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Trinkmenge Baby: nicht übertreiben

Genug trinken, das ist für viele eine Herausforderung. Aber nicht nur für die Großen, sondern auch für die Kleinsten. Sie können noch nicht selbstständig zum Wasserhahn laufen, um sich ein Glas mit Wasser zu füllen. Hier liegt die Verantwortung bei den Eltern. Solange Sie Ihr Baby voll stillen, können Sie sicher sein: Die Muttermilch versorgt Ihr Kind perfekt – nur Sie müssen genug trinken. Sobald aber die Beikost eingeführt wird, braucht Ihr Kind nach und nach zusätzlich Flüssigkeit, denn seine Nahrung wird ja fester. Wie das funktioniert, was Ihr Baby trinken sollte und worauf Sie achten müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Wie viel muss mein Baby trinken?

Wie viel Flüssigkeit ein Baby braucht, ist unterschiedlich. Schließlich trinkt auch nicht jeder Erwachsene gleich viel. Solange Sie Ihr Baby voll stillen, müssen Sie sich keine Gedanken machen. Stillen ist die natürliche Ernährungsform des Säuglings, die Milch enthält alles, was das Baby braucht. Hat Ihr Baby Durst, dann meldet es sich. Wenn es nach der Brust oder der Flasche verlangt, dann sollten Sie dem nachgeben. Vor allem wenn Sie stillen, sollten Sie Ihr Baby so lange an der Brust lassen, wie es trinken möchte. So reguliert sich auch die Produktion Ihrer Milchdrüsen nach Angebot und Nachfrage. Pre-Säuglingsmilchnahrung können Sie auch nach Bedarf geben.

Die folgende Tabelle  hilft Ihnen, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel Ihr Baby an einem Tag ungefähr trinkt. Die Trinkmenge nimmt ab dem fünften Monat durch die Einführung der Beikost etwas ab.

AlterMilch pro TagZahl der Trinkmahlzeiten
2. Woche450 bis 600 ml5 bis 8 Mahlzeiten
3. Woche500 bis 650 ml5 bis 7 Mahlzeiten
4. Woche550 bis 700 ml5 bis 6 Mahlzeiten
5. Woche550 bis 750 ml5 bis 6 Mahlzeiten
6. bis 8. Woche700 bis 850 ml5 bis 6 Mahlzeiten
3. bis 4. Monat750 bis 900 ml5 Mahlzeiten
5. Monat700 bis 850 ml4 bis 5 Mahlzeiten
6. Monat500 bis 600 ml4 Mahlzeiten

Diese Tabelle liefert nur Richtwerte. Vielleicht kennen Sie es auch von sich selbst: Es gibt immer Tage, an denen der Hunger plötzlich riesengroß ist, und andere, an denen er eher gering ausfällt. So ist es auch bei Ihrem Baby. Wenn Ihr Kind statt der Brust die Flasche bekommt, kann Ihnen die Tabelle helfen, die richtigen Mengen zuzubereiten. 

Dennoch gilt: Sie müssen nicht jeden Schluck und später jeden Bissen zählen. Behalten Sie das Wachstum Ihres Kleinen im Auge, denn das ist der beste Beweis für sein Wohlbefinden. Nicht umsonst sind im gelben Vorsorgeheft genaue Wachstumstabellen zu finden, an denen Sie ablesen können, ob sich Ihr Baby optimal entwickelt. Bei der Vorsorgeuntersuchung kontrolliert das zudem Ihr Kinderarzt.

Wann braucht mein Baby zusätzliche Flüssigkeit?

Auch wenn es heiß draußen ist und der eigene Durst riesig – Ihr Baby braucht kein extra Glas Wasser. Ein voll gestilltes Baby braucht selbst im Hochsommer weder Tee noch Wasser, weil es dann einfach mehr trinkt: Die Muttermilch passt sich dem Klima an und wird automatisch dünner. Beim Flaschenkind kann dagegen eine zusätzliche Wassergabe nötig sein. 

