Stillen oder nicht?

Für die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Kind ist Stillen großartig. Aber Sie sind buchstäblich angebunden. Was tun, wenn Sie wieder – zumindest teilweise – beruflich einsteigen möchten? Oder andere Dinge erledigen müssen? Keine Sorge: Sie können durchaus Kind und Karriere miteinander verbinden und trotzdem weiter stillen und für Ihr Kind da sein.

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Weiter stillen trotz Job?

Sie müssen nicht abstillen, wenn Sie wieder in den Beruf einsteigen. Selbst wenn Sie nicht im Homeoffice arbeiten – die Milchpumpe macht es möglich. Laut Mutterschutzgesetz haben Sie Anspruch auf mindestens 60 Minuten zusätzliche Stillpause oder Zeit zum Abpumpen am Arbeitsplatz. Dort sollten Sie die Milchpumpe deponieren. Die abgepumpte Milch im Kühlschrank aufbewahren und in einer Kühltasche mit Kühlelement nach Hause transportieren. So hält sie bis zu 72 Stunden. Wer mehr abpumpt, als das Baby im Moment trinkt: die Milch einfrieren. Dann ist sie sogar bis zu einem Jahr haltbar und eine Reserve für Notfälle. Wichtig: Muttermilch nur aufwärmen – sie zu kochen würde wertvolle Substanzen zerstören.

Abstillen

Den Zeitpunkt zum Abstillen entscheidet jede Mutter – mit ihrem Baby. Es ist am einfachsten und natürlichsten, wenn die "Beikost" nach und nach Stillmahlzeiten ersetzt. Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind nicht zu plötzlich entwöhnen. Am besten einzelne Mahlzeiten im Abstand von vier Wochen durch Beikost oder Flasche ersetzen. Muttermilch wird am Anfang durch Pre-Nahrung ersetzt – wenn Sie oder Ihr Mann Allergiker sind, am besten als HA. Sie ist leicht verdaulich und das Baby darf davon so viel trinken, wie es möchte. Sie selber sollten in der Zeit etwas weniger trinken, Salbeitee kann die Milchbildung hemmen. Haben Sie Spannungsgefühle, am besten kühlen. Da Ihr Kalorienbedarf sinkt, sollten Sie entsprechend weniger essen. Bei Problemen unbedingt zum Arzt!