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Wachstumsschub bei Kleinkindern: Aus klein wird groß

Noch gestern haben Sie Ihr Baby in den Armen gehalten und heute schon steht es vor Ihnen: Kinder durchlaufen in ihrem Leben mehrere Wachstumsschübe. Während das meist unbemerkt vor sich geht, kann so ein Schub für manche Kinder wirklich unangenehm sein. Denn Wachstumsschübe können Schmerzen verursachen. In diesem Artikel lesen Sie, was Wachstumsschübe bei Kleinkindern sind, wann sie stattfinden, wie lange sie dauern, welche Symptome damit zusammenhängen und wie Sie die Schmerzen lindern können. 

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Wachstumsschub – ein kleiner Überblick

Nach der Geburt wachsen Babys am schnellsten. Kaum liegt neue Kleidung im Schrank, ist Ihr Baby auch schon wieder gewachsen und benötigt die nächste Größe. In den ersten 14 Monaten erlebt Ihr Kind 8 große Entwicklungsschübe. In dieser Zeit wächst es im Durchschnitt 25 Zentimeter, das ist in etwa die Länge einer Schlangengurke!

Im Kindergartenalter zwischen 3 und 5 Jahren können Sie einen weiteren Wachstumsschub beobachten. Dabei legen Kinder immer sowohl an Gewicht als auch an Körpergröße zu. Ein Schub ist aber auch mit körperlichen Veränderungen verbunden. Und nicht nur das: Oftmals handelt es sich auch um einen Entwicklungsschub. Dazu später mehr. Die Schübe treten mehrmals über das Jahr verteilt auf und können einige Tage anhalten. Welche Anzeichen gibt es? Typisch für einen Wachstumsschub sind Bein-, Knie-, Fuß- und gelegentlich Armschmerzen. Bei den Wachstumsschüben handelt es sich um einen normalen Teil der Entwicklung und alle Eltern sollten die Sache gelassen und mit positiver Haltung sehen.

Viele Eltern sorgen sich zusätzlich, dass ihr Kind zu groß, zu klein, zu dick oder zu dünn ist. Aber: Jedes Kind hat sein ganz persönliches Tempo. Kein Grund zur Sorge, solange seine Entwicklung im üblichen Rahmen verläuft. Und das kontrolliert der Arzt bei den Vorsorgeuntersuchungen.

Welche Wachstumsphasen gibt es bei Kindern?

Wachstumsschübe lassen sich in 3 große Phasen einteilen:

1. Phase: In den Monaten 0 bis 14 durchlebt Ihr Baby 8 Wachstumsschübe. Diese Zeit ist auch von bedeutenden Entwicklungsschritten geprägt. Ihr Baby fängt an, selbstständig zu werden, sich zu bewegen, die Umwelt genauer zu betrachten, zu brabbeln bis hin zum fröhlichen Plaudern und vieles mehr. Während dieser Phase wächst Ihr Baby besonders schnell.

2. Phase: Das Kleinkindalter beginnt im 3. und dauert bis zum 5. Lebensjahr. In dieser Lebensphase kommt es zu einem weiteren Wachstumsschub. Das durchschnittliche Wachstum beträgt 5 bis 6 Zentimeter pro Jahr. Diese Schübe können hin und wieder zu Schmerzen bei Ihrem Kind führen. 

3. und letzte Phase: Sie umfasst die gesamte Pubertät. Die Kinder wachsen wieder besonders stark. Es werden Werte von bis zu 12 Zentimetern pro Jahr erreicht. Mit dem Ende der Pubertät ist auch das Wachstum beendet. Mädchen hören etwa im Alter von 17 Jahren auf zu wachsen, Jungen mit 19 Jahren. Diese Phase verschiebt sich aber in den letzten Jahrzehnten weiter nach vorne, endet also früher, weil sie auch früher beginnt.

