Die zehn wichtigsten Veränderungen als Mutter

Veränderungen als Mutter

Mutter werden ist für die meisten Frauen die einschneidendste Veränderung in ihrem Leben. Was sich für Sie vor allem in den ersten Wochen und Monaten alles ändert, lesen Sie hier. Neun Monate haben Sie Zeit sich auf die Veränderungen im Leben nach der Geburt Ihres Kindes einzustellen. Die meisten frischgebackenen Mütter sind trotzdem überrascht, wie anders das Leben mit einem Baby ist. Manche haben sogar den Eindruck, dass von ihrem „alten“ Leben nicht mehr viel übrig ist. Im Folgenden finden Sie Informationen zu den zehn wichtigsten Veränderungen im Leben als Mutter.

1. Fremdbestimmung

Viele Eltern mögen den Begriff der Fremdbestimmung als zu hart empfinden, doch es sind jetzt in der Tat nicht mehr Sie, die zum großen Teil über Ihren Alltag bestimmen, sondern es ist Ihr Kind. Vor allem in den ersten Wochen und Monaten dreht sich alles um die Bedürfnisse des Neugeborenen: Stillen, füttern, wickeln, trösten, in den Schlaf wiegen – da bleibt nicht viel Zeit für eigene Bedürfnisse. Versuchen Sie trotzdem, sich hin und wieder ein bisschen Zeit nur für sich zu nehmen. Sport, Meditation, eine Massage oder eine Kosmetikbehandlung beleben Geist und Körper und schenken Ihnen neue Energie – und davon brauchen Sie jetzt viel!

2. Chronischer Schlafmangel

Durchwachte Nächte gehören einfach zum Leben mit einem Baby – darauf müssen Sie sich einstellen. Neugeborene haben noch keinen Tages- und Nachtrhythmus und wachen auch zu nachtschlafender Zeit in regelmäßigen Abständen auf, weil sie hungrig sind. Erst nach den ersten drei Monaten beginnt Ihr Kind langsam, sich an den Tag-Nacht-Wechsel anzupassen. Viele Kinder, vor allem Stillkinder, werden aber bis zum vollendeten ersten Lebensjahr und sogar darüber hinaus nachts wach. Das regelmäßige Gewecktwerden führt auf Dauer zu chronischem Schlafmangel. Passen Sie Ihren Schlafrhythmus deshalb vor allem in den ersten drei Monaten dem Schlafrhythmus Ihres Kindes an. Nutzen Sie Schlafzeiten des Säuglings am Tage nicht für Hausarbeit, sondern legen Sie sich selbst hin. Nur so überstehen Sie diese vorübergehende Phase.

3. Das Stillen

Über 90 % der werdenden Mütter geben an, ihr Baby stillen zu wollen. Doch die Vorstellung, selbst Milch zu produzieren und an jedem Ort und zu jeder Zeit für sein Kind verfügbar zu sein, macht vielen Schwangeren auch Angst. Zu Recht, denn das Stillen kostet Zeit und Nerven, ist aber gleichzeitig auch wunderschön. Wenn Sie sich dafür entscheiden, Ihr Kind zu stillen, müssen Sie sich darauf einstellen, dass Ihr Baby für einige Monate komplett von Ihnen abhängig ist. Sie müssen weiterhin auf Alkohol und Tabak sowie auf einige schwer verdauliche Lebensmittel verzichten und mit Stillproblemen wie einem Milchstau oder einer Brustentzündung rechnen. Doch die Verzichte zahlen sich aus, denn:

  • Muttermilch gilt als beste Nahrung für Ihr Kind und ist kostenlos.
  • Stillen senkt Ihr Brustkrebsrisiko und das Allergierisiko Ihres Kindes.
  • Stillen fördert die Mutter-Kind-Beziehung.
  • Stillen stärkt das Immunsystem Ihres Kindes.
  • Stillen fördert die Rückbildung und lässt Schwangerschaftspfunde schneller purzeln.

