Die richtige Ernährung in der Stillzeit

Der Körper der Mutter ist darauf ausgelegt, das Kind zu ernähren. Die optimale Nahrung, die immer perfekt temperiert und optimal auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt ist, ist Muttermilch. Nirgends sonst als an der Brust bekommt das Kind genau die richtige Zusammenstellung und Dosierung von Nährstoffen, die es für ein gesundes Wachstum benötigt. Damit der mütterliche Körper dies leisten kann, muss sich die Mutter gut und ausgewogen ernähren. Die Zusammensetzung der Muttermilch ist zwar unabhängig von der Ernährung der Mutter, der Nährstoffgehalt hingegen kann mit einer guten Ernährung der Stillenden positiv beeinflusst werden. Väter können das unterstützen, indem sie – besonders in der Zeit des Wochenbettes – für einen abwechslungs- und nährstoffreichen Speiseplan sorgen. Es gibt kaum Lebensmittel, die eine Stillende meiden sollte. Erst wenn Sie feststellen, dass das Baby empfindlich auf bestimmte Stoffe reagiert, sollten diese für eine Zeit vom Speiseplan gestrichen werden. Vorsicht gilt lediglich bei Speisen, die leicht verderben und salmonellenbehaftet sein können. Dazu zählen unter anderem rohes Fleisch und Eier oder Muscheln. Auch zur Vorbeugung von Allergien beim Neugeborenen gilt es mittlerweile als überholt, bestimmte Nahrungsmittel zu meiden: Alles, was die Mutter verträgt und gern mag, darf sie zu sich nehmen. Ausnahmen hiervon gelten natürlich für Nikotin und Alkohol: Beide Stoffe sind für das Baby absolut schädlich und müssen deshalb strikt gemieden werden. Stillende Mütter haben einen etwas höheren Kalorienbedarf, der bei etwa 300 bis 500 Kalorien mehr pro Tag liegt. Natürlich sollte aber keine Mutter für zwei essen. Ein Anhaltspunkt ist das individuelle Hungergefühl, das den Mehrbedarf gut steuert. Die zusätzlich benötigten Kalorien sollten keinesfalls mit „leeren“ Kalorien wie etwa Schokolade oder anderen Naschereien gefüllt werden: Es geht beim zusätzlichen Kalorienbedarf um Nährstoffe, die benötigt werden, und nicht um die reine Kalorienfülle. Ein zweites Frühstück am Morgen, das aus einem zuckerfreien Müsli mit frischem Obst und Joghurt besteht, deckt den Bedarf vollständig und das auf eine gesunde Weise. Die zusätzlich benötigten Kalorien sollten Sie in jedem Fall zuführen. Verzichten Sie daher auf eine Diät während der Stillzeit. Bei einer Diät werden Giftstoffe aus dem Körper ausgeschwemmt, die dann in die Muttermilch übergehen. Muttermilch ist dann verstärkt mit Schadstoffen und Schlacken belastet, wenn Sie Diät halten.

Ernährungstipps für Stillende

Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört die tägliche Portion an frischem Obst und Gemüse. Das sichert der Mutter und dem Kind eine ausreichende Vitamin- und Ballaststoffzufuhr. Ergänzt werden sollte die vitaminreiche Kost um ballaststoffreiche Vollkorn- und Getreideprodukte. Diese wirken verdauungsfördernd und liefern zudem notwendige Energie. Empfehlenswert sind vor allem Reis, Nudeln, Müsli und Brot. Ein- bis zweimal Seefisch in der Woche ist sinnvoll, da Sie so genügend Jod aufnehmen. Besonders ratsam sind fettreiche Sorten wie Lachs, Hering und Makrele. Falls Sie Fleisch essen, dann sollten Sie bevorzugt rotes Fleisch zur Eisenaufnahme wählen. Meiden Sie hingegen Schweinefleisch, da dieses ungesunde Fette enthält. Ebenfalls zu meiden sind gesättigte Fette, wie Sie in einigen Streich- und Kochfetten enthalten sind. Besser ist es, auf hochwertige, ungesättigte Fettsäuren zurückzugreifen: Olivenöl und Rapsöl enthalten essenzielle Fettsäuren. Diese sind äußerst wichtig für die optimale Gehirnentwicklung des Babys. Milchprodukte können auf dem Speiseplan stehen, sofern Sie gut von der Mutter und dem Baby vertragen werden. Einer der Hauptbestandteile der Milch, Kalzium, wird in fester Menge dem Körper der Mutter entzogen, um es an die Muttermilch abzugeben. Um diesen Mangel im Körper der Mutter auszugleichen, muss in der Stillzeit vermehrt Kalzium zugeführt werden. Falls Sie auf Milch verzichten, dann kann der erhöhte Kalziumbedarf auch gut mit anderen Nahrungsmitteln wie beispielsweise Bananen, Mandeln, Sesam, Amarant oder dunkelgrünem Gemüse kompensiert werden. Um selbst Milch zu produzieren, müssen Mütter also keine Milchprodukte zu sich nehmen. Stillende sollten vor allem darauf achten, genügend zu trinken. Durch das Stillen entsteht ein Mehrbedarf an Wasser. Der Körper reagiert darauf mit einem gesteigerten Durstgefühl, auf das geachtet werden sollte. Die Flüssigkeitsaufnahme sollte allerdings keinesfalls über das natürliche Verlangen hinaus forciert werden, da das zu einer Abnahme der Milchmenge führen kann. Optimal sind stilles Wasser, ungesüßte Tees und Saftschorlen. Vorsicht gilt beim Genuss von Kaffee und Grünem, Weißen und schwarzem Tee: Diese enthalten Koffein und Tein, das geht in die Muttermilch über und kann bei übermäßigem Genuss des Organismus des Babys stark belasten.

Lebensmittel, die während der Stillzeit mit Vorsicht zu genießen sind oder worauf Sie besser verzichten

Einige Babys reagieren auf bestimmte Lebensmittel. Es lässt sich schwer verallgemeinern. Deshalb gibt es keine Richtlinien, was Stillende meiden sollten. Sie müssen selbst sehr feinfühlig herausfinden, was Ihr Kind mag und worauf es sensibel reagiert. Koffein und Tein können zu Blähungen und Unruhe beim Kind führen, bei einigen Kindern ist aber kein Effekt nachweisbar. Das trifft auch auf Hülsenfrüchte und blähende Lebensmittel wie Zwiebeln zu: Oftmals stehen diese in Verdacht, beim Kind Bauchweh zu verursachen. Tatsächlich zeigen aber viele Kinder darauf gar keine Reaktion. Etwas anderes ist es bei Lebensmitteln, die den Geschmack der Muttermilch stark beeinflussen. Knoblauch beispielsweise verändert den Geschmack sehr stark, sodass einige Babys die Milch nach dem Genuss großer Mengen Knoblauch ablehnen. Ein genereller Verzicht ist allerdings unnötig. Sie werden schnell herausfinden ob und wie stark Ihr Baby reagiert, um dann einen guten Mittelweg zu finden. Es gibt einige Lebensmittel, die die Milchbildung hemmen. Während vor allem vor Pfefferminztee gewarnt wird, ist es viel mehr Salbei, der gemieden werden sollte. Es geht dabei nicht nur um Salbeitee, sondern um die Pflanze an sich. Da die hemmende Wirkung von Salbei recht stark ist, sollten Sie diese Pflanze während der Stillzeit in jeder Form meiden, egal ob als getrocknete Kräuter, Bonbon oder Tee.

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