Hier geht es um die 2. Wachstumsphase im Kleinkindalter. Besonders in dieser Zeit beeinflusst ein Wachstumsschub nicht nur die Größe und das Körpergewicht, sondern auch das Verhalten des Kindes. Vielleicht kommt Ihnen manches bekannt vor:

  • Anhängliche Phase: Ihr Kind sucht viel Körperkontakt, ist ungern alleine. Auch nachts kuschelt es gerne zu Mama und Papa ins Elternbett. Genießen Sie diese „Babyzeit“.
  • Trotzphase: Aus dem Nichts reagiert Ihr Kind mit Wut und Trotz. Noch vor wenigen Augenblicken war die Welt in Ordnung und auf einmal steht alles kopf. Ihr Kind lernt nun, seine eigenen Bedürfnisse durchzusetzen und Grenzen auszutesten. Hier brauchen Sie viel Geduld – und Konsequenz.
  • Abkapselung: Sie haben das Gefühl, nicht immer die unangefochtene Nummer eins zu sein? Ihr Kind wird nun selbstständiger und möchte viele Dinge alleine oder mit anderen Kindern unternehmen. Auch wenn’s schwerfällt, hier müssen Sie loslassen und Ihr Kind die Welt entdecken lassen. Das sorgt für Selbstvertrauen und wirkt positiv auf seine weitere Entwicklung. 

Wichtig: Bei diesen Phasen gibt es keine feste Reihenfolge. Auch hier steht das Kind als Individuum im Vordergrund. Die Abfolge, die Dauer und die Häufigkeit sind von Kind zu Kind sehr unterschiedlich.

Welche Symptome gibt es bei einem Wachstumsschub?

Die Schmerzen eines Wachstumsschubs machen sich rund um Knie, Wade und den Oberschenkeln bemerkbar. Die Wachstumsschmerzen werden von Kindern als stumpfe und drückende Schmerzen wahrgenommen. Tatsächlich gibt es noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, woher genau die empfundenen Schmerzen kommen. Experten sind sich jedoch einig, dass Bänder, Sehnen und Muskeln aufgrund des schnellen Skelettwachstums überfordert sind. 

Kinder spüren die Wachstumsschmerzen vor allem nachts. Aber warum? Hierfür gibt es eine ganz einfache Erklärung: Das Wachstumshormon wird vor allem nachts ausgeschüttet. Es kommt gehäuft vor, dass die Schmerzen von Kindern so groß sind, dass sie davon aufwachen, trotz Müdigkeit. Glücklicherweise sind die Schmerzen am nächsten Tag wie weggezaubert. Sie sind „Ruheschmerzen“.

Die folgende Checkliste hilft Ihnen, einzuordnen, ob die Schmerzen Ihres Kindes eventuell mit dem Wachstum zusammenhängen. Typische Symptome sind:

  • Schmerzen vor dem Schlafengehen, aber auch nachts.
  • Schmerzen nach einem sportlich aktiven Tag.
  • Beim Sport bzw. körperlicher Belastung treten keine Schmerzen auf.
  • Der Schmerz wechselt die Seiten.
  • Morgens sind die Schmerzen weg.
  • Der Schmerz kann mehrere Minuten bis zu einer Stunde anhalten.
  • Von den Schmerzen betroffen sind Ober- und Unterschenkel, Knie oder Fuß, seltener auch die Arme.

Wie kann ich die Wachstumsschmerzen meines Kindes lindern?

Bei Schmerzen müssen es nicht immer gleich Schmerzmittel sein. Generell sollte Ihr Kind diese nur in Absprache mit einem Arzt oder einer Ärztin einnehmen. Glücklicherweise gibt es viele Hausmittel, die kleine Wunder bewirken können:

  • Viel liebevolle Zuwendung.
  • Eine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernsäckchen können gegen stumpfe Schmerzen helfen.
  • Eine sanfte Massage mit Arnikasalbe oder Johanniskrautöl. Das regt die Durchblutung an und wirkt schmerzlindernd.
  • Wenn Sie ein Fan der Homöopathie sind, lassen Sie sich von einem Apotheker oder einer Apothekerin zum Thema Wachstumsschmerzen beraten.
  • Gemeinsame Unternehmungen, wie Radfahren, Ballspielen, Malen und Basteln, können dafür sorgen, dass die Schmerzen in Vergessenheit geraten.
  • Die Zufuhr von bestimmten Mineralstoffen wie beispielsweise Magnesium oder Kalzium kann auch den Schmerzen entgegenwirken. Also viel grünes Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukte anbieten. Sprechen Sie hierfür aber auch mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Ab wann sollte ich mit meinem Kind bei Schmerzen zum Arzt gehen?

