Wunderbar: Wasser in der Schale

Sie haben exotische Namen wie Charentais, Galia oder Cantaloupe. Die Melonenvielfalt ist groß, doch haben sie vieles gemeinsam. Bei bis zu 95 Prozent Wasser sind sie eine willkommene Erfrischung bei heißen Temperaturen. In den Tropen ersetzen sie sogar teilweise Getränke! Grund genug, uns näher mit dem Schwergewicht aus der Obstabteilung zu beschäftigen. Probieren Sie doch einmal Wassermelonensalat mit Feta, Serranoschinken und Charentais oder einfach geeiste Melonenstückchen to go. Ich verrate Ihnen, worauf Sie beim Einkauf achten sollten.

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Obst oder Gemüse?

Vielleicht wussten Sie es schon: Als einjährige, krautartige Kürbispflanze zählt die Melone zum Gemüse - damit reiht sie sich bei Gurken und Kürbissen ein. Im Handel aber fällt sie unter die Kategorie Früchte. Denn sie wird als Obst gegessen und wahrgenommen. Unterteilt wird sie in zwei Gruppen: in Zuckermelonen, die in der Mitte eine Kammer mit Kernen enthalten, und in Wassermelonen, bei denen sich die Kerne verteilt im Fruchtfleisch befinden - die übrigens geröstet ein tolles Topping für Salate ergeben. Was Melonen besonders faszinierend macht, ist die Farbenpracht im Inneren. Von fast Weiß bis Leicht-Gelblich oder Grünlich bis Orange und Rot bieten die gesunden Riesen eine ganze Farbpalette. Zart, aber auch unterschiedlich sind ihre Aromen. Während die Wassermelone frisch und leicht nach Vanille schmeckt, sind Charentais-Melonen mit ihrem orangen Fruchtfleisch aromatisch der Knüller und der Mango mit einem Hauch Maracuja ähnlich.  

Klopfen, horchen oder schnuppern?

Es gibt Tipps und Tricks, um reife von unreifen Melonen zu unterscheiden. Das Gewicht: Reife Melonen sind schwerer als gleich große unreife. Der Klang: Wassermelonen sollten beim Klopfen hohl und Honigmelonen dumpf klingen - sind sie noch nicht ausgereift, klingen sie matt. Der Geruch: Bereits auf dem Feld haben Melonen das intensivste Aroma. Reife Cantaloupe-Melonen duften reif intensiv süßlich, vor allem an ihrem Ende ohne Stiel. Die Optik: Auch der sogenannte Feldfleck kann Auskunft über den Reifegrad geben. Ist er als gelbe Stelle auf der Unterseite der Melone zu sehen, gilt dies als Zeichen der Reife - an dieser Stelle hat die Melone auf der Erde gelegen. Zudem sollte der Stiel dunkel und braun sein. Melonen reifen bei Zimmertemperatur nach. Sind sie erst einmal angeschnitten, sollte man sie im Kühlschrank aufbewahren und die Schnittfläche mit Frischhaltefolie abdecken.

Lecker und gesund

Melonen sind Schwergewichte – zumindest im Einkaufsbeutel. Kalorisch ist das Gegenteil der Fall: Sie bestehen zum größten Anteil aus Wasser. Spitzenreiter ist dabei die Wassermelone mit bis zu 95 Prozent Wasser. Das erklärt auch ihren niedrigen Kaloriengehalt von 37 kcal pro 100 g. Zuckermelonen sind etwas kalorienreicher mit 55 kcal pro 100 g aufgrund des höheren Fruchtzuckergehalts. Das in der Melone enthaltene Kalium ist das beste Mittel gegen dicke Hitze-Füße: Es schwemmt aus! Die vitalisierenden Vitamine Folsäure und Vitamin C liefern alle Melonen, die rote Wassermelone zudem Lykopin, ein wertvoller antioxidativ wirkender Bioaktivstoff, und die orangefleischige Cantaloupe und Charentais jede Menge ähnlich wirksames Beta-Karotinoise. Und weil sie so frisch schmecken, passen sie nicht nur pur, in Desserts und Smoothies, sondern auch in pikanten Kombinationen. Speziell in Salaten, kombiniert mit salzigem Käse oder Schinken machen sie so richtig fit für den Sommer!