4. Flaute im Bett

Bei vielen Paaren verändert sich das Sexualleben schon während der Schwangerschaft: Der wachsende Bauch und die Angst, dem ungeborenen Kind beim Verkehr zu schaden, führt bei vielen zur Enthaltsamkeit. Die Flaute im Bett wird nach der Geburt meist noch verstärkt. Erschöpfung, Mangel an Zeit und Ungestörtheit, Angst vor Schmerzen und durch das Stillen beanspruchte Brüste gelten als Ursachen für die Flaute im Bett.

5. Finanzielle Einbußen

Nach der Geburt eines Kindes bleibt ein Elternteil für eine gewisse Zeit zu Hause, in der Regel die Mutter. Trotz Eltern- und Kindergeld müssen die meisten frischgebackenen Mütter mit finanziellen Einbußen leben bzw. sich daran gewöhnen, von ihrem Partner finanziell abhängig zu sein. Das ist für viele beruflich erfolgreiche und gut verdienende Frauen nicht einfach.

6. Babylächeln statt Lob vom Chef

Noch vor ein paar Monaten waren Sie beruflich voll eingespannt, jetzt verbringen Sie Ihren Tag mit Stillen, Windeln wechseln und Hausarbeit – und werden dafür noch nicht einmal gelobt! Ein Neugeborenes zu versorgen ist mindestens genauso anstrengend wie ein Unternehmen zu führen: Die Tage enden nie, die Verantwortung ist unermesslich groß und Sie müssen für Ihr Kind immer erreichbar sein. Stellen Sie sich darauf ein, dass alle Mühen und Belastungen einer Mutter unterschätzt und als völlig normal angesehen werden. Lob und Anerkennung erhalten Sie in der Regel nur sehr selten. Doch ein Lächeln Ihres Kindes zählt oft mehr als 1000 Lobeshymnen Ihres Chefs.

7. Neue soziale Kontakte

In den ersten Wochen und Monaten werden Sie mit Ihrem Kind viel allein sein. Ihr Partner, Freundinnen und Kollegen arbeiten während der Woche und auch Verwandtenbesuche nehmen mit der Zeit ab. Suchen Sie deshalb die Nähe anderer frischgebackener Mütter, z. B. in Rückbildungskursen oder Krabbelgruppen.

8. Mangel an ungestörter Kommunikation

Vor der Geburt haben Sie mit Ihrem Partner über Politik, Literatur und die Nachbarn von nebenan gesprochen, jetzt drehen sich Ihre Gespräche vor allem ums Baby, ums Einkaufen und um die Hausarbeit. Erschöpfung, die vielen neuen Aufgaben zur Bewältigung des Alltags sowie die wenigen ruhigen Momente führen dazu, dass Paaren nur noch wenig Zeit für ungestörte Kommunikation bleibt. Und daran wird sich auch in den folgenden Jahren wenig ändern: Denn kann Ihr Kind erst einmal sprechen und aufmerksam zuhören, wird es noch schwieriger, ungestörte Gespräche zu führen.

9. Übernahme hausfraulicher Pflichten

Viele Frauen, die nach der Geburt ihres Kindes zu Hause bleiben, übernehmen automatisch mehr Pflichten im Haushalt. Das ist für die meisten gewöhnungsbedürftig, denn vorher wurde die Hausarbeit mit dem Partner geteilt. Belasten Sie die häuslichen Pflichten sehr, sollten Sie mit Ihrem Partner sprechen und gemeinsam nach einer Lösung suchen.

10. Heimisches Sofa statt Kinosessel

Kino, Tanzen, Theater, Konzert – wer früher jeden Samstag aus war, wird nun Bekanntschaft mit seiner Couch und dem Samstagabendprogramm machen. Entweder Sie bemerken gar nicht, dass Samstagabend ist oder Sie sind schon froh darüber, um neun auf dem Sofa einschlafen zu können. Doch Sie sollten nicht ganz auf ein bisschen kulinarische Abwechslung und Kultur verzichten. Gehen Sie ab und zu mit einer Freundin essen oder ins Kino. Auch wenn es nur für ein bis zwei Stündchen ist, die babyfreie Zeit wird Ihnen gut tun.

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