Eine Ausnahme gibt es: Bei Fieber, Durchfall oder Erbrechen benötigen Babys, die nicht gestillt werden, eine etwas höhere Flüssigkeitszufuhr. Das besprechen Sie in so einem Fall am besten mit Ihrem Arzt. Wenn Sie stillen, sollten Sie Ihr Baby in solchen Phasen öfters anlegen. Durch das Stillen nach Bedarf wird ausreichend Muttermilch gebildet, um den Durst Ihres Babys ausreichend zu decken. Sie enthält auch Antikörper gegen die Erreger, die Ihr Kind gerade krank machen.

Als Faustregel können Sie sich merken: Erst wenn Ihr Baby eine ganze Trinkmahlzeit als Brei bekommt, sollten Sie beginnen, ihm etwas zusätzliche Flüssigkeit zu geben. Das nimmt dann langsam zu: Nach der Einführung des 3. Breis und den beiden Milchmahlzeiten liefern die drei Breie insgesamt ca. 800 bis 900 ml Flüssigkeit. Ein Säugling zwischen 4 und 12 Monaten braucht etwa einen Liter Flüssigkeit. So genügen zusätzlich 200 ml Flüssigkeit, um Ihr Baby ausreichend zu versorgen.  Wenn Ihr Baby breifrei ernährt wird, braucht es noch etwas mehr Wasser, denn Fingerfood ist trockener als Brei, der gelöffelt wird.

Ab dem ersten Lebensjahr gilt dann erst recht: Wasser zu jeder Mahlzeit. Zum einen bekommt Ihr Kind mengenmäßig nach und nach weniger Flüssigkeit über die Milch und zum anderen enthält das Familienessen deutlich weniger Wasser als Brei. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung empfiehlt Kleinkindern ab dem ersten Lebensjahr insgesamt 600 ml Getränke pro Tag. Aufgeteilt auf sechs kleine Gläser, sollte Wasser fester Bestandteil aller Mahlzeiten sein und auch zwischendurch angeboten werden.

Was sollte mein Baby trinken?

Zuallererst: Gesüßte Getränke sind für Babys tabu! Baby- und Kindertees sind häufig mit süßenden Zutaten versetzt. Doch demnächst gibt es da Entwarnung: Eine neue Verordnung, die ab dem 29. November 2020 in Kraft tritt, verbietet zugesetzten Zucker und andere süßende Zutaten wie Honig, Fruchtsaft, Fruchtnektar, Malzextrakt, Sirupe oder Dicksäfte in Kräuter- und Früchtetees für Säuglinge oder Kleinkinder.

Das beste Getränk ist natürlich Wasser. Damit schaffen Sie eine gesunde Gewohnheit. Mit Wasser seinen Durst zu löschen, ist sicher die natürlichste Art und Weise und hilft, später gesund und schlank zu bleiben. Aber auch ungesüßte, dünne Früchtetees können Sie Ihrem Baby geben. Kräutertees enthalten pflanzliche Wirkstoffe, die stark auf das Baby wirken. Geben Sie Ihrem Kind daher nur verdünnten Kräutertee bei Beschwerden wie Blähungen.

Hier finden Sie eine kleine Liste mit Getränken und was Sie dabei beachten sollten:

  • Leitungswasser:
    Leitungswasser ist immer da und erspart Ihnen das schwere Schleppen von Kisten. Wichtig: In Ihrem Haus sollten keine alten Bleirohre verlegt sein – das könnte gefährlich werden. Es sollte außerdem einen Nitratwert möglichst weit unter dem gesetzlichen Richtwert von 50 mg pro Liter haben – je weniger, desto besser. Unter 20 mg ist optimal. Die Nitratwerte erfahren Sie beim örtlichen Wasserwerk. Ist das Wasser sehr hart, kann das manchmal zu Verstopfungen führen, ist aber nicht schädlich. Lassen Sie das Wasser immer etwa 30 Sek. laufen, bis es kalt und frisch aus der Leitung kommt. Bis zum sechsten Lebensmonat sollten Sie das Wasser abkochen.
  • Mineralwasser:
    Achten Sie beim Kauf von Mineralwasser auf den Vermerk „zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet“. In diesem Wasser ist der Mineralstoffgehalt niedrig. Es enthält wenig Natrium und Kohlensäure, die für Ihr Baby noch nicht optimal sind. Es kann sie noch nicht so einfach ausscheiden. Notfalls ein Wasser mit einem Mineralstoffgehalt unter 500 mg pro Liter wählen.
  • Milch:
    Milch ist zwar flüssig, zählt jedoch nicht zu den Getränken, sondern zu den Mahlzeiten. Milch findet ihren Platz im zweiten Brei, dem Milch-Getreide-Brei. Mehr als 200 ml pro Tag sollte Ihr Baby im ersten Jahr nicht bekommen.
  • Säfte:
    Auch Direktsäfte aus 100 Prozent Frucht sind kein Babygetränk! Sie gehören löffelweise in den Milchbrei. Aber sie haben viel zu viel Zucker – wenn auch natürlichen – und sind deshalb keine Durstlöscher, vor allem nicht für Babys. 

Ein absolutes No-Go ist destilliertes Wasser: Da es überhaupt keine Mineralstoffe enthält, belastet es den Elektrolythaushalt Ihres Babys!

Was tun, wenn das Baby nicht trinken mag?

Wenn Ihr Kind voll gestillt wird, lehnt es vielleicht die Flasche ab. Sie können sie sich vielleicht ganz ersparen, wenn Sie Ihrem Baby das Wasser zunächst löffelweise geben, später mit einem Trinklernbecher. Aber auch Flaschenkinder sind von Wasser nicht immer begeistert. Da hilft nur Geduld: Am besten während der Mahlzeit ab und zu einen Löffel geben. Oder kurz vor dem Essen, wenn Ihr Kind hungrig ist, Wasser aus der Babyflasche anbieten. Das wird zu Protesten führen, aber ein wenig wird Ihr Kind doch trinken – und das reicht in der Regel.

Ist zu viel Wasser gefährlich?

Viel hilft viel gilt auf keinen Fall fürs Trinken. Wenn Babys viel zu viel Wasser oder andere Flüssigkeiten bekommen, kann es zu einer Wasservergiftung (Überhydrierung) kommen. Vor allem für Säuglinge ist das gefährlich, da ihre Nieren noch nicht vollständig ausgebildet sind. Durch eine hohe Flüssigkeitszufuhr wird der Wasser- und Mineralhaushalt des Babys gestört.

Auch übermäßig verdünnte Milchnahrung kann für Babys gefährlich werden. Bitte achten Sie immer auf das angegebene Mischverhältnis auf der Verpackung. Aber auch Muttermilch sollten Sie nicht verdünnen. Die Muttermilch passt sich immer ganz den Bedürfnissen Ihres Babys an. 

Aber woher weiß ich, dass mein Baby genug trinkt? Die folgende Liste verrät es Ihnen:

  • es hat eine gesunde Hautfarbe und feste Haut
  • es macht mehrmals am Tag die Windeln nass
  • es schluckt hörbar beim Trinken
  • es nimmt an Gewicht zu

Der letzte Punkt ist wohl der Wichtigste und das können Sie jederzeit mithilfe des gelben Vorsorgeheftes kontrollieren. Übrigens: Bekommt Ihr Baby zu wenig Flüssigkeit, dann wird sein Urin nicht nur weniger, sondern auch kräftiger gelb.

