Wenn es pikst und krabbelt – Zeckenbisse

Steigen die Temperaturen, lockt es uns ins Grüne. Aber in der Natur gibt’s auch jede Menge Insekten. Wie Sie mit Zecken umgehen, erfahren Sie hier. Mehr über Insektenstiche allgemein steht auf unserer Website: real.de/besser-leben. Gut gerüstet können Sie die Freude an der Natur unbeschwert gerade mit Ihren Kindern genießen.

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

So vermeiden Sie Zeckenbisse

Zecken sind von Ende März bis Ende November aktiv. In der Zeit sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind mit festen Schuhen, langer Kleidung und mit in den Socken gestopften Hosenbeinen in Feld, Wald und Wiese unterwegs ist. Und wenn es zu warm ist? Dann vorbeugend mit einem Zeckenmittel aus der Apotheke eincremen. Denn Zecken brauchen unmittelbaren Hautkontakt, um andocken zu können. Sie bevorzugen warme und versteckte Körperregionen wie den Haaransatz, Hals, Ohren, Bauchnabel, Kniekehlen, Genitalbereich, Arm- und Ellenbeugen. Hier bleiben sie während ihrer zwei- bis achttägigen Blutmahlzeit oft unentdeckt. Deshalb sollten Sie nach jedem Ausflug kontrollieren, ob sich Ihr Kind eine Zecke eingefangen hat.

Zeckenbiss – was nun?

Die Zecke ist anfangs nur ein kleiner dunkler Punkt, der langsam wächst. Erst wenn sie sich vollgesaugt hat, fällt sie ab. Dann ist die Bissstelle nur noch schwer zu erkennen. Sie juckt und schmerzt nicht, schwillt nicht an und ist nur leicht gerötet. Zecken sind Überträger von Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Doch keine Panik! Nur äußerst selten sind sie mit diesem Virus infiziert und nur einer von 100 Menschen erkrankt an einer Borreliose. Zeigt Ihr Kind nach einem Ausflug aber grippeähnliche Symptome wie Fieber, Schüttelfrost und Wanderröte, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Leben Sie in den FSME-Risikogebieten Bayern und Baden-Württemberg und sind oft in der Natur unterwegs, sollten Sie sogar darüber nachdenken, sich und Ihr Kind impfen zu lassen. 
Generell gilt nach einem Zeckenbiss: Schnell handeln! Je länger der Saugvorgang andauert, desto höher ist das Übertragungsrisiko für Krankheiten.

  1. Entfernen Sie die Zecke mit einer Zeckenpinzette oder -karte. Wichtig: Nicht quetschen! Dadurch werden Krankheitserreger schneller übertragen.
  2. Beim Herausziehen vorsichtig vorgehen und, falls nötig, leicht rütteln.
  3. Desinfizieren Sie die Einstichstelle nach dem Entfernen der Zecke. Lässt sich der Stechrüssel nicht entfernen oder bildet sich eine Rötung, sollten Sie die Stelle von einem Kinderarzt untersuchen lassen.