüssigkleber, ein Tacker und durchsichtiges Klebeband benötigt. Zudem sollten einige Hilfsutensilien bereitliegen, die das Basteln erleichtern. Benötigt werden neben Schere und Lineal ein wasserfester Filzstift, ein Bleistift und zwei Wäscheklammern zum Fixieren. Zuerst wird die Schultütengrundform gebastelt. Dafür wird aus der Kordel und dem Bleistift ein Zirkel gebastelt: Das eine Ende der Kordel wird auf dem Tonkarton festgehalten. An das andere Ende wird der Bleistift gehalten, sodass ein Kreissegment gezeichnet werden kann. Es wird etwas mehr als ein Viertelkreis benötigt, damit noch überlappende Klebefläche übrig bleibt. Die Kreisenden und die „Einstichstelle“ im Kreismittelpunkt müssen nun jeweils mit einem Strich, der mit dem Lineal gezogen wird, verbunden werden. Entlang der gezogenen Linien wird die Zuckertüte nun aus dem Tonkarton ausgeschnitten. Die Klebefläche wird anschließend mit dem Flüssigkleber bestrichen. Aufgrund des dicken Papiers empfiehlt es sich, den Kleber kurz einwirken zu lassen, bevor die zweite Papierseite aufgedrückt wird. Die Klebestelle sollte mit den Wäscheklammern fixiert werden. Der Flüssigkleber benötigt einige Zeit, bis er getrocknet ist, sodass nach diesem Schritt eine Ruhepause von etwa einer Stunde eingeplant werden sollte.

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Tipps zum Basteln der Schultüte

Damit der Inhalt der Zuckertüte auch sicher im Inneren bleibt, braucht jede Schultüte eine Manschette. Diese kann aus Krepppapier gebastelt werden, aber auch Stoff wie beispielsweise Tüll oder dünner Filz oder farbig bedruckte Baumwolle eignen sich gut. Das Krepppapier oder Ersatzmaterial wird außen um die Schultüte gelegt und mit dem Tacker ringsum befestigt. Die Befestigung hält besser, wenn vor dem Tackern eine Lage Tesafilm aufgebracht wird. So werden beispielsweise Risse verhindert. Das Krepppapier wird dann vorsichtig nach oben geschlagen. Besonders schön wird die Manschette aus Krepppapier, wenn noch eine innere Manschette, die deutlich kürzer als die äußere und in einer anderen Farbe gehalten ist, befestigt wird. Soll die Schultüte eine zweilagige Manschette erhalten, muss erst die innere, kürzere im Inneren der Tüte mit Kleber angeheftet werden. Schön wirkt es, wenn die innere Manschette oben zackig oder wellig eingeschnitten wird. Im nächsten Schritt wird die Schultüte individuell verziert. Beklebt werden kann sie thematisch oder auch mit Motiven, die dem Kind gut gefallen. Denkbar sind Pferde, Schmetterlinge, Ritter, Autos, Tiere und vieles mehr. Zur Einschulung passen aber auch Buchstaben, Zahlen und Bilder von Stiften. Auf Pappe werden die Schablonen für die Motive vorgebastelt. Diese können entweder frei Hand gezeichnet werden oder auf Grundlage eines Malbuchs, Bilderbuchs oder vieler Vorlagen aus dem Internet entstehen. Sticker, Pailletten, Perlen und Dekosteinchen verzieren die Tüte zusätzlich ganz nach Belieben.

Den Abschluss der Bastelarbeit bildet der Verschluss der Schultüte. Dieser schließt die Manschette ab und schützt die Schätze im Inneren. Gut geeignet sind stabile Motive aus Pappe wie beispielsweise Sterne. Dafür können zwei unterschiedlich große Keksausstecher in Sternenform ineinander gelegt werden, dann werden die äußere und die innere Kante auf stabiler, farbiger Pappe abgemalt. Nachdem die äußere Kante des Sterns ausgeschnitten wurde, wird auch der innere Stern ausgeschnitten, sodass ein Loch entsteht, durch das das Kreppband gezogen wird. Traditionell wird die Schultüte mit Süßigkeiten befüllt. Doch auch nützliche Schulsachen wie Brotdosen, Lineale und Stifte finden in Schultüten Platz. Schokolade und Süßigkeiten sollten gut verpackt sein, damit sie nicht in der Schultüte schmelzen. Auch kleine Spielsachen, die Freude auf den Spielnachmittag nach der Schule machen, können mit in die Tüte. Achten Sie darauf, dass auch die Spitze der Schultüte ausgefüllt ist, damit sie nicht abknicken kann – dafür eignen sich besonders gut Stifte, eine Tüte mit Bonbons oder auch ein Regenschirm. Verteilen Sie schwerere Gegenstände auf den unteren Teil der Schultüte und füllen Sie Lücken mit buntem Papier, damit nichts verrutscht. Die Schultüte sollte nicht zu schwer beladen werden, denn das Kind will die hübsche, selbst gebastelte Tüte mit Sicherheit auch ganz allein tragen.

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