Fazit

Am einfachsten ist es für Sie, wenn Ihr Baby voll gestillt wird. Die Muttermilch ist ein Wunder der Natur, die sich immer den Bedürfnissen Ihres Babys anpasst. Aber auch „Flaschenkinder“ benötigen keine zusätzliche Flüssigkeit, da die Pre-Säuglingsmilchnahrung der Muttermilch nachempfunden ist und genug davon liefert. Wenn Ihr Baby Durchfall hat, kann es aber sein, dass der Flüssigkeitsbedarf Ihres Babys steigt, das sollten Sie mit Ihrem Arzt absprechen. Stillkinder werden in dieser Zeit einfach öfters an die Brust angelegt. 

Grundsätzlich gilt: Die ersten Schlückchen zusätzliche Flüssigkeit braucht Ihr Kind,  wenn Sie beginnen zuzufüttern. Etwa ab der Einführung des dritten Breis wird insgesamt eine Menge von etwa 200 ml Flüssigkeit täglich benötigt und das am besten in Form von Wasser. Sobald das Kind voll in das Familienessen integriert wurde, kann die Wassermenge deutlich erhöht werden. Vertrauen Sie auf sein natürliches Durstgefühl: Wenn das Angebot da ist, wird es so viel trinken, wie es braucht.

Dagmar von Cramm

Unsere Ernährungs-Expertin
hat bereits zahlreiche Bücher
und Zeitschriften über gesunde
Ernährung und Kochen veröffentlicht.
Ihr Spezialgebiet? Essen mit Kindern – schließlich ist sie nicht nur Food-Journalistin und Ernährungs-Wissenschaftlerin, sondern auch dreifache Mutter!

Häufig gestellte Fragen zum "Meine Familie" Vorteilsprogramm

Wann erhält man das „Meine Familie“-Begrüßungspaket?

Das „Meine Familie“-Begrüßungspaket erhalten einmalig alle beim „Meine Familie“-Vorteilsprogramm angemeldeten Kinder im Alter von 0 bis 24 Monaten.

Woran liegt es, wenn die Vorteilspost während eines Quartals ausbleibt?

Für Kinder, die ihr viertes Lebensjahr erreicht haben, werden nur noch zweimal jährlich Vorteilscoupons per Post versendet. Dies kann der Grund dafür sein, dass Teilnehmer am „Meine Familie“-Programm plötzlich weniger Post erhalten als vorher.

Was ist zu tun, wenn ein bei „Meine Familie“ angemeldetes Kind zum Geburtstag keine Geburtstagspost bekommen hat?

In seltenen Fällen kann die Geburtstagspost eines Kindes verspätet eintreffen. Sollte die Post auch nach einer gewissen Wartezeit noch nicht eingetroffen sein, wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an den „Meine Familie“-Kundenservice.

Was könnte der Grund dafür sein, wenn trotz Anmeldung eines Kindes zwischen 0 und 24 Monaten beim „Meine Familie“-Vorteilsprogramm kein Begrüßungspaket beim Teilnehmer ankommt?

Sobald ein Kind im entsprechenden Alter bei „Meine Familie“ angemeldet wurde, wird der Versand des Begrüßungspakets automatisch veranlasst. Bitte beachten Sie, dass der Versandprozess einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Wir bitten Sie im Zweifelsfall um ein wenig Geduld. Wird ein Kind bereits während der Schwangerschaft angemeldet, wird Versand des Begrüßungspakets erst nach dem eingetragenen Geburtstermin veranlasst.

Wie können Daten, die bei der Anmeldung beim „Meine Familie“ Programm angegeben wurden, geändert werden?

Die im real Konto hinterlegten Daten können jederzeit eingesehen und bearbeitet werden. Nach dem Login unter www.real.de kann der Datensatz geändert, ergänzt oder gelöscht sowie Kinder neu angemeldet werden. Um die Änderungen zu übernehmen, muss abschließend der Button „Änderungen speichern“ angeklickt werden.

Sind die „Meine Familie“-Vorteilscoupons auch im real Onlineshop einlösbar?

Die „Meine Familie“-Coupons sind leider nicht im Onlineshop einlösbar. Der real Onlineshop bietet jedoch sehr häufig eigene Rabattaktionen und Preisnachlässe auf ganze Artikelsortimente.