Mit Kindern gärtnern: von Kresse bis Kürbis

Ein Samenkorn in die Erde zu stecken und daraus eine Pflanze entstehen zu sehen ist unglaublich aufregend. Wenn Ihr Kind am Ende etwas Essbares ernten kann, wächst bei ihm ein Wissen vom Wert eines Lebensmittels. Legen Sie gemeinsam ein kleines Kräuterbeet auf dem Fensterbrett an. Die größte Belohnung ist am Ende das Ernten und „Kochen“.

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Kräuterziehen leicht gemacht

Am einfachsten funktioniert es mit Kressesamen. Aber Sie können auch Radieschen-, Rettich-, Senf- und Sonnenblumensamen nehmen – oder sogar kleine Linsen.
Und so wird’s gemacht:

  1. Eine Pappschachtel falten und 2 Fingerbreit mit Erde füllen, dann wässern. Danach die Samen daraufstreuen – nicht zu dicht. Pappschachtel an einen warmen, hellen Ort stellen.
  2. Samen mit dem Wäschesprenger anfeuchten. Am besten morgens und abends, damit die Samen schön feucht bleiben.
  3. Wenn die Kresse drei Finger hoch gewachsen ist, kann man sie mit der Schere abschneiden und aufs Butterbrot legen. Oder einen Aufstrich daraus machen.

Für Ungeduldige: Kräuter sammeln

Im Frühjahr wachsen und blühen die Wildkräuter als Erste und sind noch besonders zart und mild. Am besten gehen Sie in Gärten, die nicht gespritzt werden, auf die Suche.

  • Löwenzahn erkennt man an seinen gelben Blüten. Die Blätter schmecken leicht bitter, wirken entwässernd und passen in jeden Salat.
  • Brennnesseln schmecken milder als Spinat und sind unglaublich reich an Eisen. Die zarten Spitzen piken noch nicht. Sie schmecken gehackt toll im Rührei.
  • Gänseblümchen passen wunderbar auf den Salat oder als Suppengarnitur: Sie öffnen sich, sobald man sie auf die warme Oberfläche legt.
  • Giersch hat 3 x 3 Blätter und wächst überall. Er schmeckt mild wie Petersilie: toll für den Käuterquark.
  • Bärlauch mit seinen spitzen Blättern auf keinen Fall mit den giftigen Maiglöckchen verwechseln. Er riecht und schmeckt wie Knoblauch – daran erkennt man ihn.