Yoga für Kinder – die Fantasie turnt mit

Oft sind schon unsere Grundschulkinder zappelig, nervös, gestresst und können nicht einschlafen – wie wir Großen. Was uns hilft, wieder herunterzukommen, das tut auch unseren Kindern gut. Yoga kann dabei eine große Hilfe sein. Informieren Sie sich in Ihrer Nachbarschaft: Kurse gibt es mittlerweile bereits für Kinder. Und vielleicht bekommen Sie ja auch Lust, diese fernöstliche „Gymnastik“ auszuprobieren?

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Was passiert beim Kinderyoga?

Im Kinderyoga geht es nicht um die perfekte Körperstellung und die Leistung, sondern um das Ausprobieren und Erfahren. Kinderyoga sollte spielerisch, fantasieanregend und mitreißend sein. Die verschiedenen Körper-, Balancier- und Gleichgewichtsübungen sind meist eingebettet in eine abenteuerliche Geschichte mit fließenden Yoga-Übungen, Reimen und Tänzen – gefolgt von einer abschließenden Entspannungsreise. Da sich die Muskeln bei Kindern erst noch ausbilden, werden die Stellungen nicht lange gehalten. Kinder erlernen die Übungen durch Nachahmen von alleine. Jede Art von Druck, Wettbewerb, Vergleichen und Bewerten ist dabei tabu.

Ein Plus für Schulkinder

Kinder sind noch eins mit sich und der Welt. Deshalb können sie sich die Yoga-Übungen sehr einfach zunutze machen, um etwa Spannungen bei Hausaufgaben und Schulstress allgemein abzubauen. Die Übungen fördern Beweglichkeit und Konzentration und beugen einer Fehlhaltung durch das viele Sitzen vor. Besonders Schulkinder profitieren von regelmäßig durchgeführten Kinderyoga-Übungen – hyperaktive Kinder im besonderen Maße, da sie lernen, zur Ruhe zu kommen. Schüchterne Kinder erlangen Selbstvertrauen und werden mutiger.

Tipps zur Kurswahl

Ein guter Kurs steht oder fällt mit dem Zugang, die der Lehrer zu den Kindern hat. Dieser sollte noch vor einem Zertifikat vor allem Erfahrung mit Yoga und Kindern haben. Empfehlenswert ist eine Gruppe von etwa 8 bis 12 Teilnehmern, die sich wöchentlich trifft. Für die Gruppenübungen und die spielerischen Elemente ist eine gewisse Gruppengröße und Eigendynamik wünschenswert. Eine zu große Gruppe birgt dagegen die Gefahr der Unruhe und dass sich Einzelne nicht genügend öffnen können.