Dem Fehlerteufel auf der Spur – Diktate üben

Diktat

Früher wie heute ist die Fähigkeit einer korrekten Rechtschreibung wichtig fürs Leben. Ihr Kind kann Diktate nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause mit Ihnen üben.

Natürlich sollten sich die Wanderungen an der Leistungsfähigkeit des Kindes orientieren. Was nicht bedeuten soll, diese Fähigkeiten auszureizen. In Normalfall haben Kinder mit Wandertouren zwischen drei und vier Stunden keine Probleme, davon Teile auch auf schwierigerem Terrain.

Die Form, wie Diktate in der Schule durchgeführt werden, hat sich in den letzten Jahren vielfach sehr verändert. Früher war es die Regel, dass ein Text vorgelesen wurde, der dann von den Schülern mitgeschrieben wurde. Heute gibt es Pädagogen, die diese Art der Vermittlung der richtigen Rechtschreibung kritisieren, weil die Leistungsmessung nicht objektiv genug und von zu vielen Faktoren beeinflusst sei. Deshalb gibt es heute noch weitere Diktatformen, die die Rechtschreibung nicht mehr isoliert messen und trainieren. Grundsätzlich kann es große Unterschiede geben, wie einzelne Schulen mit Diktaten und der Vermittlung der Rechtschreibung umgehen. Auch von Lehrer zu Lehrer unterscheiden sich die Unterrichtsmethoden. Und natürlich kommt es darauf an, welche Klasse Ihr Kind gerade besucht. Grundsätzlich können Sie natürlich versuchen, Diktate mit Ihrem Kind nach den eigenen Vorstellungen zu üben. Doch eigentlich ist es immer eine gute Idee, mit der entsprechenden Lehrkraft persönlich zu sprechen und zu fragen, wie Sie ihrer Einschätzung nach Ihr Kind am besten in Sachen Rechtschreibung unterstützen können. Die Lehrerin oder der Lehrer hält sicherlich einige Tipps parat.

Geduldig bleiben

Manchen Kindern macht alles Spaß, was mit Schule zu tun hat. Andere sind da etwas spezieller. Gerade bei diesen gilt es, geduldig zu bleiben, wenn es um das Üben für die Schule geht. Doch auch den motiviertesten Kindern macht das Üben bald keinen Spaß mehr, wenn die Eltern zu verbissen an die Sache herangehen. Wo geübt wird, werden auch Fehler gemacht. Man sollte auf diese zwar aufmerksam machen, sie den Kindern jedoch nicht vorhalten. Das demotiviert und frustriert. Besser ist es, zu loben, wenn die Fehler weniger werden. Sie sollten Ihr Kind weder über- noch unterfordern. Außerdem sollte das Diktatüben keine Fortsetzung der normalen Hausaufgaben sein. Lassen Sie eine Pause zwischen beiden Tätigkeiten. Sofern keine Texte aus der Schule vorliegen, finden Sie im Buchhandel pädagogisch aufbereitete Diktattexte für jedes Lernlevel. Fragen Sie einfach die Buchhändlerin oder den Buchhändler danach oder recherchieren Sie im Internet. Im Folgenden schlagen wir Ihnen unterschiedliche Formen vor, wie Sie mit Ihrem Kind Diktate üben können. Sprechen Sie auch mit der entsprechenden Lehrkraft darüber. Welche Form die richtige ist, hängt natürlich entscheidend von der besuchten Klasse ab.

Das „klassische“ Diktat

Diktat üben

Lassen Sie Ihr Kind den Diktattext erst in Ruhe lesen, wenn es ihn noch nicht so gut kennt. Schwierige Wörter können im zweiten Lesedurchgang unterstrichen werden. Lesen Sie den Text einmal laut vor, ohne Satzzeichen, und fragen Sie, ob alles verstanden wurde. Wenn alle Fragen geklärt sind, lesen Sie den Text ruhig und deutlich vor. Dieses Mal einschließlich der Satzzeichen. Lesen Sie nicht am Stück, sondern nach Möglichkeit in Sinnabschnitten. Vergessen Sie nicht, kleine Pausen bei den Satzzeichen zu machen. Und lesen Sie nicht so schnell, dass Ihr Kind keine Chance hat, mitzukommen. Wenn der erste Durchgang abgeschlossen ist, lesen Sie den ganzen Text noch einmal am Stück durch. Ihr Kind kann dabei überprüfen, ob noch etwas fehlt. Jetzt sind Sie dran! Korrigieren Sie sorgfältig den Text, während Ihr Kind sich mit anderen Dingen beschäftigen kann. Sprechen Sie über die Fehler, falls es welche gibt, und erklären Sie sie. Jetzt kann Ihr Kind die fehlerhaft geschriebenen Wörter noch einmal korrekt aufschreiben.

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Das „Dosendiktat“

Das Dosendiktat ist eine der spielerischeren Diktatformen. Sie selbst schreiben den Diktattext Satz für Satz auf kleine Papierstreifen. Wenn Sie mögen, können Sie den Text natürlich auch mit dem Computer abschreiben, in Schreibschrift formatieren, ausdrucken und die einzelnen Sätze ausschneiden. Reichen Sie Ihrem Kind die Streifen nacheinander in der richtigen Reihenfolge. Ihr Kind liest sich den Text in Ruhe durch und legt den Streifen in eine Dose. Dann schreibt es den Satz aus dem Gedächtnis auf. Wenn keine Streifen mehr übrig sind und die Dose voll ist, ist das Diktat zu Ende. Ihr Kind nimmt jetzt die Streifen aus der Dose, bringt sie selbst in die richtige Reihenfolge und vergleicht sie Satz für Satz mit dem Geschriebenen. Diese Selbstkorrektur steigert den Lerneffekt.

Das „Laufdiktat“

Das Laufdiktat verbindet Rechtschreibung und Bewegung. Damit ist es besonders geeignet für Kinder, die sich gerne bewegen. Schneiden Sie den Diktattext in vier bis sechs Teile, die sie in der Wohnung verteilen. Ihr Kind soll jetzt zum ersten Platz gehen, sich den Text durchlesen und so viel davon im Gedächtnis behalten wie möglich. Dann geht es zurück an seinen Lernplatz und schreibt alles auf, an das es sich erinnert. Wenn der Text noch nicht vollständig ist, kann es noch einmal zurück zum entsprechenden Text gehen. Und so geht es auch mit den anderen Diktatstücken weiter, bis der Text vollständig aufgeschrieben ist. Danach darf Ihr Kind alle Textteile holen und selbst mit dem eigenen Geschriebenen vergleichen.

Das „Schwammdiktat“

In der ersten Klasse wird das Schwammdiktat häufig durchgeführt. Dabei werden einzelne Wörter an die Tafel geschrieben und sie werden gemeinsam laut vorgelesen. Dann wird das Wort mit dem Schwamm weggewischt. Die Kinder sollen dann das Wort aus dem Gedächtnis aufschreiben. Bei dieser Diktatform können sich die Kinder das Wort visuell und akustisch einprägen. Damit wird nicht nur die Rechtschreibung eingeübt, sondern auch das Kurzzeitgedächtnis trainiert. Auch diese Form des Diktats lässt sich zu Hause spielerisch üben. Wenn Sie selbst keine Schreibtafel haben, eignen sich natürlich auch Stift und Papier. Und Ihrem Kind wird es Freude machen, mit Ihnen gemeinsam die Wörter zu lesen.

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