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Neugeborenenakne: Harmlose Pickelchen

Gibt es etwas Sanfteres und Reineres als eine Babyhaut? Wohl kaum! Doch manchmal tauchen wie aus dem Nichts kleine Pickel auf den Wangen von Babys auf. Das versetzt vor allem frisch gebackene Eltern in Panik. Schnell stellt man sich die Fragen: Ist es eine Allergie? Liegt es an der Ernährung oder generell an der Umgebung? Bei den Pusteln im Gesicht handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Neugeborenenakne. Das ist eine harmlose Hauterkrankung, die kurz nach der Geburt auftreten kann. Was die Ursache ist und wie Sie damit am besten umgehen, erfahren Sie in diesem Artikel. Machen Sie sich keine Sorgen!

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Was verbirgt sich hinter einer Neugeborenenakne?

Ja, auch schon die Kleinsten kann eine Akne treffen. Aber bei der Neugeborenenakne handelt es sich um eine vorübergehende, harmlose Hauterkrankung. Der medizinische Begriff hierfür ist Acne neonatorum. Umgangssprachlich wird sie oft auch als Babyakne bezeichnet.

Im Gesichtsbereich des Babys bilden sich kleine weiße Pickelchen, die gerötet und ein wenig mit Eiter gefüllt sein können. Sie kommen vermehrt auf der Wange vor, können sich aber auch über den Schulterbereich ausbreiten. Jedes fünfte Neugeborene ist von einer Babyakne betroffen, die Mehrzahl davon sind Jungs. Manche Babys kommen schon mit den Pickelchen auf die Welt, bei den anderen entwickeln sie sich in den ersten drei bis sechs Lebenswochen. 

Gut zu wissen: Die Pickelchen sehen schlimmer aus, als sie es tatsächlich sind. Besser gesagt, sie sind absolut unbedenklich. Für die Kleinen sind sie weder schmerzhaft, noch jucken sie. Nach ein paar Wochen verschwinden sie wieder und zwar so schnell, wie sie gekommen sind, ohne Narben zu hinterlassen.

Das Wichtigste der Neugeborenenakne im Überblick:

  • kleine rote Pickelchen, oft mit Eiter gefüllt
  • tritt vorwiegend im Gesicht auf
  • bricht meist um die dritte Lebenswoche aus
  • Jungs sind vermehrt betroffen
  • juckt und schmerzt nicht
  • es bleiben keine Narben zurück

Was ist der Unterschied zwischen Neugeborenenakne und Säuglingsakne?

Oft wird die Babyakne mit der Säuglingsakne (Acne infantum) verwechselt. Hierbei ist das Alter der wichtige Unterschied. Die Säuglingsakne tritt erst zwischen dem dritten und dem sechsten Monat auf und somit deutlich später als die Neugeborenenakne. 

Das Erscheinungsbild ist dasselbe: rote Pickelchen mit weißen Knoten in der Mitte. Die Ursache ist jedoch eine andere und sollte daher von einem Arzt oder einer Ärztin behandelt werden. Man geht davon aus, dass diese Form der Akne erblich bedingt ist. Sie kann einen schweren Krankheitsverlauf haben, juckt und hält sich hartnäckiger. Wenn Ihr Baby an einer Säuglingsakne leidet, ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass auch in der Pubertät eine Akne entsteht.

Welche Ursachen gibt es für die Neugeborenenakne?

Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Auslöser die Hormonumstellung nach der Geburt ist. Während der Schwangerschaft gelangen die mütterlichen Hormone im Blut über die Plazenta und die Nabelschnur in den Blutkreislauf des Babys. Vor allem im letzten Trimester der Schwangerschaft schüttet der mütterliche Körper verstärkt Hormone aus, die für die Lungenreifung sowie die Entwicklung des kindlichen Immunsystems wichtig sind. 

Nach der Geburt wird die Verbindung gekappt und der Blutspiegel an diesen mütterlichen Hormonen sinkt schnell ab. Das Verdauungssystem des Babys beginnt sich zu entwickeln. Es werden verschiedene wichtige Bakterien gebildet, die unter anderem dafür sorgen, dass überschüssige Hormone über die Haut ausgeschieden werden. Das führt zu einer Talgüberproduktion. Bei einigen Babys entsteht dadurch die Neugeborenenakne. Kleine Buben haben mit der hormonellen Umstellung stärker zu kämpfen als Mädchen. Das ist der Grund, weshalb Jungs auch deutlich häufiger eine Babyakne entwickeln. 

