Hilfe, mein Kind will nicht essen

Was tun, wenn das Kind Gemüse, Vollkorn oder Fisch strikt ablehnt? Bleibt das so oder hat es nur eine vorübergehende Trotzphase? Kann es Schaden nehmen? Und wie gehen Eltern mit so einem Ess-Streik um? Hier finden Sie Tipps dazu, wie Sie mäkelige Esser umstimmen können. Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg – und noch mehr Geduld. Nehmen Sie es mit Humor: Das hilft!

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Was Kinder gerne essen

Jeder noch so kleine Mensch hat eigene Vorlieben und Abneigungen. Aber die können sich noch ändern. Eine Studie ergab, dass Kinder ein Lebensmittel bis zu 15-mal probierten, bis sie es am Ende mochten. Geschmack ist eben doch Gewohnheitssache. Trotzdem gibt es einige Vorlieben, die für Kinder typisch sind. Sie mögen gerne Süßes – schließlich ist das der Geschmack der Muttermilch und bedeutet: nicht giftig. Auch das Mundgefühl spielt eine große Rolle. Kinder lieben, wenn es auf der Zunge knuspert und knistert oder cremig zerfließt. Und gerade bei Kindern essen die Augen mit. Erklärungen über „ungesunde“ Lebensmittel haben genauso wenig Erfolg wie Versprechungen übers Groß- und Starkwerden. Punkten Sie mit spannenden Geschichten über einzelne Zutaten oder Gerichte. Sprechen Sie über die verschiedenen Aromen oder lassen Sie die Kinder Zutaten erraten. Das macht nicht nur den Kleinen Spaß.

Der Kampf ums Gemüse

Gemüse enthält wenig Kalorien und unglaublich viel von dem, was Kinder brauchen: Vitamine, Bioaktiv- und Ballaststoffe. Das stärkt die Abwehrkräfte, sorgt für eine gesunde Darmflora und schützt vor Übergewicht. Versuchen Sie deshalb, es Ihrem Kind schmackhaft zu machen – von Anfang an.

  • Verstecken Sie Gemüse püriert in Saucen und Suppen, geraspelt in Puffern und Aufläufen oder versteckt in knusprigen Hüllen – wie in meinem Rezept. 
  • Wer Rohkost knabbert, muss nicht ganz so viel essen: Rohes Gemüse enthält noch mehr wertvolle Substanzen als gekochtes. 
  • Ein kleiner Ausgleich für zu wenig Gemüse sind Kartoffeln und Säfte oder Smoothies aus Gemüse und wenig Obst. 
  • Gemüse selber pflanzen macht Kindern Spaß und steigert die Neugier auf den Geschmack.
  • Mitmachen motiviert: Wenn Ihr Kind mitbestimmt, was es gibt, wenn es selber schnippeln darf, dann schwinden die Vorurteile.
  • Ihr Vorbild ist entscheidend. Dabei wirkt Ablehnung stärker als Vorlieben: Wenn Ihr Mann Gemüse als „Kaninchenfutter“ ablehnt, können Sie es noch so lieben: Das hilft nicht.

Rezepte zum Ausprobieren