Wachstumsschmerzen können äußerst unangenehm werden. Und niemand sieht sein Kind gerne leiden. Dennoch ist ein zu schneller Gang zum Arzt nicht immer sinnvoll. Wachstumsschmerzen gehen oft von alleine wieder weg, ohne dass ein Arztbesuch nötig ist. Bei folgenden Anzeichen kann es jedoch wichtig sein, einen Arzt aufzusuchen:

  • Nicht nur die Beine sind von Schmerzen betroffen, sondern auch Knie und Hüfte. Ihr Kind humpelt sogar!
  • Schwellungen und Rötungen an Beinen sowie Fieber sind wichtige Warnsignale des Körpers, dass etwas nicht stimmt.

In solchen Fällen wird der Arzt ein Röntgenbild oder einen Ultraschall machen, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen.

Fazit

Klagt Ihr Kind über Schmerzen, fragen Sie es genau, wo die Schmerzen sind und wann sie immer auftreten. Nehmen Sie sich Zeit und notieren Sie dies auf einen Notizblock oder in Ihr Handy. Beobachten Sie die Situation ein paar Wochen. Während dieser Zeit können Sie mit den oben erwähnten Hausmitteln versuchen, Ihr Kind bestmöglich zu unterstützen. Sollte Ihnen jedoch etwas komisch vorkommen oder hohes Fieber oder Rötungen und Schwellungen auftreten, dann sollten Sie wohl besser zu einem Arzt oder einer Ärztin gehen. Ansonsten: Geduld, Geduld, Geduld. Wachsen ist eben nicht immer einfach.

Dagmar von Cramm

Unsere Ernährungs-Expertin
hat bereits zahlreiche Bücher
und Zeitschriften über gesunde
Ernährung und Kochen veröffentlicht.
Ihr Spezialgebiet? Essen mit Kindern – schließlich ist sie nicht nur Food-Journalistin und Ernährungs-Wissenschaftlerin, sondern auch dreifache Mutter!

Fragen und Antworten zum "Meine Familie" Vorteilsprogramm

Wann erhält man das „Meine Familie“-Begrüßungspaket?

Das „Meine Familie“-Begrüßungspaket erhalten einmalig alle beim „Meine Familie“-Vorteilsprogramm angemeldeten Kinder im Alter von 0 bis 24 Monaten.

Woran liegt es, wenn die Vorteilspost während eines Quartals ausbleibt?

Für Kinder, die ihr viertes Lebensjahr erreicht haben, werden nur noch zweimal jährlich Vorteilscoupons per Post versendet. Dies kann der Grund dafür sein, dass Teilnehmer am „Meine Familie“-Programm plötzlich weniger Post erhalten als vorher.

Was ist zu tun, wenn ein bei „Meine Familie“ angemeldetes Kind zum Geburtstag keine Geburtstagspost bekommen hat?

In seltenen Fällen kann die Geburtstagspost eines Kindes verspätet eintreffen. Sollte die Post auch nach einer gewissen Wartezeit noch nicht eingetroffen sein, wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an den „Meine Familie“-Kundenservice.

Was könnte der Grund dafür sein, wenn trotz Anmeldung eines Kindes zwischen 0 und 24 Monaten beim „Meine Familie“-Vorteilsprogramm kein Begrüßungspaket beim Teilnehmer ankommt?

Sobald ein Kind im entsprechenden Alter bei „Meine Familie“ angemeldet wurde, wird der Versand des Begrüßungspakets automatisch veranlasst. Bitte beachten Sie, dass der Versandprozess einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Wir bitten Sie im Zweifelsfall um ein wenig Geduld. Wird ein Kind bereits während der Schwangerschaft angemeldet, wird Versand des Begrüßungspakets erst nach dem eingetragenen Geburtstermin veranlasst.

Wie können Daten, die bei der Anmeldung beim „Meine Familie“ Programm angegeben wurden, geändert werden?

Die im real Konto hinterlegten Daten können jederzeit eingesehen und bearbeitet werden. Nach dem Login unter www.real.de kann der Datensatz geändert, ergänzt oder gelöscht sowie Kinder neu angemeldet werden. Um die Änderungen zu übernehmen, muss abschließend der Button „Änderungen speichern“ angeklickt werden.

Sind die „Meine Familie“-Vorteilscoupons auch im real Onlineshop einlösbar?

Die „Meine Familie“-Coupons sind leider nicht im Onlineshop einlösbar. Der real Onlineshop bietet jedoch sehr häufig eigene Rabattaktionen und Preisnachlässe auf ganze Artikelsortimente.