Wenn die Mutter bestimmte Medikamente einnehmen muss oder musste, kann dies ebenfalls ein Faktor sein, der die Haut des Babys beeinflusst. Das ist der Fall bei kortison-, jod- oder lithiumhaltigen Arzneimitteln.

Wie Sie sehen, hat das Ganze nichts mit einer falschen Babypflege oder einem Fehler beim Stillen zu tun. Sie haben also nichts falsch gemacht!

Wie lange hält die Neugeborenenakne an?

Die Pickelchen hinterlassen keine Spur auf der Haut Ihres Kindes. Sobald sich der Hormonhaushalt eingespielt hat, verschwinden sie wieder. Die Akne ist jedoch nicht die einzige mögliche Reaktion auf den Hormonwechsel. Auch Milien, winzige weiß-gelbe Pünktchen, oder Kopfgneis, schuppige Auflagerungen auf der Kopfhaut, sind mögliche Folgen. Aber auch hier besteht kein Grund zur Sorge. Was unschön aussieht, ist harmlos für Ihr Baby und das ist doch die Hauptsache. Nach einigen Wochen sieht alles wieder so makellos aus wie ein „Babypopo“.

Wenn Sie kurz nach der Geburt die Pickelchen entdecken, müssen Sie nicht sofort einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Bleibt die Babyakne jedoch über mehrere Monate bestehen oder beginnt gar erst im dritten Monat, sollten Sie Ihren Kinderarzt um Rat fragen. Falls in der Familie gehäuft Aknefälle bekannt sind, sollte der behandelndte Arzt oder die Ärztin dies erfahren.

So behandeln Sie die Neugeborenenakne

Bei der Behandlung gilt die Devise: Weniger ist mehr. Die folgende Liste liefert Ihnen einen Überblick der No-Gos:

  • Pickel ausdrücken
  • rezeptfreie Mittel gegen Akne bei Ihrem Baby anwenden
  • kortisonhaltige, antibiotische Salben oder Anti-Pickel-Cremes verwenden
  • hypoallergene Babynahrung verwenden
  • parfümierte und mit dem Inhaltsstoff „Parafinum“ versehene Pflegeprodukte verwenden

Auch hier ist das Geheimrezept wie so oft die Geduld. Zusätzlich können folgende Maßnahmen helfen:

  • Halten Sie das Gesicht Ihres Kindes trocken.
  • Das Gesicht vorsichtig mit warmem Wasser waschen und mit einem weichen Waschlappen oder Tuch vorsichtig abtupfen, niemals rubbeln.
  • Eigentlich sollte dies selbstverständlich sein, aber halten Sie Ihr Kind von Zigarettenrauch fern.
  • Tupfen Sie Ringelblumensalbe oder etwas Muttermilch auf die Pickelchen, das kann das Abheilen beschleunigen.
  • Versuchen Sie, mit Ihrem Kind viel an der frischen Luft unterwegs zu sein, das verbessert das Hautbild.

Wenn Sie merken, dass Ihr Baby anfängt, die Pickel aufzukratzen, sorgen Sie stets dafür, die Nägel kurz zu halten. Im Notfall können Sie über die kleinen Hände feine Baumwollhandschuhe ziehen, die ein Aufkratzen verhindern.

Wenn Ihr Baby zu warm gekleidet ist oder Fieber hat und anfängt zu schwitzen, können sich die Symptome verschlimmern. Achten Sie darauf, dass Ihr Kleines stets atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle trägt, so können weitere Hautirritationen vorgebeugt werden.

Fazit

Neugeborenenakne ist keine Seltenheit und kommt vor allem in den ersten Lebenswochen vor. Die Pickelchen sind eine Antwort der Haut auf die Hormonumstellung nach der Geburt. Der Ausschlag ist harmlos und vor allem schmerzlos für das Baby. Eine besondere Pflege ist nicht nötig, sondern verschlechtert eher das Hautbild. Mit ein bisschen Geduld heilt alles nach einigen Wochen ohne Narbenbildung ab. Es gibt keinen Grund zur Sorge. Genießen Sie die Zeit mit Ihrem Baby in vollen Zügen.

Dagmar von Cramm

Unsere Ernährungs-Expertin
hat bereits zahlreiche Bücher
und Zeitschriften über gesunde
Ernährung und Kochen veröffentlicht.
Ihr Spezialgebiet? Essen mit Kindern – schließlich ist sie nicht nur Food-Journalistin und Ernährungs-Wissenschaftlerin, sondern auch dreifache Mutter!

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