Die erste Übernachtung bei Freunden

Kinder werden flügge. Ein wichtiger Meilenstein dabei ist das Übernachten bei Freunden – und eben nicht bei Oma und Opa. Gerade beim ersten Mal ist das ein großes Abenteuer – für Sie genauso wie für die Kleinen. "Meine Familie" hat ein paar Ratschläge zusammengestellt, wie das Abenteuer ein Erfolg wird.

Viele Kinder zwischen drei und fünf Jahren äußern schon von sich aus den Wunsch, bei Freunden zu übernachten. Ein großer, wichtiger Schritt. Und Eltern sind in der Regel gut beraten, wenn sie diesen Wunsch auch erfüllen. Oft genug gibt es schon im Kindergarten Lesenächte, ganz zu schweigen von den Klassenfahrten oder dem Wegfahren mit Sportvereinen. Da ist es gut, wenn die Kinder schon mal auswärts übernachtet haben und keine Angst haben.

Gut fürs Selbstbewusstsein

Die Übernachtung bei Freunden macht nicht nur Spaß, sondern sie stärkt auch das Selbstvertrauen der Kinder. Immerhin gilt es, mit einer fremden Umgebung und mit anderen Abläufen zurechtzukommen. Das Licht ist anders, der Geruch und die Geräusche. Und auch beim Frühstück ist vieles anders als zuhause. Wenn Sie als Elternteil Ihrem Kind Vertrauen schenken und Mut machen, dann wird es mit allem viel leichter zurechtkommen.

Eine fremde Umgebung, die man gut kennt

Das erste Übernachten bei Freunden sollte bei einer Familie stattfinden, die nicht allzu weit entfernt ist. So hat Ihr Kind die Sicherheit, dass Sie "im Notfall" schnell vorbeikommen können. Überhaupt ist Erreichbarkeit wichtig. Ihr Kind muss 100-prozentig wissen, dass es Sie auch spät in der Nacht anrufen kann, wenn es Angst hat oder einfach "etwas" ist. In den meisten Fällen reicht dann das Trostsuchen bei den Eltern in der Gastfamilie schon aus – und Ihr Telefon bleibt still.
Je öfter Ihr Kind bei der Gastfamilie verkehrt hat, desto besser. Dann sind die Räumlichkeiten schon bekannt, Ihr Kind weiß, dass das Essen schmeckt und die Umgebung ist nicht mehr fremd.

Kuscheltier oder -decke? Aber klar!

Was braucht Ihr Kind zuhause zum Einschlafen: Den Lieblingsbär oder die blaue Decke? Packen Sie diese Sachen unbedingt ein. Dann nimmt Ihr Kind ein kleines bisschen Zuhause mit zu den Freunden. Die gewohnten Gegenstände erleichtern das Einschlafen, geben Geborgenheit und mindern von vornherein das Heimweh.

Wichtige Informationen teilen

In der Regel kennen die Gast-Eltern Ihr Kind ja schon sehr gut. Aber informieren Sie sie unbedingt nochmal explizit über Ängste, Einschlaf-Rituale, Allergien usw.. So wissen die Gasteltern, woran sie sind, und können angemessen reagieren.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Das Auswärts-Abenteuer ist natürlich schon an sich ein Ausnahmezustand für das Kind. Deshalb sollten auch ein paar Ausnahmen von der Regel möglich sein. Aller Voraussicht nach werden die Freunde natürlich länger wachbleiben, auch wenn sie schon längst schlafen sollten. So lange es nicht übertrieben wird: Lassen Sie Fünfe gerade sein. Und rechnen Sie damit, dass Ihr Nachwuchs am nächsten Tag ein bisschen unausgeschlafen ist.

Und wenn's beim ersten Mal schief geht?

Natürlich kommt es auch vor, dass ein Kind in der fremden Umgebung so viel Angst hat, dass es nicht einschlafen kann und doch lieber abgeholt werden möchte. Wenn erst die Gasteltern und dann die Eltern selbst gut zugeredet haben und der Entschluss des Kindes fest bleibt, ist das auch kein Beinbruch. Das nächste Mal kommt bestimmt – und dann vielleicht mit mehr Erfolg. In der Zwischenzeit kann es helfen, wenn Sie die Freunde bei Ihnen übernachten lassen. So fällt es Ihrem Kind leichter, sich mit dem Gedanken vertraut zu machen, selbst woanders zu schlafen.

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