Die Taufe – ein Fest für die ganze Familie

In christlichen Familien ist die Taufe eines Kindes ein besonders wichtiges Ereignis. Familie und Freunde treffen sich, um bei der Taufe dabei zu sein und gemeinsam zu feiern. Mit den Planungen sollte man schon frühzeitig beginnen.

Taufpaten, Taufgespräch, Taufkleid, Einladungen, das Festessen – wer eine Taufe plant, die unvergesslich bleiben soll, hat einiges zu tun. Es ist durchaus sinnvoll, schon einige Monate vor dem Tauftermin mit den Vorbereitungen zu beginnen. Schon weit im Vorfeld sind einige wichtige Fragen zu klären.

Vorausschauend planen

Sobald sich die Eltern für einen oder mehrere Taufpaten entschieden haben, kann man sich mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer auf einen Tauftermin einigen. Am besten sollte man einige Monate Vorlauf einplanen – schließlich müssen auch die Eingeladenen und vor allem die Taufpaten Zeit haben, sich auf den Termin einzurichten. Auf diese Weise bleibt auch noch genug Zeit zu überlegen, wo die Tauffeier stattfinden soll: zu Hause oder an einem besonderen Ort.  Wer zu Hause feiern will, muss sich zwischen den beiden Optionen entscheiden, alles selbst in die Hand zu nehmen oder die Verantwortung an einen Catering-Service zu übergeben. Bei der Wahl eines Restaurants sollten neben Aspekten wie Lage und Preisklasse auch mit in die Entscheidung einfließen, ob es kinderfreundlich ist. Die Entscheidung für einen Ort, an dem die Feier letztendlich stattfinden soll, hängt natürlich vor allem auch vom zur Verfügung stehenden Budget ab.

Die Taufpaten

Den Taufpaten kommt bei der Taufe eine besonders wichtige Rolle zu. In früheren Jahren bestand ihre Rolle darin, die Verantwortung für das Kind zu übernehmen, falls den Eltern etwas zustieß. In diesem Fall sorgten sie für die Kinder. Heute sollen die Paten die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten und zu ihrer christlichen Erziehung und Bildung beitragen. Viele Eltern wählen ihre eigenen Geschwister als Paten aus. Es kann aber auch genauso sinnvoll sein, gute Freunde der Familie zu fragen, die für das Kind zu Vertrauenspersonen werden, dem Kind aber vor allem auch andere Perspektiven aufzeigen können. Auch mehrere Paten sind möglich. Theoretisch endet das Patenamt mit der Konfirmation oder der Firmung des Kindes; im besten Fall besteht die enge Beziehung zwischen Patenkind und Paten jedoch ein Leben lang.

Das Taufkleid

Die wichtigste Person ist am Tag der Taufe natürlich das Taufkind selbst. Und das wichtigste Kleidungsstück ist das Taufkleid. In der Regel ist das Kleid weiß – die Farbe steht dabei für Unschuld und Reinheit. 

Die Taufkerze

Die Taufkerze steht für die Auferstehung Jesu. Das Licht des Glaubens soll das Taufkind in der Zukunft begleiten. In vielen Familien wird sie jährlich zum Jahrestag der Taufe entzündet. Man kann die Kerze im Handel kaufen oder nach eigenen Wünschen gestalten lassen – mit Motiven nach Wahl. Oder man stellt die Kerze selbst her. Das Zubehör dazu gibt es im Fachhandel.

Das Taufgespräch

Naturgemäß spielt das Taufgespräch eine wichtige Rolle. Hier besprechen die Eltern mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin die Inhalte und Formalitäten der Taufe, beispielsweise, wann die Taufe stattfinden soll, welche Lieder gespielt werden sollen, wer das Kind über das Taufbecken hält, wie es mit der Dekoration aussieht und für wen die Kollekte bestimmt ist. Wichtig ist es zudem, in diesem Gespräch zu klären, inwiefern die Paten und die Taufgäste an der Taufzeremonie mitwirken sollen.

Wichtige Dokumente

Zur Taufe müssen bestimmte Dokumente vorliegen. Dazu gehören z. B. das Familienstammbuch, die Geburtsurkunde, die Personalausweise und ggf. die Heiratsurkunde der Eltern sowie die Bescheinigungen über die Kirchenzugehörigkeit der Paten.

Die Taufgeschenke

Zur Taufe gehören in der Regel auch Taufgeschenke. Um doppelte Geschenke zu vermeiden, sollte man sich darüber schon vorher Gedanken machen. Geldgeschenke sind zwar nicht besonders persönlich, aber sie können von den Eltern natürlich bestmöglich zum Wohle des Kindes eingesetzt werden. Eine verbreitete Möglichkeit ist es auch, dass die Eltern vorher eine Geschenkliste aufstellen oder auf Anfrage – je nach Budget des Schenkenden – Hinweise geben.

Taufe dokumentieren

Natürlich wollen viele Eltern und Gäste die Taufe in Bild und Ton festhalten. Viele Gäste bringen dazu ihre eigenen Fotoapparate und Videokameras mit. Dabei ist zu bedenken, dass es gerade bei der Zeremonie für große Unruhe sorgen kann, wenn jeder Gast knipst und filmt. Man ist also gut beraten, sich vorher auf eine einzelne Person zu einigen, die die Taufe dokumentiert. Vielleicht hat ja einer der eingeladenen Gäste bereits Erfahrungen gesammelt und verfügt auch über eine geeignete Foto- bzw. Videoausrüstung. Die Alternative dazu wäre, sich für eine professionelle Lösung zu entscheiden und einen Fotografen zu beauftragen. In jedem Fall sollte man die Taufgesellschaft jedoch bereits im Vorfeld darum bitten, erst nach der Taufzeremonie eigene Fotos zu machen. Denkbar wäre es auch, jedem die Gelegenheit zu bieten, ein Erinnerungsfoto zu machen, am besten mit allen Beteiligten am Taufbecken. 

Nach der Taufe

Nach der Taufe ist es durchaus gestattet, sich erst einmal zu erholen und die Eindrücke der Feier in Ruhe zu verarbeiten. Früher oder später sollte sich jedoch jeder die Zeit nehmen, sich bei den Taufgästen noch einmal für ihr Kommen, ihre guten Wünsche, ihr Mitwirken und die Taufgeschenke zu bedanken. Dafür bietet sich eine E-Mail oder ein Brief mit einem oder zwei Fotos des Taufkindes an.